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Der Orient · 1844-11-26 · 48 (26.11.1844) · p. Spalte 757-758

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Journal
Der Orient
Volume
1844
Issue
48 (26.11.1844)
Date
1844-11-26
Page
Spalte 757-758 (sequence 3)
Language
German
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757 Studien. Liter. Ztnalekten. Das Buch Chanoch. 7-58 der Ehe ausgesprochen und strenge Strafen sind, auf den Ehebruch des Weibes bestimmt worden. Anm. 18. np1 O wird erst durch Nül ntym erklärt, sowie (d*dd) m np durch miN rwyi (nniN) auch erklärt (Exod. 20, 23. 36) wird. Anm. 20. bedeutet Einlösen wie auch Verwandtschaft EZech. 11, 15. Anm. 21. Die Tradition stellt die hebräische Sitte, promulgirt durch eine frühere Offenbarung, höher als das Gesetz. Der Nachkömmling von Eber, Laban genannt, wollte die Zeit des Brautstandes nach Herkommen ausdehnen, beabsichtigend, daß Isaak während dieser- Zeit nach Herkommen sie besuchen sollte. Da aber die Verlobungszeit nur die Prüfung des Charakters bezweckte, so war die Erzählung Eliöser's des Hausverwesers ausreichend, um den Charakter der- Rebekka kennen zu lernen und um mit ihr eine eheliche. Verbindung einzugehen. . Bon der hohen Würde des Brautstandes, welcher mir zur Begründung der reinen Liebe und der gegenseitigen Zuneigung bestimmt war , zeigt die so oft in der Tradition mit Schmach erwähnte HOHNron aTDd. A n m. 22. Die Sitte bestimmte in der vormosaischen Zeit die Todesstrafe einer nß-P auf die Nichterfüllung ihres früheren- Vertrages durch Umgang mit einer Nichtverwandtin, welches auch erwähnt ist Gen. 38, 24. Es wurde solches dem Ehebruch gleich geachtet, da jedes Mädchen bei seiner Verheirathung dem Gesetz der Levirats-Ehe unterworfen war und eine Abweichung davon als Bundes - Brüchigkeit betrachtet wurde. Wo aber das spätere mosaische Gesetz, keiner Todesstrafe erwähnt, so versteht es sich von selbst, daß diese gleich anderen Verboten in Geißelung umgewandelt wurde, Deut. 23, 3. Anm. 23. Es kam mir nie in den Sinn, eine Apologie des Laban zu schreiben; der Beweggrund, der Laban bestimmte, die Lea statt der Rachel zu wählen, ist ausdrücklich erwähnt, Genesis 29, 26. Obgleich Herr Referent bemerkt, daß die Lea in den Augen der Welt Nichts durch ihre Entlassung verloren hätte, indem sie nur dem strengen Willen ihres Vaters gehorchte, so ist hiergegen zu berücksichtigen, daß sich nicht leicht ein anderer Freier zur Lea wegen des Verlustes ihrer jungfräulichen Schaam gefunden hätte, Deuteronom. 22-, 17; eine Handlung, die man unserm. frommen Erzvater Jakob nicht nachgefthen haben würde. Anm. 24. Was Herr Fürstenthal hinsichtlich Sch ech e m bemerkt, finde ich auf keine Weise richtig, das Wort N£L3 nicht immer die Bedeutung „verunreinigen", wie Hr. F. behauptet, Deuteronom 24, 4. Hiob 14, 4; es ist aber auch keineswegesdie Verunreinigung gemeint, weil Schechem ein Heide war und in der vormosaischen Zeit die Kinder Jakobs Heidinnen geheirathet haben, Simon (Genesis 46, 10), Juda (Genesis 38, 2), Josef (Genesis 41, 3), daher das Wort sich nur auf den außerehelichen Beischlaf des Schechem beziht, den er sich vielleicht als KLnigssohn nach heidnischem Gebrauche erlaubte. Auch der heutige Sprachgebrauch der Israeliten in der Benennung ttNßtO unterstützt die von mir angegebene Bedeutung. Die- Indignation, gegen Laban konnte der- Tochter, ihre, geraubte Krone nicht wieder erstatten., Anm. 25.. Deu von Hqrrri; F> angeführte Aus.dpuck r)DN^. im m t^N D1DD’D bezeichnet, obgleich -cd „verkaufen" bedeutet, gleichwohl, eine Handlung, die für eine Ver- - miethung angesehen ist, und täglich im. eivilisirten Europa von, den besten Eltern unternommen, wird ,, ohne das eine gebildete Nation Anstoß daran findet.. Wenn der Water zur Ernährung seiner Tochter, ny-vermögend ist und befürchtet, daß die Noth sein Kind zur. Unsittlichkeit verleiten könnte, so vertraut er. dieselbe durch. Vermiet.hu.nK einer sittlichen Familie an;- und darum hat die. Offenbarung dein Pater erlaubt, seine Tochter auf eine gewisse Zeit zu vermtethen und sie der Aufsicht eines Mitbürgersanzuvertrauen. Sv bedeutet auch das Wort -08 nicht allein „verkaufen" sondern auch „übergeben, hingeben". Richter 2, 14. Friedenthal. Literarische Mnalekterr. Das Buch Chanoch, TpjpT ‘IDD. Chanoch ist Jdris Zdris ist der griechische Hermes, und zwar ist unser Autor Hermes der Erste; denn nach einigen Forschern giebt es zwei, nach andern drei, nach allen scheint es aber Hermes der Erste gewesen zu sein, der 1000 Jahre nach Adam gelebt haben soll. Uebrigens ist das uns vorliegende Büchelchen nicht von ihm; denn es kommen darin Sprüche von.andern Weisen vor, und wie mir scheint auch von Hermes dem Zweiten, denn es heißt daselbst ' welches wahrscheinlich ein Druckfehler ist, und ist statt pmtt zu lesen DD“KX. Siehe ferner Herbl. O. B. 1. und 2. Theil, und Diez Merkwürdigkeiten des Orients 1 Th. 71. Hermes der Erste wird für einen sehr frommen und weisen Mann gehalten, der die wahre Gotteserkenntniß unter das Volk gebracht haben soll« So ist einßWtelle bei Mpy, MeMyti/ Geh. 30: -©dd. iNaq ■o.innDt'/ □’jnnxn nbp nenn, msö twi ixt? dj) n? dd Dirq D-rpx mix np^&so -ni p pun inin -©dd S"i umiD-i iD'Din, dddi ni.xi®jD nmq. (Die Srelle im Sohar*) konnte ich. nicht finden.) Diese Stelle beweiset zugleich, haß unser Autor derselbe ist, der im. Sohar gebraucht wird, nicht aber wie DWiPNl np behaupten will, daß der im Sohar genannte Chanoch ein. ganz anderer wäre (l. Wolf III. Th. 164. IV. Th. 1016).. Seder Ha-Dorot z. 1 B. M. 5, 24 erzählt seine LebeMgeschichLc und Schicksale, und spricht von seiner großen Gelehrsamkeit, so auch Juchasin und iopy 'n nr>DiN p. 9. Sehr ausgeschmückt hat uns aber Hammer in seinem Rosenöl 1. Th. S. 3!. aus dem Arabischen sein ganzes Verhältnis zu Gott *) Sohar Ber. Col. 182; Jalkut Chadasch, 5 b, Red. 48*

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