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Der Orient · 1844-11-19 · 47 (19.11.1844) · p. Spalte 741-742

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Journal
Der Orient
Volume
1844
Issue
47 (19.11.1844)
Date
1844-11-19
Page
Spalte 741-742 (sequence 3)
Language
German
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741 Studien. Der Bund Salomo's. Eine apokryphische Schrift. 742 Last mich wieder derwachen frisch und g'sund, Daß ich kann dich loben mit meinem Mund, Da bitt ich dich aus Herzensgrund, Erhöre mich zu dieser Stund! Hab' ich yeunt diesen Tag gesünd't Ueber' einen von meinem Hausgesind' Sollst mir vergeben, wie man geschrieben find't: Und wie du vergiebst ein itlichem frummen Judenkind. Dein nDD ist voll in der ganzen Wett in allen vier Ecken. Lieber Gott, laß mich in der finstern Nacht nicht stecken, Laß mich keine böse, nmn noch niD^n erschrecken; Mit deinem heiligen Namen laß mich wieder aufwecken-! Auf Gott sein Lob ist das Lied worden gemacht Das soll werden gesungen heunt und alle Nacht, Du sollst uns nehmen in deine Acht, As wie du Gott hast auf unsre ton getracht. Amen in Gottes Namen, es soll wer'n wahr Das ‘uTipDn rp3 pn soll'n wir sehen Mit unfern Augen klar, H 1 n D 2 soll es werden wahr. Gute ton!?ö schick uns vom Himmel Und noch viele gute Schaaren, Die sollen uns behüten und bewahren Vor allem Schaden, daß uns soll nichts Bös widerfahren. >Amen. Sela. IL Sabbat-Lied x). Wir ruhen und rasten nach himmlischem Begehr, Von Anfang der Schöpfung bis allher. Chen und Freud schenk uns der liebe Gott, Und schicket den was er euch bescheeren thot. Handlet und traktiret und redet nichts davun, Was hat der liebe n3!tf mit der Woche zu thun? Und seht, an my esstt und trinkt nicht viel, Weil es der np'/^1 2) so haben will; Thu dir und deinen Kindern die besten Kleidlich leih'n sopo DW mit Fleiß und Freud du leien ^). Und seh, an rDitf 2iy wasch Fuß und Hand, Begreif deine Kleider an alle ihre End'. So kommen viel rrD“D und saget viel Schir Die frommen Leute warten ein Stund schon dafür. . Jezt wollen wir die zu empfangen gehn, Mit lieblicher Gestalt wirst du sie kommen sehn. Schlagt alle eure Sorge aus eurem Muth, Weil sicherlich Gott selbst jezt bei uns ruht. Und seh' in der Wett ist lein' Nation, Die cs uns mit dem gnip ri2&y gleich kann thun, Die gib zu unsrem Lohn, Das ewige Leben dazu wirst thun. Amen, Amen, sind wir alle mit Freud Daß uns derselbe Stern zu Gutem bedeut! — Die himmlischen Zeichen können uns nicht nehmen und bescheeren Das ist pri^ '1 12 »W4) sein Bitt' und Begehren. Gelobt und gedankt und auch die Ehr' Gott giebt den £»-pp uns und Niemand mehr — 1) Das nachstehende Sabbatlied (heile ich hier nach mündlicher Ueberlieferung mit. Ich hörte.es aus dem Munde des kürzlich in seinem 86. Lebensjahre verstorbenen Vorsängers i Jona Steinhardt von Oberdorf und ich gebe es, wie ich es aufgefaßt. El saß er. 2) Literarische Autorität. 3) Lesen. 4) Name des Vorsängers. 'Testamentum Salomonis. (Fortsetzung.) Kal?}Ws tvqo TCQogconov (aov kvqjv ' xo G%rj{icc e%cov fieya Kal skcdrjGa cpcovrj ftEydhj Kal eItcov, %alq£ kvqlb ßaGiXsv £olö{icov * EKTcXriKTLKog öe yeyovcog Eyw JEolofjico'V' eItzov avxtfi, 'dg ei kvcdv ' ö 6e fiot eg)7] Kal kvojv goi Öokm slvai, tvqo yaq Gov ßaGiXsv 2JoXofio5v iyoo av'&qcoTtog KaxEqya^Ofievog afie- (MTd EV TCO KOGftO) TtöXXd Katf VTlSq ßoXrjv (plloXoyrjGag vTtEQcGyvGa Kal aGxqa ovqavcov KaxaG%Eiv¥ Kal Ttlslova tfecov sqya KazEGKSvGaGa * syco yaq ßlanxto dvd’qcoTtovg xovg xco tffjLGov aGxqa) TtaqaKoXov&ovvzag, Kal Eig ifyyiiav xqmoo' %al xovg cpqEvtjxicovxag äv- &qco7vovg öia xov Xaqvyyog Kqaxco, Kal ovxcog ävaiqcß’ Ecpriv äs avtcp eyca EoXopcov, xii Gov x6 ovof.ia6 Der Bund Salomo's. (Eine apokryphische Schrift, aus dem Griechischen übersetzt.) (Fortsetzung.) Und es kam vor mein Angesicht ein Hund. Er war von großer Gestatt, schrie mit lauter Stimme und sprach: gegrüßet seist du, König Salomo. Ich entgegne ihm: wer bist du, Hund? Er erwiederte: ich scheine dir ein Hund zu sein; vor deiner Zeit, König Salomo, war ich ein Mensch, welcher vieles Gottlose in der Welt verübte, über die Maaßen schwatzhaft und gewalttha'tig, so daß ich selbst die Sterne des Himmels anhielt. Ich führte mehr Thaten aus, als die Götter. Ich schade den Menschen, die unscrm Gestirne folgen, und führe sie in die Einöde (i£-r}yJav?) $ die wahnsinnigen Menschen beherrsche ich durch den lSchlund und vernichte sie so. 47*

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