Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1844
- Issue
- 45 (5.11.1844)
- Date
- 1844-11-05
- Page
- Spalte 711-712 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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711 Studien. Die gemischten Ehen. ,— Testament des R. Schaul. 712 len. „Wer ohne Melodie — so lautet diese Talmudstelle — liest und ohne Gesang lernt/ von dem heißt es in der Schrift (Ezechiel 20) „ich habe ihnen Gesetze gegeben und nicht gute" l7). Diese Melodien waren, so lange man den Talmud studirte, üblich, und da der Talmud -nicht interpunktirt ist, so haben diese Melodien als Jnterpunktation gedient. Zusatz zu der „nothtvendigen Berichtigung" in Nr. 4S des LB. des Drients. Der geehrte Herr K—m bemerkt, daß die Debatte über die gemischte Ehe (bei der braunschweiger Rabbinerversammlung) sich gewiß ganz anders gestaltet haben würde, wenn die verehrte Versammlung statt jener verstümmelten U e b e r s e tz u n g das echte Original zum Grunde gelegt hatte; worauf die betreffende Stelle nach dem Originalabdrucke (Paris, 1812) und nach einer besondern Abschrift mitgetheilt wird. — Hier erlaube ich mir hinzuzusügen, daß die deutsche Uebersetzung, wie sie in den von „Alexander Bran gesammelten Aktenstücken des Pariser Sanhedrin, Hamburg 1807" abgedruckt ist, durchaus nicht verstümmelt ist, sondern die beregte Stelle wörtlich so wiedergiebt, wie sie das von Hrn. K—m mitgetheilte Original enthält. — Die hochgeehrte und hochgelehrte Versammlung durste darum nur jene, wohl gewiß in vielen Händen befindliche deutsche Uebersetzung konsultiren, um den großen Irrthum wahrzunehmen, dem sie sich bei Fassung eines Beschlusses über diesen Gegenstand hingab. — Ich machte daher bereits im Monat August, als ich von einer größeren Reise zurückgekommen war und von jenem Beschlüsse Kunde erhielt, einen sehr geachteten und gelehrten Freund auf diese Mystifikation aufmerksam. Uebrigens besitze ich auch eine schon im Jahre .1807 zu Paris edirte Schrift, betitelt: Collection des Proces- Verbaux et decisions da grand Sanhedrin, convoque a Paris par 8. M. i’Empereur et Roi dans Ics mois de Fevrier et Mars 1807, public par M. Diogene Tama“, worin die Synedrial - Beschlüsse in französischer Sprache genau und richtig wiedergegeben sind, jedoch ist das hebräische Original nicht dabei enrhalten. Herr K—m. würde sich daher ein Verdienst erwerben, wenn derselbe auch die übrigen Synedrialbeschlüsse, wie solche in hebräischer Sprache lauteten, in?Oriente abdrucken ließe. — 17) Vergl. Megilla letztes Blatt ioipn Ä ’JN dji naiN ainan by nnai Nb nmi nn'yj 'ui D'aiD N1? D’pn Dnb'nnJ. Sofafot bemerkt dazu (nJwm n"n) iw 'b man nwon nutb p%n rnty nni' onDU “pn’ by\ naby mm iw. Der Ansicht der Tosafot, daß - diese Accentuation zugleich ein Hilfsmittel des Gedächtnisses war, wird man gern beistimmen. Dieses frOlpH beziehet sich wahrscheinlich auf das Lesen )der Bibel (frOp&) und das rwn auf das Lesen der Mischna. Ueber vergl. unsere Notiz LB. des Oriers 1843, S. 539. Note-41. Außerdem enthält auch ein zu Köln 1820 herausgekommenes, in deutscher Sprache verfaßtes Büchlein, betitelt: Geschichte, Religionsgrundsätze und. staatsbürgerliche Verhältnisse der Juden. Ein Noth- und Hilfsbüchlein für die gegenwärtige Zeit. Von Ferdinand Schubert, S. 90, die von der jüdischen Deputirten-Versammlung zu.Paris im Jahre 1806 in Bezug auf gemischte Ehen ertheilte Antwort, woraus ebenfalls zu entnehmen ist, daß der Beschluß des hierauf zusammengetretenen Sanhedrins, welcher die Antworten der vorausgegangenen Versammlung nur in Form von Synodal- Entscheidungen reproducirte, nicht so lauten konnte, wie es der g. Rabbinerversammlung vorschwebte. Beachtenswert ist hierbei, daß dieser wichtige Irrthum gerade von Personen gerügt werden muß, welche die geehrte Rabbinerversammlung nach §♦ 2 ihrer Statuten aus ihrer Mitte ausschließt. Dresden, 18. Oktbr. 1844. Dr. B—r. Mittheilung über den Verfasser der Gutachten ft'iO D D n. Vor Kurzem las ich die merkwürdige Korrespondenz, in Betreff dieser seltenen Gutachten-Sammlung, welche Hr. Rosenthal in Pesth mitgetheilt und ich erlaube mir hier über den Verfasser noch Einiges mitzutheilen, nämlich 1) eine genaue Abschrift, seines Testaments, wie ich es aus seiner eigenen Handschrift 1794 kopirt. 2) Das was ich über seinen Tod niedergeschrieben. I. n"3N symn W 'iUDann p bNV iYid jiwn onus pnyn am rr namao1 nwa hin ’npnyn ntm pbo p'pn Petto 'n di' ini’DD ton innn?3N3 'NE pob n'jpn ,’noi,NJN , n'K , mdo by,i DnN b mipa ncm!? ntw m 'N irnya niiL^ nann am ’D bab not mn a"y □mb f)DN am ton , i^> num bai in n^y^ pan' pbnDi , njnb djitod nnu p’b dj nvi , mono b Di'n 'ami 5 D'Nibm w'k nt oy noti , myi> mya , mpim rnnna^ yiab ’m mnymyi yPbn na pmn notd b mm 'nniN b.fiw Dy mb natN ab ’^ini mann b mm , n.ia D’aa ’nNiis nacy njm , na miN D"p' , naN bw non typnai not nty b«n dni , naa Dya dn w Näam b ni’b — : Nim , nan b NN 'iNN , j'bya p'pn baN ma 'ab nbo mm nann dni D'anan b djdn — ’miapb Dipa map man riipö E"Ni> nbbn ,'b iN^a in , 'bw nyaeNp “jina D’Nawn iniDnn'i, rnv pma Pan inu' pn , ^nnpp nnN nnp^ pbaa d’jdnj owb in,bn 'yni^ in,pjnn"n^> min'b'i bst E'pan 'JN55nann nti — nb ’iNnb oum nom 'a , mdd inb’ Nb a a-iap ’Jne» E»iab Dity : 'tyaa Dipca in nny'n nnNa 'jnap'i ’Jinsp’ ’Jins/d'e/ idd typao ’Jni — oyn ’ja ’-iapo pmn pn , ob nsd’ am