Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1844
- Issue
- 44 (29.10.1844)
- Date
- 1844-10-29
- Page
- Spalte 695-696 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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695 Studien. Eine allgemeine Formel für und lieber manchen Fehler stehen lassen, als nach eigenem Gutdünken den Text zu ändern. Da dieses Werke Chajug^'s sicherlich eine zweite Auflage mit einem vollständig begleitenden Kommentar erleben wird, so ist es zweckdienlich vordersamst die Emendationen zu sammeln, weshalb wir auch einige Ln diesen Blättern niederlegen, auf die wir theils selbst, theils von Andern aufmerksam gemacht wurden. Seite 1 Spalte 5 lies O'pn Mil. r 3 - 1 — TN. - — - 2 ist p) zu streichen. - — - 10 lies KSDJn [0 NSD1 uw HD iid^j 1JNDD -QT D» ,1',1' üb DN. - ' 8 - 10 - no in yim 10 2 - DH’Dnba. 13 - ' 6 - w rtan n\ . ■ - ■— 17 - p)DU um. - 20 - 9 - yuni. - 35 5 - niaro. ß 40 - 15 * D^yra ncüi. 41 5 12 - nbj« nn. t. — - 16 * 1’13 ^JJlDil NB« - 43 - 8 - tOI. ■ - — 5 2o.ll, lies 'NNUQ N V -O jrn. - 44 - 1 lies ynipo IN. - 45 - ig - -pon n i^'vrn. - — ' tf' 1 (v. u.) lies pipo N1.1 ’D. . - 50 13 lies i*Ba n vn yto. * 52 - 13 - , s 63 - 4 - IPIÖIJJFI. 67 - 6 - ruyi ] ^in , uni tsnity nm, - 69 14 - ib’san. - 71 13 - nbyQn , 13b nnbyan. - 24 - nmrib. s 75 - 16 - -iijn , nn1? iwu 78 - 7 - 310 nto NW. Die von Kimchi citirten Stellen des Chajug* finden wir alle in diesem Werke, nur einmal, in R. tp, führt er eine Erklärung Ch's an, die uns hier nicht vorliegt, ebenso fehlt die von Parchon in R. ODJ/ citirte Stelle. CH. selbst bezieht sich (S. 32 R. -tf#) auf eine zu gebende Erklärung, die wir ebenfalls nicht fanden. In "den Anmerkungen zu diesem Werke, wurde besonders auf die Schriften aufmerksam gemacht, in denen Chajug" citirt wird, dessen Erklärungen, besonders Kimchi sehr häufig anonym erwähnt. Ben Balam in seinem fropßn iDJJLD hat ganze Stellen aus Chajug" ausgenommen, ohne ihn zu erwähnen. Von diesem Grammatiker führt Dukes am Schlüsse seines Werkes alle seine Schriften aus, zu denen noch zwei grammatische Schriften hinzugefügt werden müssen, die Derenburg in der Pariser Bibl. anc. fonds Nr. 497 aufgefunden hat (Geiger Z. f. j. 18) Die in Raschr (Genes. 49, 24) vorkommende Erläuterung der targ. Paraphrase, scheint diesem Art. des Men. b. S. entnommen zu sein, wenigstens wäre die Ueber'einstimmung bemerkenswerth. die gesammte jüd. Kalenderberechnung. 696?! T. V. S. 408) *). Aus einer Stelle, die D. dort mittheilt,! geht hervor, daß B. B. Ln dem ^Zeitalter von R, Isaak ben ' Mat gelebt hat. f; Cme allgemeine Formel für die gesammte 1 jüdische Kalenderbereehnung. \ Von A. I. Slonimsky aus Bialystock in Rußland. Die sonderbare aber kunstreiche Einrichtung des jüdischen Kalenders, welche in ihrer Künstlichkeit wohl die einzige in der ganzen Chronologie ist, bietet dem Chronologen wegen der weitläuftigen Berechnungen und besonder» Ausnahmen viele Schwierigkeiten dar. Alle unsere Chronologen, welche diesen Kalender beschrieben und erläutert haben, mußten beim praktischen Gebrauch desselben nach der traditionellen und gewöhnlichen Weise die Berechnungen anstellen; welches aber nicht blos schwierig ist, wegen des Gebrauchs ungewöhnlich benannter Zahlen und der Hilfstabellen, sondern auch ungenügend, indem man dessenungeachtet nicht im Stande ist, das verlangte Zahr direkt zu bestimmen. Da es nämlich im jüdischen Kalender sechs verschiedene Iahreslängen giebt, so müssen erst die zwei aufeinanderfolgenden Neujahrstage gefunden werden, um die Länge des zu Grunde gelegten Jahres bestimmen zu können; welches die eigentliche Aufgabe des Kalenders ist. Auf noch größere Schwierigkeiten stößt man bei der Berechnung des jüdischen Kalenders in der christlichen Zeitrechnung. Die bekannte Formel, welche der Herr Prof. Gauß! zur.Berechnung des jüdischen Osterfeste aufstellte, hat ungeachtet der wenigen Ausnahmen, die sie verlangt, doch die oben ß erwähnte Hauptschwierigkeit nicht gelöset. Denn falls diese r Formel zur Berechnung des jüdischen Kalenders überhaupt angewandt werden soll, muß man die Osterfeste in zwei nach einander folgenden Jahren bestimmen, um dadurch die Länge s des verlangten Jahres zu berechnen. Dann muß auch noch der Wochentag des Neujahrs, von welchem manche Fest- und Fasttage, da diese oft verschoben werden, abhängig sind, mit i bestimmt werden. In der Khat lieftrt die vonHerrn Prof. Nesselmann j in Cr elle's Journal mitgetheilte Abhandlung über den j jüdischen Kalender, ungeachtet der sehr scharfsinnigen Entwick-! lung, den deutlichen Beweis von den auf diesem Gebiete sich j findenden Schwierigkeiten. Es verdient daher eine allgemeine Auflösung, welche sowohl nach der jüdischen als nach der christlichen Zeitrechnung bei jedem gegebenen Jahre leicht und unmittelbar-den ganzen Kalender des verlangten Jahres mit einemmale giebt, öffentlich mitgetheilt zu werden. Sie ist folgende. *) Nur mit einer Schrift ist das Verzeichniß zu vermehren, die andere aus S. Urbino von Dukes citirte ist falsch angegeben und fällt mit der ersten von Derenburg zusammen. Red.