Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1844
- Issue
- 43 (22.10.1844)
- Date
- 1844-10-22
- Page
- Spalte 681-682 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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681 Studien. Literarische Ztnalekten 682 nur das Schlagwort hebräisch ist, während wie Hier,- jede Erläuterung auf arabisch gegeben ist (S/ Nr. 25, 56, 66 bei Derenburg). Dukes hat diese Abhandlung bereits in der „Zeitschrift für dir Kunde des Morgenlandes" veröffentlicht, und hier einige Noten hinzugefügt, so wie auch manche frühere Irrthümer verbessert, wie z. B. die falsche Uebersetznng von Geiger rügt, hier S. 61 berichtigt wird. Mehre kleinere Verbesserungen^) hat Geiger (S. 324) angemerkt, und überhaupt mehrere lehrreiche Notizen gegeben. AuDerenburg's Notiz aus Iefet „nn p 1DD d •otd njJBl )niN non w «opon nw 'y te p jnß6n 'ül D^DD 'bö", bemerkt Geiger nicht mit Recht, daß Iefet hier Saad. misverstanden habe, denn S. vergleicht mit rnrfc), wie auch Dunasch im S. I. Nr. 140, auf den Geiger auch hinweist,, dieses Wort erklärt, wozu allerdings die Herbeiziehung aus der Mischna nöthig ist, so wie andrerseits der Talmud (33. Kama, 60 b) ,12^1 aus dem biblischen robs erklärt. Iefet scheint aber, wie I. E. z. St., rch mit sb zu vergleichen, wo alsdann das Beispiel aus der Mischna überflüssig wird. Zu Nr. 75 muß bemerkt werden, daß Parchon R. ^p&y eine andere Ableitung im Namen S's erwähnt. Dukes gibt uns hier keine Aufklärung, warum S. diese Sammlung. pynobN TDDD nennt, während doch 90 und von Dereb. 91 Wörter aufgezählt werden; daß hier, wie G.- vermuthet (S. 323 Anm. 3) Manches später hinzukam, ist sehr wahrscheinlich, - indem selbst dieser vorliegenden Sammlung von 90 Wörtern, aus Saadja's Kommentaren selbst noch manche hinzugefügt werden können, wie z. B. das oben genannte mt und — Die von Dukes (S. 38) hervorgehobene grammatischen Bruchstücke aus S's Werken finden sich in weit größerer Vollständigkeit bei Geiger (S. 282 ff.). (Beschluß folgt.) Literarische Analekten. I. In Bezug auf die früher (LB. Nr. 11 a. c.) mitgetheilte „Notiz im Talmud über die jonische Einwanderung 16) Richtiger ist Derenburgs Abschrift in Nr. 48, wo er WIpD und D. \\npD hat; was Geiger hierzu in einer Anmerkung bemerkt, ist von Kimchi s. v. (ben G. selbst citirt) im Namen Saadja's erwähnt. In Nr. 6. emendirt aber G. unnöthigerweise Weise 1^2 in da sich dieser Ausdruck doch wirklich in der Mischna (Iebamot, 98 b) findet, nur daß dort statt ivn , jrpnnbn steht, was bei der Sache ganz gleichgiltig ist und wohl ein Gedächtnißfehler S's sein kann. in Italien aus Kleinasien" ist zu bemerken, daß die daselbst ausgesprochene Vermuthung, daß der Talmud in den angef. Stellen die Erbauung Lavinium's oder Alba's meine, unrichtig scheint, denn im Midr. rab. (ad Cant,. 1, 16), wo sich dieselbe Erzählung vorsindet, heißt es ausdrücklich: „am Tage, als Salomodie Tochter des Faro Necho heirathete, kam der Erzengel Michael vom Himmel, schlug ein Rohr ins Meer, an dieses setzte sich Erde an, und so entstand — Rom ..... Nun wurde zwar Rom erst 753 vor Ehr. von Romulus erbauet, während die Verheirathung Salomo's wenigstens 1000 I. v. Ehr. fällt. Wenn man aber bedenkt, daß auch nach der Ansicht der meisten neuern Historiker Rom dazumals von Romulus nur renovirt oder richtiger zur Stadt gemacht, eigentlich aber schon viel früher gegründet wurde, so kann die Notiz die doch auch nur von der Gründung spricht — auch historisch richtig sein..... II. oni)DN. Rapaport erklärte diesen im Talmud oft vorkommenden Namen eines römischen Königs' für Annius Verus, indem er die erste Sylbe Ott als Abbreviatur von A—nniu—s nahm (Kerem Chemed B. III.) was Jost (s. S. 43) bestreitet. Rapaport sucht nun im neuesten Bande des Kerem Chemed seine Ansicht dadurch zu erhärten, daß er nachweist, daß auch im Griechischen solche Abbreviaturen (Zusammenziehung des ersten und letzten Buchstaben) gewöhnlich waren, wie man z. B. IHA für I6qu7)19 Kco für Kvqlco u. dgl. m. schrieb (s. Kerem Chemed B. VII, S. 206). Bemerkenswert!) scheint, es hier allerdings, daß diese Abbreviat.. auch im Arabischen gebräuchlich sind, und zwar werden da oft sogar zwei Wörter auf diese Art zusammengezogen, so daß vom ersten Wort nur der Anfangs-, vom zweiten nur der Endbuchstabe gesetzt wird, z. B. für J ^O/****- 0 Oj Os*-* I für u. dergl. m. (vergl. auch bei den Kabbalisten z. B. für j/n, d^D, TIN); ja oft wird von. einem einzelnen Worte nur der letzte Buchstabe geschrieben, wie £ statt ö statt cXaj und dergl. m. in. Die Beschneidung als Bundeszeichen. Daß die Beschneidung bei den Egyptern von Alters her gebräuchlich war, und Abraham sie nur für sich und seine Familie a n n a h m, nicht aber erst e i n f ü h r t e, ist längst bekannt und anerkannt. Der Grund aber, warum er eben diesem Gebrauche die Nebenbedutung, als rp‘"0“T)JN zu gelten, gab, scheint nur der zu sein, daß es bei den Alten Sitte war, jeden Bund durch Blut (das sie sich z. B. aus den Händel! träufeln ließen u. dgl. m.) zu besiegeln, und so sollte auch hier das bei der Beschneidung vergossene Blut Zeichen und Besiegelung des Bundes zwischen Gott und Abraham sein... aus welchem Grunde auch das Blut rVH^rtn heißt,