Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1844
- Issue
- 43 (22.10.1844)
- Date
- 1844-10-22
- Page
- Spalte 679-680 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Kritiken. Beiträge u. s. w. von Ewald und Dukes. 680 679 das sich aufhaufende Material ließ sich aber nicht auf bloße Notizen reduciren und so erwuchsen solche zu einem 12 Bogen starken Band, in dem die Abhandlung über Saadja acht Bogen einnehmen. Daß Manches hier wiederholt wird, was wir bereits aus Ewald's Mittheilungen kennen, mußte der vollständigen Darstellung wegen geschehen, damit wir ein ausführliches, abgerundetes Charaktergemälde der schriftstellerischen Thätigkeit des S. und der andern Grammatiker erhalten, die uns bis jetzt nur in zerstreuten Notizen vorgeführt waren.- Die historische Notiz von den alten Grammatikern, die Ibn-Esra im Vorwort seines Mosnajim giebt, wird von Dukes zu Grund gelegt und der Reihe nach deren literarische Arbeiten besprochen. Zuerst wird uns Saadja, das Haupt der Redner vorgeführt, wobei die vortreffliche Biographie Rapaport's und die Notizen von Munk das Hauptmaterial liefern. Es ist zu bedauern, daß Dukes Geiger's vortreffliche Abhandlung über S. (Z. f. j. Th. V. 263 ff.) nicht benutzen konnte. In einer kurzen Einleitung werden die weniger bekannten Zeitgenossen S's aufgestellt, unter denen wir den Karäer Menachem ben Josef vermissen (S. Delitzsch, Ez Chaj. 321; Geiger 1. c. 268) 14), sodann werden die Schriften S's unter folgenden Rubriken aufgestellt. 1. Werke talwuschen Inhalts. 2. Werke liturgischen Inhalts. 3. Werke philosophischen Inhalts. Von dem Ernunot we-Deot giebt Dukes, wohl nur für die christlichen Gelehrten, das ganze Inhaltsverzeichniß. In Hinsicht der von Dukes erwähnten Uebersetzung des E. W. von Berachja ha-Nakdcm^) haben wir .zu berichtigen, daß das Comp, des Em. 14) Dieser Menachem ben Josef ist der Meinung, pta und ünttf sti zwar gleich, nur sei jenes von hinten, dieses von vorn (Geiger I. c.), diese Ansicht hatte auch Menachem ben Saruk, der Dunasch ben LibrLt wie folgt widerlegt: Nin nDW pjy 1W1 m pvlli nmsi , pboi □’p^nnn twn py pjy nid nin jnn pjyni, naw ,n\j«npn D'iniDn oyiwin D’D3nn tyi pni vro^n bv np’bo. o nDNi , n'nptni mpm muj? ito iw rrncyn -pnn1? , na’rmi vfa hdn'pd nm [pN] 13 mi’ piDSH) * pDDH pioon 1’3 npDQJni n"f<! ip^>oi N1? iwi nN p^oi idjo nv'Nv3 np'bon b 3DW , win ]D nnp iNiani , .1^1123 nll'nvn r<^n nv'nw '3 , nvi^'Q nxin n3iw ■fp’yin tb wo nn'n UEin.bp dn 13 nn3Nt>D n1? wo nn’n w iqnE'i , mix antyi nv'NL' ^33 idin Nin iw3 rfrv iS nu’neo np^on nn’n lb 13 , iDNjpbi 'pncnm ,iniN p’pdi , ipölli ntsi 13 ttwi nx pbm idn Wir fanden irgendwo den Verdacht ausgesprochen, Menachem b. Saruk sei ein Anhänger des Karäismus gewesen (auf die Quelle können wir uns im Augenblick nicht entsinnen); unser Excerpt hierüber lautet folgendermaaßen: byiü itdt..dw irronDn norn n1? pnopamo ,obpm üinnn oybn n'Dyzh N'-rw *)n ntan pnan nttan onniDn , o'N-ipn mo mn# m bo DHID^DD DHNnin 15) Berachja muß schon vor 1240 gelebt haben, denn M. aus Cauzi erwähnt denselben in rrWT NND f* 87 b. von Ber. bei de Rossi Nr. 482 nicht identisch ist, mit der Uebers. desselben; jenes ist nur ein Auszug aus Saadja, gemischt mit den Meinungen anderer jüdischen Gelehrten als I. E., Maimuni, Bechaji, Gabirol undPacchon, dieses eine vollständige Uebers. des E. Eine Probe aus dieser Uebers. wurde im ersten Jahrg. des Zion mitgetheilt. Die Kapitelüberschriften weichen auch von der Tibbonischen Uebersetzung ab; so heißt der 8. Abschn. nnDH 'd, wodurch R's Vermuthung bestätigt wird, daß das besondere Schristchen unter diesem Titel, die Uebers. Berachja's des 8. Hauptstückes des E. W. sei. Wir besitzen dieses Schristchen nicht, um es mit der uns aus Heidenheirn's Nachlaß vorliegenden Uebers. B's vergleichen zu können. Der Auszug aus*dem rjHyD rowfln 'D in Sef. Chasidim (S. 612. 613) ist nach dieser Uebers. der 6. Abhandlung des E. W. entnommen, die ebenso mit den Worten beginnt: „□'131 'j ijdd nyotw n)önn jw idwi ütidn 11 y". Rapaport hat demnach auch hier das Richtige getroffen (Vgfl Anm. 26 seiner Biogr. S's). 4) Polemik gegen Karäer. Seit Trigland wurde über diese uns so nahe stehende Sekte und ihre reiche Literatur wenig geschrieben; erst in neuerer Zeit wurde derselben mehr Aufmerksamkeit gewidmet und ihre Schriften aus der Verborgenheit hervorgezogen. Delitzsch verdanken wir bereits die vollkommene Kenntniß ihrer Religionsphilosophie, und Jost, Munk und Geiger viele historische und literarische Mittheilungen. Auch Dukes theilt uns hier, von seinen in Leyden gesammelten Materialien zu einer Geschichte der Karäer, viele bemerkenswerthe Norizen mit, welche zum Theil mit Geiger's vortreffliche Abhandlung über die Entwickelung der Karäer und Saadja's Polemik gegegen dieselben, übereinstimmen (Z. f. j. Th. V, 264). Von S's polemischen Schriften gegen die Karäer blieben uns nur die Namen erhalten. 5. Sprachwissenschaftliche Werke. Unter dieser Rubrik werden sechs Schriften genannt, von denen fünf nur aus Citaten bekannt sind, das sechste hingegen TDDH ’nüQ1? „das Buch von den 70 Wörtern, die einmal in der Bibel Vorkommen, wird hier vollständig mitgetheilt. Auch vonDtrenburg liegt uns solches aus der nach einem Oxforter Manuskript veranstalteten Abschrift, vor (Geiger l. e. 317). Dukes spricht hier nochmals die Vermuthung aus, daß dieses, nur ein Quartblatt enthaltendes Werkchen, mit dem von I. E. erwähnten jrtritt 'D identisch sei (S. Orient LB. .1843, S. 660), für welche Meinung I. Esra's Bemerkung spreche, daß Saadja alle seine Werke in arabischer Sprache geschrieben habe,-bis auf drei, wovon eins das Jggaro'n; indem dieses Werkchen wirklich, bis auf die zuweilen eingeschalteten Worte „man sagt" hebräisch sei. Geiger findet jedoch mit Recht (S. .315) diese Vermuthung ungegründet, denn diese Hapaxlegomena werden nirgends unter dem Namen und nur unter dem Namen 'vn nw 'y citirt (S. das Citat auf Iefet bei Geiger 318 Anm. 1, Sefat Ieter, Munk not. 83); ferner kann man kein Werk ein hebräisch geschriebenes nennen, wenn