Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1844
- Issue
- 43 (22.10.1844)
- Date
- 1844-10-22
- Page
- Spalte 677-678 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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677 678 Kritiken. Beiträge u. s. w. von Ewald und Dukes. sieben Vokale auf drei Wrrzel, auf Schurek"), Chirek und Patach, R. Joria an. Ueberhaupt finden wir R. Jona's grammatische Ansichten und Expositionen bei seinen Nachfolgern anonym angeführt. So wird z. B. auch von Kimchi wie N^nn angesehen und noch aus andern Beispielen erläutert, daß es von nicht von rpn abzuleiten sei (S. Gesen. Lehrgeb. S. 432). ‘■jßyo (Pf. 69, 3) ist nach Kimchi (s. v.) ein passives Partie., nach R. Jona aber ein Namen, bei m&S'Q und “iLDpED stimmt er jedoch R. I. anonym bei, dem aber wieder I. E. entgegen ist.' Die Erklärung der Stelle vjtfif Dy inn (Hiob 40, 2) „Ist mit Gott zu hadern gute Sitte", finden wir bei I. E. „Nir\ “)D1D fnn ^N Dy D1NH Die bei R. I. sich findende Leseart (Pst 140, 9), welche wie Ewald bemerkt, Kenn, und De Rosst nicht haben, haben Kimchi (Michlol, 22 b) und Norzi (z. St.) in einer sehr alten Handschrift gefunden. Die Anmerkung Ewald's, daß unter der syrischen Handschrift, die R. I. erwähnt, eine palästinische gemeint sei, ist überflüssig, da Kimchi (1. c.) sie schon so nennt *-). Die Stelle über oin (S. 132) ist, so wie sie hier gegeben, unverständlich und unzusammenhängend mit dem vorhergehenden (Vgl. übrigens Zachot, 17 a). Ueber die Punktation des Wortes' nnniDNl (2 Sam. 1, 10) hat R. Jona eine lange Abhandlung, deren Unregelmäßigkeit, nach der hier mitgetheilten Lehre vom waw conversum, die aber sehr dunkel und ungenügend ist, berichtigt wird. I. E. und Kimchi z. St. und im Michlol, 62 d halten diese Punktation, so wie die des -pDNl (Ez. 16, 10) für regelwidrig, ohne die abweichende Ansicht R. Jona's zu erwähnen. Die sonderbare Ursache dieser ungrammatischen Punktation, welche Kimchi im Namen der croiDip und I. E. im Namen der rrfiDDH "WN erwähnen, ist bei R. Jona die Ansicht eines Ungenannten in einem nNniyDbN UNrD „Buch der Laute". Aus dem „Sendschreiben der Ausgleichung" d^to nwn^N (hebr. riN1l#n '□) wird nichts mitgetheilt. R. Jona's Hauptwerk rrpjrfcN DND3 „Buch der Untersuchung" (hebr. pnpn 'd) zerfällt in zwei Theile; den ersten Lheil nennt er 3NrC) „Buch der bunten Felder (hebr. ncpHPI 'D), welches von I. Jbn Tibbon ins Hebräische übersetzt wurde und sich in Paris Nr. 473. 490 befindet (Dukes 171). Der letzte jüdische Grammatiker, welcher dieses Werk erwähnt und benutzt ist S. Norzi im NND, was Dukes (S. 174) entgangen ist. Den zweiten Theil nennt er i^vrü „Buch der Wurzeln", "), welches Jehuda Barzeloni, 11) danach nennt Cholem, Schurek; vgl. Zachot a. A. „DlD^D )ÜW 'D 12) Es heißt daselbst: „puan ”1ND *0 DTO für* 'öbanv nnN iddd ^N\p mm idünsd n^i , n*r\ vyy xby po naon Nim , nn yop hdi rpnaurm ,'dWv n^dd m nw n^d nid v nm mm dw m tfDDip-iDD". 13) Ebenso theilt auch Kimchi seine grammatischen Werke Isaak Ha-Levi, Parchon und Sam. Jbn. Tibbon ins Hebräische übersetzt haben, die Übersetzung des Letzteren befindet sich im Vatican Nr. 54 (Dukes S. 172). Aus dem ersten Theil wird der wesentliche Jnhale der Vorrede mitgetheilt und von dem grammatischen Theile die Uebersicht der Hauptstücke und der vollständige Inhalt des Hauptstückes über die Vertauschung der Vokale unter einander, aus dem sich bei seinen Nachfolgern-wenige Spuren finden. Aus dem Wurzelbuche haben bereits Gesenius und Luzzatto (Kerem Chemed V, S. 34) einige Auszüge geliefert, weshalb es Ewald zu unserem Bedauern für überflüßig hält diesen bekannten Auszügen die seinigen anzuschließen. Der vorzüglichste Werth dieser Mittheilungen besteht darin, daß uns die sprachlichen Schwierigkeiten vorgöführt werden, mit denen die ersten Grammatiker zu kämpfen'hatten, auf deren Jrrthümer Ewald auch aufmerksam macht. Gegen die Ansicht mehrer Neueren geht ferner das hohe Alter der Punktation hervor, so daß schon zu Chajug's und des genauen Forschers Merwüns Zeit sich die Lehre von den Punkten fast völlig verloren hatte (S. 149). Der sprachliche und exegetische Gehalt dieser Auszüge ist für diejenigen, welche solche aus den jüdischen Quellen kennen, von untergeordnetem Interesse, und Ewald's Verdienst wäre hier auch zu erhöhen gewesen, wenn er mehr des Neuen geliefert hätte. Schließlich müssen wir noch eine unnöthige Emendation Ewald's (S. 87) zurückweisen, der die Worte imam (Deut. 1, 31) in 1312) verbessern will, wozu wir keinen Grund einsehen; denn ~)££/n ist hier das Ortsw-ort „wo" und der Vers bezieht sich, wie es auch der Accent beweist, zum vorhergehendem: „der Ewige wird für euch streiten, wie er es in Mizrajim vor eueren Augen gethan hat. Und in der Weitste (-mom), wo du sahst rpN*"!) u. s. w." Ewald sagt ferner (ibid.), daß IvpöD (Deut. 18, 8) statt imDYY zu lesen sei, welches allerdings richtig wäre, wenn man wie Chiquitilla z. d. St. dieses Wort vom Verbum rpü ableitet , während es richtiger von -pDD abzuleiten ist, was hereits I. E. z. St. bemerkt. Literaturhistorische Mittheilungen über die ältesten hebräischen Exegeten, Grammatiker und Lexikographen von L. Dukes. Zu den von Ewald im ersten Band mitgetheilten Auszügen aus den ältesten sprachlichen Werken, giebt Dukes literaturhistorische Notizen, die wie ein kostbarer Rahmen, Ewald's ausgestellte Bilder der Vorzeit noch glänzender dem geistigen Auge des Forschers hervorheben. Wie Dukes im Vorwort bemerkt, waren diese Blätter nur als Notizsammlung bestimmt, welche Ewald's Excerpte begleiten sollten; ein, der Haupttitel ist pyjp^ 'd, der erste Theil der zweite 'd, auf welche Weise sie auch von ihm selbst eitirt werden. 43