Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1844
- Issue
- 42 (15.10.1844)
- Date
- 1844-10-15
- Page
- Spalte 663-664 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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663 Studien. Der Bund Salomos. 664 Testamentum Salomonis. (Fortsetzung.) rO §5 lyd>yA6(.io8aiog %aXov[iai naqd ßqorolg' 'aal rj iqyaüia {iov loxl rd rovg vEovvjicpovg irtißovXeveiv [irj 6vjXjiiyrjvai, aal navreXcog a7to%coqi£co 8id noXXav GvftcpoQwv, aal yvvaiaav naqd'lvcov %itXXog depavifa, aal aaq8Lag dXXoico' £cpr\v ö' lyco avxdo jiovrj 6ov rj Iqyaöia eoxiv avrr\' 6 8h Xeysi (ioi 7t£Qiq)£QC0 dv8qoo7iovg £ig Xv66av (sic) aal dg oqstgiv' e%ovrag rag yvvaiaag avrtov * TtaXiv Big Irlqag Irlqcov dnlq%£6d'ai lv vvarl aal rjp.iqa' coGts aal rrjv djxaqrlav ImrEXsiv, aal dg cpdvovg IjiTtXavr\6£6d'ai' oqaiGa 8h avroo to ovojxa avqiov 2aßav& Xiycov' cpoßiiftipi rov ftdv ’Aö^odah, aal drei p,oi noLep ayylXfp aaraqyrj 6V 6 8h £cpr\ 8ia PaeparjX rov dq%ayylXov rov naqEörcoxog Ivcomov rov figovov rov fi-Eov' 8icokei 81 l^&vog rjTcaq aal %oXt]' htl (AVqialv(p dv&qctai ImaaTtVl^OjiSVa ' £7t£QCOVYj6a TtCtXlV lydd avrov jxrj aqv'iprjg an l[iovqfj(iam oxi lyco situ SoXojicov vtog Aavi8 ßaGiXlcog ’l6qar}X' drei fiOL to ovofia rov Ix&vog co 6v 6sßr]' o 8h Eeprj ovojiaxi yXavog} £vqi6K£xai lv rolg norapoig ’Ä66vqlcov * 8idri aal dg ladva rd fiIqrj aaransquioXevco * lyco 8h Xlyco nqog avrov’ ov8hv exeqov naget 6o\ JA6jxo8auo’ o öh egorj (xoi’ Inlorarai rj 8vvajxig rov &£ov, rov 8icc rrjg ladvov 6cpqayi8og 8£6fico6ag fis dXvxoig 8safxoig* oxi an£q eltcov 6oi äXt'i&rj di6i' 8lojxal 6ov ßaCiXsv 2oXö[icov {xrj (xe aaraiaqlvrjg Big v8coq* lyco 8h fx£i8ia6ag bItvov avreo' ^rj avqiog 6 &£og rcov Ttariqoov jxov, 6i8rjqa cpoq£6oo 6E, aXXa %al rov 7t7]Xov 7coirj6£ig, dg oXrjv rr\v %axa6%Evr\v rov vaov, ctvaxqißcov roTg no6i 6ov * nal l%lXev6a 8o'd'7jvai avx(p ölxa v8qiag cplquv v8coq' %a\ 8sivcog 6xlva£ag o 8al{icov rd neXsvad’lvxa (ioi %ax7^ yqa£sto * rovro 8h lTcoir\6a 8i6xi %al ra ixlXXovra 7j8£i 7tqoyvco6riKog äv, to yaXenov 8ai(xoviov, o u46{io8alog' nccl l8o£a6a rov ftsov Jyco 2oXop,cov rov 8ovxa [jlöi rrjv coepiav tco 8ovXco avrov * to 8h rjnaq rov lyd-vog nal rrjv %oX^v avrov (A£xd %aXapiov Orvqanog Xvcov InsKaiov rov ’Aap,o8aiov, 8ia rd Eivai avrov övvarov %a\ %arr\qydrca 8h avrov rj gjoqrjv og (sic) *) mnqla. Kal InaXeGa ndXiv Tcaqa6xrlvai (xoi £{XTcgo6d'£v rov BEEX^sßovX rov aq%ovra roov 8ai{iovicov %al Im- Ka&riGag ln\ ßiq[iarog lv8o%orlqov h'cprjv avxco ' ölttTL 6v (jiovog aqycov rcov 8ai{iovicov) o ök h'cprj (ioi 8ia TO [xovov [iE vftoX'rjcpd'rjvai rav ovqavicov ayylXcov Der Bund Salomo s. (Eine apokryphische Schrift, aus dem Griechischen übersetzt.) (Fortsetzung.)- Er bekannte mir: ich heiße Asmodäos bei den Sterblichen, und mein Amt-ist, den Neuverehelichten nachzustellen, daß sie sich nichr vermischen, und überhaupt stifte ich Zwietracht durch vieles Unglück, vernichte die Schönheit der Jungfrauen und entfremde die Herzen. Ich fragte ihn aber: ist dies dein einziges Geschäft? Er erwkederte mir: ich reize die Menschen zur Raserei und Wollust. Wenn sie auch ihre Weiber haben, bewirke ich doch, daß sie zu den Weibern anderer Männer gehen bei Nacht und bei Lage, so daß sie Sünde thun und zu Mord verleitet werden. Ich beschwor ihn aber beim Namen des Herrn Zebaot und sprach: fürchte Gott, Asmodäos, und bekenne mir, welcher Engel Macht über dich hat. Er antwortete: Rafael, der Erzengel, welcher vor dem Throne Gottes steht; zuwider ist mir aber die Leber und Galle eines Fisches, auf Tamariskenkohle geräuchert^). Ich drang weiter in ihn: verhehle mir kein Wort, denn ich bin Salomo, der Sohn , Davids, des Königs von Israel; sage mir den Namen des Fisches, vor welchem du dich scheust. Er sagte: Wels (ßyl&vog) ist sein Name und er wird in den Missen Assyriens gefunden, deshalb schweife ich auch in jenen Gegenden umher. Ich .spreche zu ihm: Hast du nichts mehr in deinem Sinne, Asmodaos? Er entgegnete: der allmächtige Gott, welcher mich durch das Siegel Jenes mit unlösbaren Banden gefesselt hat, weiß es, daß das wahr ist, was ich dir sagte; ich bitte dich, König Salomo, verurtheile mich nicht zmn Wasser. Ich lächelte und antwortete darauf: so wahr, als der Herr, der Gott meiner Väter lebt, ich werde dir Geräthe bringen, und du sollst den Lehm zubereiten zum ganzen Baue des Tempels, und ihn mit deinen Füssen treten; und ich ließ ihm zehn Wasserkrüge geben zum Wassertragen, und unter schrecklichem Stöhnen^ verrichtete mir der Dämon das Befohlene. Dieses habe ich gethan, eben weil er das Kommende vorausahnre und es voraussah, der böse Geist Asmodäos. Und ich Salomo pries Gott, welcher seinem Diener die Weisheit verliehen hatte. Die Leber des Fisches aber und seine Gatte löste ich mit ^Storaxhalm und säugte den Asmodaos, deswegen weil er zu mächtig war, und ihn die unerträgliche Bitterkeit zahm erhalten sollte. Und ich lies mir wieder den Beelzebul vorstellen, den Fürsten der Dämonen, setzte mich auf einen erhabneren Sessel und sprach zu ihm: warum bist du allein der Fürst der Dämonen? Er antwortete mir: darum weil ich allein ange- *) Randlesart: rj dcpoqrjrog. 13) Vergl. Buch Tobias 6, 20. „Und dieselbige Nacht, wenn du wirst die Leber vom Fische auf die glühenden Kohlen legen, so wird der, Dämon vertrieben werden". Wie überhaupt hier bei Vorführung des Asmodäos auf das Buch Tobias stete Rücksicht genommen ist. ‘ '