Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1844
- Issue
- 42 (15.10.1844)
- Date
- 1844-10-15
- Page
- Spalte 661-662 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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662 Kritiken. Beiträge u. s. w. von Ewald und Dukes.' 661 Die Citate aus S. bei I. E. und Kimchi (unter der Formel oWJin p “HIN DDN oder 3D1NH nyn) finden sich auch größtcntheils in den vorliegenden Mittheilungen (Dukes S. 89), und wo' I. E. keine andere Erklärung entgegenzusetzen hatte, nimmt er S's Erklärung anonym an. Zu den von Dukes (a. a. O.) .bemerkten Stellen dieser Art fügen wir noch folgende hinzu. 15, 4 DND) HD) S. „Wer sich selbst klein vorkommt, verächtlich"; I. E. 3i^p »313^ ONO) O.1 w'p. lbicl. jnfe Z-Dl-^) S. „einen erlaubten Schaden, wie wenn man sich ein freiwilliges Fasten auferlegt"; I. E. D)p idd TO) pfe. 22, 9. d *0 S. auf Gott, I. E. ID. 42, 7 rTlND1? S. „zum Besuche", I. E. npn1?. 48, 3 S. Memphis, I. E. w T1DD. 83, 14 S. „wie der Kehricht"; diese von Ewald nur als wahrscheinlich gegebene Uebersetzung des arabischen nfe-)2 findet sich von I. E. bestätigt, 'povin f]DU fein Dp' “mo 'rpn m 80, 4 3m ^’nnn, der Name eines Vogels, den Ewald in keinem Wörterbuche fand, I. E. todd N\n yvr ^yn nn s)* 84, 4 ^mon von 3pn *p, so I. E. 103, 26 ft prüfe S. „daß er in ihm spiele", I. E. O^n ^N Dttf iD). 126, 5 y~)]n -pD. S. „den Saamen- Beutel", I. E. jn?n IDt£W fen. Zuweilen sind auch I. E's Erklärungen nur gegen S. gerichtet, z. B. 7, 16 nr>JTO jh N) 370), S. „wenn die Frevler das Böse wollen", das D'y&n als Nominativ, I. E. D^yiin, byisn N'H jn D^pD DH. 18, 14 ojrpi S. „er überwältigt sie", das Mem als Suffix', I. E. □□□. 18, 15 33 S. „viel", I. E. -oy 7p. Eine besondere Eigenthümlichkeit von S's Uebersetzung der Psalmen und Hiob's liegt darin, daß er von dem poetischen Aufschwung und dem Uebergang des Dichters von einem Seelenzustand in den andern' keine Anwendung macht und Verse durch die gezwungenste Erklärung zusammengesetzt, die keine objektive Konnexion haben. Im Allgemeinen finden wir hier dieselben charakteristischen Eigenthümlichkeiten wieder, welche Munk (Notice sur S. 116, Anm. 5) in den andern Übersetzungen S's wahrgenommen hat, und auf die auch Ewald und Dukes aufmerksam machen. Das Buch Hiob nach Saadja, Chiquitilla und einem ungenannten Ueb ersetz er. Die Oxforter Handschrift, so beratet Ewald, ist ein Werk, worin ein unbekannter Gelehrter drei ganz verschiedene arabische Bearbeitungen dieses Buches zusammengestellt hat. In der einen Vorrede wird Saadja als Verfasser genannt, worauf eine kürzere folgt, in der deutlich ein späterer Er- 5) Von diesem Vogel giebt S. Duran in Magen Abot (S. 64 a) folgende naturhistorische Notiz: „niD'p 'j'fe Lm pnyo n d n 7 d 7 n ) 3m TO2 'D , m?rv »usn O')fen idd udd wp Drpjp rwfe d'üd pnn '“D-cniDU Dipo nrpnn wp , nnno D't'/pn D'p7nn nn-inn ppoo on& niD'pjni , “Tin hdj; n7p vbv ."jp7 pno DTinDNH JWälDl nrrfe klarer, der wie Ewald vermuthet, kein anderer als Ehiquitilla sei, weil der Schreiber einmal mvpDp) p fe‘p beigefügt habe. Wir finden auch wirklich viele dieser hier mitgetheilten Erklärungen von I. E. im Namen Chiquit. erwähnt, aber auch sehr oft werden beide Erklärungen anonym angeführt. I. E. schließt sich auch oft S's Erklärung selbst da an, wo sie Chiquit. ausdrücklich verwirft, wie z. B. 4, 21 p;j n7h DD D3fP S. „schon ist er mit ihrem Besten sammt ihnen aufgebrochen", d. i. hat ihnen die weltlichen Güter genommen. CH. verwirft diese Erklärung, weil nicht alle Menschen solche Güter hätten und faßt daher 3331 von den Nerven und Sehnen des Körpers. I. E. nnrp pD N)w PN DNpH PTO. 19, 25 faßt S. als einen Wunschsatz auf, so fügt auch I. E. bei, hinhd itti, 'nnNnn. 6, 17 mos) Din np. S. „welche zur Zeit ihrer Kalte verdichtet sind". CH. „bis wenn sie heiß werden sich verlieren." I. E. wie S. und fügt noch die talmudische Ableitung 3^)8, (6DpD3 DTO p\m hierzu an. Kimchi R. 33t führt diese Ableitung im Namen S's an, die wir aber nicht hier finden. Die Erklärung zu feru3 (4, 18), welche nach Gesenius (Thes. 382 bei Geiger W. Z.'f. L. V. 315) S. angehört, ist hier die Chiquit. So scheint, auch die Uebersetzung von CH. ,33^ 13 jfe DiTH (6, 20) „denn jetzt seid ihr geworden, als wäret ihr nicht gewesen", eher S. anzugehören, der sich, wie die chaldäischen Uebersetzer, nicht immer an die Masora gehalten; das S. übersetzt hier ebenso jwi p“D cm. Unter den 15 Wörtern, wo für i1? steht (Masora Levit. 3, 11) findet sich diese Stelle nicht, wird aber unter die abweichenden Lesearten der \v33p und \\’n)“lD gesetzt. Dukes hat (S. 83) diese Stelle übersehen. Im übrigen finden sich in diesen Mittheilungm aus dem Buche Hiob wenig fremde Lesearten. Auf die masoretifchen Punkte und Accente nimmt er auch hier wenig Rücksicht und strebt den richtigsten Sinn, unbekümmert um die Accente, wiederzugeben, wie z. B. die gelungene Uebersetzung von 17, 11 )pn) T))ül *afe „und meine Sorgen haben die Banden meines Herzens gelöst", die aber gegen die Accente verstößt. Von der dritten Uebersetzung theilt uns Ewald nur weniges mit, was wir um so mehr vermissen, da I. E. wahrscheinlich auch diese dritte Uebersetzung kannte, denn oft wird von ihm. neben der Erklärung S's und Chiquitilla's noch eine dritte angeführt; so finden wir z. B. neben der Erkl. S's und CH's zu 32)1 L7')1 0> 5) noch eine dritte : p nto N' □mp rro))". (Fortsetzung folgt.) 6) Diese Stelle lautet vollständig i£) NDCCH NDD 3I3D1 DTO 3DN (Ioma 78 a). Geiger verwechselt irrthümlich (Z. f. L. V. 315) diese ihm entgangene Stelle mit einer andern in Sabb. 134 a. 42