Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1844
- Issue
- 41 (8.10.1844)
- Date
- 1844-10-08
- Page
- Spalte 651-652 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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651 Studien. Literarische Ztnalekten. zur Folge, zog aber jedenfalls die kirchliche Straft der Ehelosigkeit nach sich u3)f und hatte noch zuweiten auf die Dotal-Rechte des Mannes Einfluß. — Wer möchte allen diesen Verfügungen die hohe Bedeutung für das Ethische absprechen? — Gewiß hat kein Volk des Alterthums mit seinen Gesetzen so viel Ethisches verknüpft, oder zu verknüpfen gestrebt, als die Hebräer. Wir könnten noch manche gesetzliche Bestimmung sowohl des ursprünglich mosaischen als des spätern talmudischen Rechts anführen, in dessen Hülle der sittliche Kern nicht schwerer herauszusinden wäre. — Und wenn uns auch alle Zeugnisse mangelten, so würde schon die Warnung vor Schande, mit der manches Gesetz begleitet ist (U4/n ^b wn rnjJin *0/ so wie die Hinweisung auf die Sitte U5) und auf die Versündigung des Landes p tö (14G O — ftN N"-Dnn bekunden, wie die Hebräer das Sittliche als die echte Blüthe des Gesetzes erkannt haben, und der Zweck desselben im Allgemeinen kein anderer gewesen ist, als die Veredlung des großen Kapitals der Persönlichkeit durch ethische Charakterbildung. Literarische Aualekten. Poetische Kleinigkeiten gesammelt von Leopold Dukes. I. "!|SD L3N ' rjaö .nisc^ itfu? niPj/DDi : ”DnV r>p7>!W rnw Aus dem „Omer Ha-Schikcha", S, 97 u, anonym. . ' II. R. J.chuda Arje aus Modena. * 'N'Ä “|Ö0 Plö; ist * 2H?]D2 >S;P 2nJ 2N i6 : vsi’p Po abü -rin;n4^' ab 143) Maimuni Hilchot Geruschim o. 11. §. 24. Eben ha-Eser e. 13. Eine ähnliche Strafe der Infamie setzte auch das römische Recht nach dem prätorischen Edikte und zur Zeit der Pandekten fest. (Paul. 1, 21. §. 13. Vat. Fr. §. 328. L. 15. Cod. ex■ quibus causis inf. iib. 2. lit. 12. 144) Leyit. XX, 13. Deut. XXIV, 4; 145) Genes. XXXIV,. 7. II Sam. XIII, 12. 146) Ibidem. - 652 nj nx/NyLH ]s : \ n?W * fisp’ t '2 yisnx iib 7jN‘ : 'P^n cjj nr£. ' p2KD>'s»?P bw ib '3 : ’pj Tj^nnnpi - n^pb cj? rvttöso '2! : 'pinN i:;? V'd? “in * v©“)i iib '2 TslN Np ’Ji v\ :i ’ipl ’S?'?? * i" 'p Hi i“ttf ]2p : 'pL'n b nj. 'LSN to nt * j£h“N -iib “P tsn.vjij; :■'»pn-nn^’jsnpn Aus der bereits früher angeführten Sammlung (LB. des Orients 1843, Nr. 50), welche sich in Hamburg, jetzt bei dem Herrn H. I. Michael befindet. Das ganze Gedichtchen ist eine andere Umschreibung des Bibelverses (Sprichw. 30, 8) ip pD k Y^ljn H'SO. , III, }D;Tm nipDp IT?]iDNN DN : 'Ä — nfrg? mriV yiössP ' ’“N jipi J?pk? 12 HSO? 1PJ32? : — '^1 — i*ji}>2 ip G>ri\ ni'N2 Aus dem nrwn "iD^ S. 11. Der Sinn dieses Verses ist übereinstimmend mit dem talmudischen Ausspruche zu der Bibelstelle: n^n >TCn, welches der Talmud kommenLirt: n&yyn biz b"n atwb)3\.— Das deutsche Sprichwort: „Wer sich selbst hilft, dem hilft auch Gott" drückt dasselbe aus. — Zur Geschichte der Judenverfolgungen» Im vorigen Jahrgänge des Orients, Col. 270 ff. habe ich eine Grabschrift mitgetheilt, welche auf dem jüd. Gottesacker der mährischen Stadt Ungarisch - Br o d sich findet, und die von dem Eindringen und den Grauelthaten einer mörderischen Horde am 20. Lammus 5443—1683 (welcher Lag noch gegenwärtig von der Ungarisch-Broder Gemeinde durch Fasten und Lrauerlieder ausgezeichnet wird) erzählt. Der ausgesprochene'Wunsch, dieses Faktum möge historisch näher begründet werden, blieb bis jetzt unerfüllt. Ich theile daher dm Lesern mit, was ich eruirt. Von gleichzeitigen Leiden der österreichischen Juden sprechen nach andere Zeugnisse. Jakob Emden erzählt in der Biographie seines Großvaters (Measef, 1790. S. 88): p-m ~pyn .Tu6j bnpn b nV xppn 'wjnd (ßuda, Ofen) phnyn1? Dr^.m ,)mn Dwimb , vwpn opn