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Der Orient · 1844-09-17 · 38 (17.9.1844) · p. Spalte 603-604

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Journal
Der Orient
Volume
1844
Issue
38 (17.9.1844)
Date
1844-09-17
Page
Spalte 603-604 (sequence 6)
Language
German
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Er antwortete mir im Zorn: aber wie soll ich dir antworten, da du eines Menschen Sohn bist, ich dagegen der Abkömmling eines Engels durch die Tochter eines Menschen? daher ist dies kein stolzes Wort von einem Himmelssohn gegen einen Staubgebornen; weshalb auch mein Gestirn am Himmel leuchtet, welches die Menschen den Wagen, andre den Schlangensohn nennen. Ich bin mit diesem Gestirn befreundet; frage mich deshalb nicht viel, weil auch dein Reich in kurzer Zeit zerreist und dein Ruhm nur von geringer Dauer ist. .Ein wenig wirst du uns mishandeln und wir werden wiederum eine Weide an der Menschheit haben, so daß sie uns wie Götter verehren werden, ohne daß die Menschen die Namen der uns gegenüber gestellten Engel kennen. Da ich Salomo aber dieses hörte, fesselte ich ihn noch sorgfältiger, und ließ ihn mit Riemen (ßovvovgoig) peitschen, ihn sich jedoch vertheidigen, wie er heiße, und was seine Verrichtung sei. (Fortsetzung folgt.) Kurze Anzeigen. 61) Kalender und Jahrbuch für Israeliten auf das Schaltjahr 5605. Mit Beiträgen von M. Barach, Dr. L. A. Frankl, Abraham Kohn, Dr. M. Letteris, Dr. L. Philippson, S. L. Rapaport, Dr. M. Rappaport, Dr. M. Sachs, , Dr. G. Salymon, L. Stein, M. E. Stern, I. Wertheimer, Dr. W. Wessely, Dr. L. Zunz. Herausgegeb. von Isidor Busch. Dritter Jahrgang. n''XI, Wien, 1844. kl. 8. von Schmid und Busch. Der unzweideutigste Beweis für die Zeitgemäßheit dieses Jahrbuches, das nunmehr seinen dritten Jahrgang angetreten, ist sein Fortbestehen, und die hinzugekommene literarische Theilnahme der HH. Kohn, Rapaport, Stein und Wessely. Allein so schwierig die Redaktion eines Jahrbuches für Juden ist, in eben diesem Maaße hat eine unparteiische Kritik mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Der jüdischen Tagespresse^, zu der auch ein Jahrbuch im weitern Sinne gehört, ist es bis jetzt noch nicht gelungen, die Lesewelt zu gruppiren, um sich an eine bestimmte Gruppe wenden zu können. Ihr Publikum ist das bunteste und aus den verschiedenartigsten Theilen zusammengesetzte; sie muß, so fern sie nicht untergehen will, ihr Material aus verschiedenen Gebieten und Feldern sich holen, muß den Anforderungen und Wünschen eines aus heterogenen Elementen bestehenden Leserkreises auf eine vermittelnde Weise zu genügen suchen und hat darum eine der schwierigsten Redaktionsaufgaben zu lösen. Diese äußern, bis jetzt unbesiegbaren Hindernisse müssen auch ein Jahrbuch in der Annahme eines bestimmt ausgeprägten' Charakters, so gut auch der Wille der Redaktion sein mag, stören. Ein blos auf. historischem, oder belletristischem oder jedem andern abgeschlossenen Gebiete sich bewegendes Jahrbuch, müßte an dem tadelnswerthen Jndifferentismus der jüdischen Masse — und zur Masse gehören gar Viele, die sich höher dünken — zu Grunde gehen. Von diesem trüben Gesichtspunkte aus ist auch die Kritik genöthigt, ein jüdisches Jahrbuch mit einem besondern Maaßstabe zu messen, wenn man sich auch gestehen muß , daß Hr. Busch , mit jedem Jahre bestrebt ist, das Jahrbuch seinem eigentlichen Zwecke: zu unterhalten und zugleich den Sinn für jüdische Geschichte anzuregen, immer näher zuzuführen und die Winke der Kritik sorgfältig zu benutzen. So finden wir in dem diesjährigen Kalender, der alle jüdischen an paffenden Beilagen übertrifft, die jüd. Monatsnamen nach den Bemerkungen des Dr. Fürst richtig umschrieben, obwohl noch immer zu rügen ist, daß Kislaw für „Kislew" steht, und Low und, Schwa mobile auf eine ungleichmäßige Art umschrieben sind. Doch zur Besprechung und Jnhaltangabe des Jahrbuches. 1) Rückblick auf das Jahr 1843. Von Dr. L. Philip pson in Magdeburg. Dieser Rückblick nimmt mit Recht die erste Stelle des Jahr-

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