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Der Orient · 1844-09-17 · 38 (17.9.1844) · p. Spalte 599-600

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Journal
Der Orient
Volume
1844
Issue
38 (17.9.1844)
Date
1844-09-17
Page
Spalte 599-600 (sequence 4)
Language
German
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399 600 Studien. Das Testament Salomo's. (Moöv ysvvaiav ini yrjv naQ&ivmv’ rat £adi<p xixlrjxat rovtovg dnonvtya, si fMj öe xal invmtixbv dg TQSig ■ (iOQ(pi'S (iBTaßdXXOfJiai OTZOTCtV 01 äv'd'QCQTlOl ’iq%(ovtca <ti imd'viiictg yvvctixcbv iya (i£Ta(,iogg)OV(Alai Big d'rjXv evxoGfiov, xal aTcro^ivov piov oi ccv&qcotcoi naß? 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Als ich Salomo den Namen des Erzengels vernahm, betete ich und pries Gott, den Herrn des Himmels und der Erde; drückte jenem ein Siegel auf und beorderte ihn zur Arbeit bei den Steinen, die Steine am Tempel zu behauen, welche durch das arabische Meer herbeigebracht wurden, und daselbst am Ufer lagen. Da er aber Scheu vor dem Eisen hatte, spricht er zu mir: ich bitte dich, König Salomo, laß mich frei, ich will dir auch alle Dämonen herbeifordern. Da er sich also mir nicht unterwerfen wollte, bat ich den Erzengel Uriel, welcher vom Himmel herab zu mir herniederstieg. Und der Engel befahl den Ungeheuern des Meeres, aus der Liefe herauf zu kommen. Diese Schaar der Liefe versetzte er auf das Land, die nun den unbändigen Dämon bezwang und den mächtigen und kecken Geist Ornias nöthigte, die Steine zum Tempel zu behauen. Also pries ich Salomo Gott, den Schöpfer Himmels und der Erde, befahl dem Geiste Ornias, mit seiner Schaar zu erscheinen, und gab ihm das Siegel mit den Worten: gehe hin und bringe mir hierher der» Obersten aller Geister. Ornias nahm den Siegelring und ging zu Beetzebul, der das Reich über die Dämonen inne hat. Er sprach zu ihm: Salomo läßt dich rufen. Beelzebul vernahm es und erwiederte: sage mir, wer ist dieser Salomo, von welchem du sprichst. Ornias aber warf den Siegelring dem Beelzebul an die Brust und sagte: der König Salomo läßt dich rufen. Und Beelzebul schrie auf mit lauter Stimme und schleuderte eine große brennende Feuerflanune von sich, stand auf und folgte dem Ornias. Er kommt zu Salomo. Als dieser den Fürsten der Dämonen erblickt, lobte er Gort den Herrn, den Schöpfer des Himmels und der Erde und sprach: gepriesen seist du, Herr, Gott, Allmächtiger, der du deinem Kinde Salomo die Weisheit, die Genossin der Weisen, gegeben, und alle Gewalt der Geister mir untergeordnet hast. Und ich fragte jenen und sprach; sage mir, wer bist du? Der Dämon antwortete: ich bin Beelzebul, der Herrscher der Geister. Alle Geister stehen mir zu Diensten und zu Gebote, und ich bewirke die Erscheinung eines Jeglichen derselben. Er versprach mir aber, die unreinen Geister alle zu mir gefangen zu führen; und ich pries wiederum den Gott des Himmels und der Erde und dankte ihm allewege. Ich verlangte vom Dämon nun zu wissen, ob es unter ihnen auch weibliche Dämonen gäbe. Als er dies bejahte, äußerte ich gegen ihn, daß ich auch sie kennen zu lernen wünsche, und alsbald entfernte sich Beelzebul und brachte mir die Onoskelis,0), eine Frau von sehr schöner Gestalt, *) Eine Lücke im Texte. Am Seitenrande: rqavxov dTibg ravtet. 10) ovocheXlq, eigentlich Eselsfüßige, kommt sonst in der griechischen Mythologie vor, bei Aristophanes und Lucian. Auch Empusa genannt. Sie erschien in der Begleitung der Hekate. Vgl. Stephanus: Thesaurus. Die Annahme von der Existenz weiblicher Dämonen war im Alterthum ziemlich allgemein, besonders im Orient, im nahen und fernen. Die jüdische Sage anlangend, so spielt besonders die Lilit, die schon Ies. 34, 14 vnrkommt, eine bedeutende Rolle. Es heißt: sie sei Adam's erste Frau gewesen, sei aber nach einem mit ihm gehabten Zanke mittelst des Schem Ha-Meforasch durch die Lüste davongeflogen. Ferner heißt es, sie habe mit Teufeln Umgang gehabt und sei die Mutter der Teufel. Neben ihr sind noch die

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