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Der Orient · 1844-09-17 · 38 (17.9.1844) · p. Spalte 595-596

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Journal
Der Orient
Volume
1844
Issue
38 (17.9.1844)
Date
1844-09-17
Page
Spalte 595-596 (sequence 2)
Language
German
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595 Studien. Das Testament Salomo's. 596 Kal ISov oIkovö(aov(aevov zov vaoy Ttöksag cIe- Und siehe, als der Tempel der Stadt Jerusalem erbaut goGokv(iav, Kal igyafyiisvav zav ts%vizäv ev ctvzoig wurde und die Arbeiter eben daran beschäftigt waren, kommt BQiBxai o ’Ogviag zö öai(ioviov Kazd zag rjktov öegbei Sonnenuntergang der Geist Ornias'^) herbei und nimmt fiag (6vG(iag'i)9 Kal skd(ißavs zu rj(uGv xov fußdov dem. Oberaufseher') des Baues, einem braven Jüngling, den zov 7tgazo(AaiGzogog naidagiov ovzcog Kai za ^(ugv halben Lohn hinweg, und ebenso die Hälfte seiner Kost) überoizia‘ ezi Kal zov avzl%siQa xrjg ÖE^tag avzov %siqog dies sog er, von jenem Tage an, an dessen rechtem Daumen, s&fjkafev acp EKaGzrjg rj(isgag * Kal ikETcxvvEzo zo so daß dieser Jüngling, zu welchem der, König eine sehr naiödgiov, onsg r)v dya7td(i£vov Ttagd zov ßaaikiag große Liebe hatte, immer magerer wurde. Der König Sanavv, 0 ös ßaoiksvg 2oko(iav 9 KaksGag fua zcov lomo rief denselben eines Tages, fragte ihn und sprach: o](A£gdv zov Ttalöa, E7t£gdxr\G£v avzov kiyav ov%l Liebe ich dich nicht vor allen Andern, welche an dem Tempel nagd Ttavzag zovg xsyyixag zovg igyagofAEVovg iv za Gottes arbeiten? ich gebe dir den Lohn doppelt und doppelte vaa zov ftsov, ge ayand ] öiöovg Goi iv öncka zovg Kost; wie wirst du doch täglich und stündlich magerer? Je- (UG&ovg, Kal za Gizia öutkaGiov 7tdg icp EKaGxyg ner sagte zum König: ich bitte, König, höre, was'geschehen vj(iiqag xs Kai ägag ksTtxvvYf zö ös naiöagiov Etpri ist und was sich mit deinem Diener zugetragen hat. Nach- Ttgög zov ßaGikia" ösopai aov ßaGikEv' aKovGov zd dem wir Alle von der Arbeit am Tempel Gottes entlasten Gvfißavza Kal oGa e%ei zö Ttaiödgiov, Mezd zö waren *), nach Untergang der Sonne, als ich ausruhen wollte, aTtokv&ijvai rjiidg Ttavzag a7tö zov sgyov zov vaov kommt einer der bösen Geister und nimmt mir die Hälfte zov deov' [i£za rjkiov ösofidg (övGfAag?) iv zcÖ dvameines Lohnes hinweg; auch die halbe Kost. Nachher ergreift navEGftal fioi (sic), sg%£zai ev zdv Ttovrjgdv dai(ioer auch meine rechte Hand und saugt an meinem Daumen, viav %al dcpaigei aV i(iov zö rj(uGv zov (aig&ov und siehe, meine Seele ängstigt sich und mein Körper verf.lOV-Kctl zd tffUGv Gizia, slza kapßdvEi Kal zr\v fällt täglich. Und ich Salomo, nachdem ich dieses vernom- ÖE^idv (iov %eiga Kal d'rikd&i zov avzUsiga fiou’ men, begab mich in den Tempel Gottes, und flehte aus gan- Kal iöov ®kißo[i£vri (iov 'ipvxv * vurw vö Gd(ia zer Seele, Tag und Nacht, daß mir der Dämon in die Hände (aov ksTtzwEzai Ka& £KaGzt]v ri(i£Qav *■ kcu zavza geliefert werde und ich ihn unter meine Gewalt bekäme; aKoyGag iyd Uokofidv stgyk'&ov sig zov vaöv zov lmb während ich betete, geschah es so. Es wurde mir vom &eov9 Kai EÖErjd't]v ek okrjg (iov xrjg tyv%rjg 9 WKzog Herrn Zebaot durch seinen Erzengel Michael die Gnade zu Kai rj(iEQag, ortag Ttagaöod'rj (ioi o öaifiav stg %£i- Theil. Dieser brachte einen Ring aus kostbarem Stein gag (iov Kai E^ovGiaGa avzov Kai syevEio ev za wir eingegrabenem Siegel und sprach zu mir: einem König TCQogsvxsG&ai (ioi (sic)* EÖod'r} (ioi naga kvqiov Salomo, Sohn David's, das Geschenk, welches dir Gott der Zaßaaö %dgig öid Mi%ar)k zov dgiayyekov avzov v Herr Zebaot übersendet, und du wirst alle Geister der Erde, öaKzvkiöiov syav Gtpgaylöa ykvcprjg ek ki&ov zi(iiov männliche und weibliche, dir unterwerfen. Mit ihnen mußt Kai sitze (ioi' kaße Zokopav ßaGiksv viog 4aßiö9 bu Jerusalem aufbauen, und dieses Siegel Gottes mußt du errclex p86ucl6piA-rupbu8 lom. I. p. 1047 8^. mitgetheilt. Neuerdings hat Herr Professor Fleck in Leipzig dasselbe aus einer Handschrift der königlichen Bibliothek zu Paris mitgetheilt, und seinen „theologischen Reisefrüchten (/Vneeücrtu, Lipsiae, Barth 1837)" einverlcibt. Hieraus ist hier zum ersten Male eineUebersetzung gefertigt. Hr. Prof. Fleck bezeichnet die Schrift als ein Denkmal der byzantinischen Zeit und Fabricius versetzt sie in die späteste Periode des alten Griechenthums, also etwa um das Jahr 1000 n. Ehr. G. Ga ulmin erwähnt in seiner Ausgabe des Michael Psellus das „Testament Salomo's" öfter; er kennt es natürlich nur als Manuskript. 4) In Wermuthungen, wie Salomo wohl den bewundernswerten Bau des Tempels möge bewerkstelligt haben, scheint sich überhaupt die alte Sage gefallen zu haben. So soll er zum Behauen der Steine am Tempel, nach einer andern Relation, als diese hier ist, sich des Wunderwürmchens Schamir bedient haben, das er aber ebenfalls erst durch Zauberkünste herbeicitiren mußte. Wgl. Horst's Zauberbibliothek IV, 353. 5) Gute Engel und Dämon,n stehen hier einander gegenüber. 6) Im Allgemeinen sei bemerkt, daß über die Namenbedeutung der in dieser Schrift vorkommenden Dämonen sich nicht viel Bestimmtes ausmitteln läßt. Fleck sagt in seinen Prolegomenen zu dem Werkchen, es seien diese Namen weder orientalisch, noch occidentalisch, sondern freie Gebilde der Phantasie, er habe sich vergebliche Mühe gegeben um ihre Erklärung. Jedenfalls ist der Werft des Testaments mit chaldäischer und griechischer Dämonologie zugleich vertraut gewesen. Ornias scheint sonst nicht weiter vorzukommen. 7) Im Original steht hier 7tQazo(iai6zoqog, Nominativ TtgcoTOfiatGTcoQ für ngcozofiayiGzcog, Ttgazupayiczog, eine vox hibrida, die nur bei den Byzantinern vorkommt und an die man sich allenfalls halten kann, um über die Abfassungszeit der Schrift weiter nachzudenken. Dgl. Du Fresne. *) Hier im Texte ein Kolon. Es möge hier die allgemeine Bemerkung stehen, daß die Interpunktion des Originals gar nicht beobachtet werden konnte, da diese auf die auffallendste Weise gegen jede auf bestimmte Grundsätze basirte Abzeichnung der Satztheile verstößt. 8) Ringe und Steine spielen in der magischen Kunst eine bedeutende Rolle, man erinnere sich nur der Abravassteine und Ringe. Siehe Horst's Zauberbibl. 11, 64.

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