Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1844
- Issue
- 38 (17.9.1844)
- Date
- 1844-09-17
- Page
- Spalte 593-594 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Frteralurblatt des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur. M 38. Leipzig, den 17. September 1844. Inhalt. Studien. Der Bund Salorno's, eine apokryphisilie Schrift, Griechisch und Deutsch. Zum ersten Male durch den Druck veröffentlicht. — Kritiken. Kurze Anzeigen. Wiener Kalender und Jahrbuch für das Jahr 5605. —Literarische Ankündigungen. Testament hui Salomonfs. dtad-qm] Solofxcovxog vlov .davtö, og eßaGiXsv- GSV £V 'iSQOVÖCtXTlp KCU EXQIXXTjGSV '/tat V7t£Td^E TlCtVtcov dsQicov, irciyslcov %a\ Kuxcty&ovitöv 7tvsv{juxxcöv * Sl (OV KCtl TlCLVTCt Tß £Qyd TOV VCtOV TOt VTtSQßdXXovra 7C£TtoLr}%w %a\ xivsg al e^ovgLcll avxcov Kaxcc av- 'd'QCJTtav* kcu 7tccqa nolcov dyyiXtov ovtoi o£ 8cti^oveg mrctQyovvTcu Tov GOCpOV 2o X OfKO vr o g EvXoyrjxog sl kvqie o 'Q'sog, o öovg too IZoXoficovxi xoictvx^v s^ovöiav * öol do£a Kal KQaxog sig tovg alcovag Der Bund ‘) Salomo s2). (Eine apokryphische Schrift aus dem Griechischen übersetzt.) Der Bund Salomo's, des Sohnes David's, welcher König zu Jerusalem war, und welcher beherrschte und sich unterthäm'g gemacht hatte alle Luft-, Erd- und unterirdische Geisterz durch welche er auch den ganzen herrlichen Bau des Tempels zu Stande gebracht hat*); ses wird gezeigt^ welche Macht über die Menschen ihnen beiwohnt, und von welchen Engeln diese Dämonen 5) unschädlich gemacht werden. — (Der S?unb] d es weisen Salomo; Gepriesen seist du, Herr und Gott, der du dem Salomo solche Gewalt verliehen hast; dir sei Ruhm und Ehre in Ewigkeit! Amen. j 1) Urkunde, Gesetz oder Hinterlassenschaft, in der guten Lehre bestehend, daß man den Monotheismus nicht ver-! lassen solle, wodurch man, wenn man ihm früher gehuldigt, der Verächtlichkeit verfalle. Diese Tendenz der Schrift ist in den j letzten Worten derselben ausgesprochen.. j 2) Natürlich singirt. Salomo mußte schon in sehr früher Zeit den Geisterbeschwörern seinen Namen als Autorität f zur Beschönigung ihrer Kunst (Geisterbeschwörungen machen nämlich größtentheils den Inhalt der hier in Original und Ueberjj setzung mitgetheilten Schrift aus) leihen, wie aus einer sehr sprechenden Stelle des Josef (Alterth. 8, 2. 5) hervorgeht.! Es möge einiges Wenige aus dieser Stelle des Josef hier einen Platz finden (nach Horst's Übertragung, Zauberbibliothek,! Theil 2. S. 379) : „Der König Salomon war der größte Philosoph, der über alle Dinge philosophirte, und die vollkommenste Kenntniß aller Eigenschaften derselben belaß, 1 Kön. 4, 29—34. Diese Gabe war ihm von oben herab geschenkt worden, zur Wohlfahrt der Menschen, denn sie ist von großer Wirkung und Kraft gegen die Dämonen. Er bereitete auch allerhand Zaubermittel, wodurch Krankheiten geheilt und vertrieben werden, hinterließ schriftlich mehrere Beschwörungsformeln, vor welchen die Teufel, wenn sie solche hören, sich dermaßen fürchten, daß sie auf der Stelle weichen, auch niemals wiederkommen. Und diese (Salomonische) Manier, Teufel wegzubannen ist sehr gemein u. s. w." — Aus der Art, wie Josef erzählt, erhellt, daß auch dieser Gelehrte der Meinung nicht abgeneigt war, Salomo sei wirklich legitimer Ahnherr der Geisterbeschwörer gewesen. Auch später wurden dem Salomo in das Gebiet der Magie einschlagende Schriften untergeschoben, von denen die Claviculae Saiomonis und der Circulus Saiomonis die wichtigsten sind. 3) Hat viele Aehnlichkeit mit dem Buche Henoch, von welchem es vielleicht eine Nachbildung ist, nur daß sich dieses in einer niedrigern Sphäre bewegt, und das Dämonenwesen geradezu in den Vordergrund stellt. — Das Buch „der Bund Salomo's" ist früher nie vollständig gedruckt aewesen. Nur einzelne unbedeutende Bruchstücke hatte Fabricius in seinem 38