Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1844
- Issue
- 32 (6.8.1844)
- Date
- 1844-08-06
- Page
- Spalte 501-502 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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501 Studien. Literarische Unalekterr. 503 wiesen haben — sind auch für ihn die Hauptmittel, den hebr. Sprachschatz zu erläutern, wo die Analogie fehlt. Es sind dies allerdings bedeutsame Quellen, die obwohl schon vielfach benutzt, immer noch nicht erschöpft sind und Manches ist noch gar nicht benutzt, denn nicht nur ist der talmudische Sprachschatz selbst noch sehr vieler Ausbeute fähig, sondern die in demselben enthaltenen fertigen Exegesen sind vielfach zu benutzen oder-wenigstens zu beachten. Weniger benutzte Parchon das Arabische, welches, da derselbe ein geborner Araber und diese Sprache seine Muttersprache war, allerdings etwas befremdlich ist. Es ist bemerkenswerth, daß Parchon manches Wort aus dem talmudischen Idiom erklärt, welches schon im Talmud selbst sich findet"), oder zuweilen als die Meinung eines einzelnen angeführt und im Allgemeinen verworfen ist"). Dieses zuweilige Uebersehen theilt Parchon mit Saadja und Iehuda den Koreisch, und soll hier keineswegs als Vorwurf ausgesprochen sein. Es findet dies in der Anordnung des Talmuds und in der großen Zerstreutheit, worin sich solche Stellen im Talmud und in den Midraschim finden, ihre volle Entschuldigung. Oefter streift er in Erklärungen, die im Talmud sich ausführlicher finden lS|, ja er widerlegt oft ältere Schriftsteller, die eine talmudische Erklärung für sich haben"), welches, wenn in dem Augenblicke, als er dasselbe niederschrieb, ihm diese talmudische Stelle gegenwärtig gewesen wäre, er es zu bemerken gewiß nicht unterlassen hätte. Oester sind recht passende talmudische Erklärungen gänzlich übergangen. Dies alles zusammengenommen beweist, daß auf diesem Gebiete noch Manches zu thun iffc17). (Beschluß folgt.) 13) Vergl. z. B. Art. >an sipl H1D1 bün, welches sich schon im I e r u s ch a l m i Taanit El. 9 a findet: ton rux hon NW ^on '<m xnpi. n#D vgl. vnn hdn Bl. 56 b zu ijn&'D1!, wo wir lesen 'urnfiS'DJtfi' nDNlD. böD in (Psalm 78) wird im Ialkut Psal. 819 mit gegeben und hinzugefügt Tissy wtt nid ^DD DDT. 14) Vergl. Kvt. wo zu noch eine Auslegung Dipn Upt gegeben ist, welches sich schon im Talmud Chulm, findet und verworfen ist, indem wir lesen Dp:m.y dn?nonij;nw’in in^inm n:u nn nP 15) Vergl. z. B. den Ton rpw zu nnnn, wo wir 4 Worterklärungen lesen. irrm n"-q nnoi ndnn^ Nwn ' d' ny WQ tpv n‘Sd »insi nnv) nS i'dd k n'S nrun nny rnn Nin o nid rwbw njn-m ■♦[ruirp nuno py] ^nn -m ddd tsnn NumDNnn. 16) Vergl. Art. rpy, wo es heißt nDN O;jnn DDHJ1 wnn nP p uwi * juyn rra ('n 'n nnDi) hdv n^io rbbx nt>ao. Ehaj u g' hat hier den Wajikra Rabba für sich (S. 131 a).? HDy \S’D vn Dy nb-lD D’Qniyn p nriN -icn nun tod. Auch die chatdäische Uebersttzung giebt es so NN7D n^.w. Vergl. Kimchi Lexikon Art. py. 17) Hier wären der Beispiele in Menge anzuführen. Wir begnügen uns folgende anzuführen. Literarische Analekten. lieber eine Stelle im Josephus. In Nr. 26 dieses Literaturblattes lesen wir unter der gleichlautenden Ueberschrift (S. 407) Folgendes: „Jos. Bell. Iud. 1, c. 31, 4 heißt eß: 'Eni zovzocg hccI Bu&vXXog dg zovg £Xsy%ovg (geg<n den Antipater) avvedgufiBv, 7] xelsvxccla n lax cg zcqv'Avz in dz g co ß £ ß OV l £V fl £ V (OV m 7\V fltV yCCQ U7l£l£V&£Q0g CfVXOV. Kofii'gcav §£ iyA£v ällo örjl7]z7]gtov, lov g d a n i d cov, Hai %vlovg bzbqcov £gn£zcov, iv £c x0 ngcozov clG&evrjor] (pdgfiay.ov, zovzco ÜPegcogag fi£zd xijg yvvcauog onliacuxo hclxu xov ßaaclBcog. Und c. 32, p: Ovagog Ö£ H£l£vaag dnoloyuaQ'ca xov Avzinazgov, %al cog ovÖev nX£ov, Iv.BVvog dncov 7] ,fts6g £6x1 fioc xov fi7]d£.v adiHEiv fidgzvgil tv.tczo acycov, diT7]6ag xo qpccgfianov, dldcoöL zivi zoov mi ftavcizo) yMzccngizcov fitoxrf muv. T ov ds Kocga%grjfia z el£V zrj a av z 0 g, 0 fi£V Ovagog, clnoggrfzog nolrjoccg zag ngog ''’Hgcodrjv oficHag etc.’). Nun ist aber bekanntlich das thierische Gift nur durch den Biß tödtlich, der Genuß desselben aber unschädlich. Herr Dr. Jost, dem ich unter Anderm diese Notiz mitgetheilt, schreibt mir: „den naturhistorischen Fehler mag Josephus auf seine Achsel nehmen. Er hat ja so man- Das (B. M. 113. 25, 24) wird im j erusalemischen Talmud Gittin Bl. 14a mit gegeben. Eben so die Targumim (Im Wajikra Nabba Bl. 132 a wird auch das (n ') lHDäJ nni.i’1 nyD so erklärt. Nnb p'abrb inDni.) Das ^nriN n N D n Nt(P (B. M. V. 24, 20) wird im Traktat Chulin Bl. 131b mit uoß innNDD ^DD Np erklärt. (Raschi zu dieser Stelle und Kimchi Art. führen ebenfalls diese Erklärung an.) Parchon ist im Ganzen nahe daran, aber diese Stelle, die ohne dies beachtenswerth ist, weil sie das n^yDH pH ausdrückt, erwähnt er nichr. Das -jn&y i1? "pN. ntß^N (Jes. 8, 20) wird im Waj ik-' Rabba (S. 131 b) mit den Worten gegeben iQLy^ ON O'nriNp nni’ 7N»n nmo -UW. — Es ist diese Auslegung nicht als D eru sch zu betrachten, sondern als eine gute Worterklärung. Raschi und Kimchi führen übrigens diese Stelle bereits an. Das?n2nvn 'ytt (Klagl. 1, 20), welches im Allgemeinen „verbrennen" heißt, wie die Talmudstelle n-N -nnDim (Dy innnJD ryo-UD beweist. Vergl. übrigens Raschi zu dieser Stelle, und im Echa Rabbati zu dieser Stelle wird folgende Erklärung gegeben, nmo jN^y idn Nuun nn p * noion .ptcn-i iN^y noN uom nD hm m nmo Solche Stellen, die jetzt bedeutend vermehrt werden könnten, wenn hier der Ort dafür wäre, werden in unserer Abhandlung den Leser nach allen Richtungen vollständig vorgeführt werden. ’) Die Berichtigung mehrer Druckfehler in der citirten Stelle, wie eine geringe Veränderung der Leseart sind nach Fl. Josephi opera omnia ed. Ligb. Hayercampus. 1726. T. if. p. 133 und 137—38 vorgenommen. 32*