Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1844
- Issue
- 32 (6.8.1844)
- Date
- 1844-08-06
- Page
- Spalte 499-500 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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499 Kritiken. Parchon's Lexikon angez. von L. Dukes. 500 fortÄ), W i t n, welches letztere ^—w!e wic dieses aus eigener Anschauung wissen — güt geschrieben ist, aber dessen Korrektheit immer Manches zu wünschen übrig läßt; der alte Kopist — datirt ist dieses Exemplar zwar nicht, aber man darf sein Alter auf 500 Jahr ansetzen — mochte selbst ein nicht ganz korrektes Exemplar vor sich gehabt Habens; auch fehlen verschiedene Artikel darin"). Dieses Exemplar nun hat Herrn S. L. Stern — welchen die gelehrte Welt durch die Ausgabe des froiD “liD’ von Ibn - Esra kennt — zum Text seiner Ausgabe gedient. Alle Freunde der hebräischen Literatur werden mit uns gewiß die Erscheinung dieses Werkes freudig begrüßen, und dem Herausgeber den gebührenden Dank nicht versagen. Parchon gehört zur zweiten Periode der jüdischen grammatisch-exegetischen Literatur, welche auf die Zeit der ■pn!? iJpT folgte, die Ibn Esra in seinemMosnajim namentlich aufführte und denen wir ebenfalls einige Blätter gewidmet haben 5 6 7 8 * * *). Diese zweite Periode könnte etwa von 'D~Dnn beginnen und bis zu Anfang des wn ausgedehnt werden. Diese Periode, die in Spanien sowohl als in Frankreich viele literarische Lha'tigkeii entwickeln sah, schmückt sich in Spanien mit den Namen Moses und Abraham Ibn Esra, Josef K i m ch i nebst seinen beiden berühmten Söhnen Moses und David Kimchi, Abraham ben Isaak Bidraschi u. a. m. Die Verdienste der genannten Schriftsteller sind allbekannt, und wenn die des Letztgenannten es weniger sind als sie es verdienen, so rührt dieses nur davon her, weil nur ein e in zi g es Exemplar seiner Synonymik auf sämmtlichen europäischen Bibliotheken existirt. Wir sprechen hier von dessen ONlN, welches eine vollständige Synonymik der hebräischen Sprache enthalt, ein Gebiet, welches vor ihm gar Niemand bearbeitete und nach ihm auch nur sehr wenige Bearbeiter gefunden hat. Einige Proben daraus haben wir — wie der Leser bald sehen wird — anderwärts mitgetheilt. In Deutschland und Frankreich sind um diese Zeit die NaMen Salomo I i z ch a k i (Rasch i), Menachem 5) Vergl. unsere Notiz im LB. des Orients 1843, S. 232. Note 19. 6) Vergl. Art. pn wo nach dem Worte ycw nur VlTY0 DnriN fehlt. Bergt. Kimchi Lexikon und Kommentar. 7) Folgende Artikel werden in diesem Exemplar vermißt: btin — 12 — bni (nidjt ganz) Dm — ihn.— ns.s* — üp — pbp — py — py — nbp — ns' — ms — DEy, überdies fehlen noch andere Artikel. Berg!. Note Nr. 27. Sollten sich diese Artikel in dem Frankfurter Exemplar finden, so wäre ihre Bekanntmachung sehr wünschenswcrth. 8) Literaturhistorische Mittheilungm über die ältesten jüdischen Exegeten, Grammatiker und Lexikographen. Stuttgart in der Kradbischen Buchhandlung (unter der Presse und wird in einigen Wochen erscheinen). ben Ehelbo^), Loses Kara^) mit gebührender Anerkennung zu nennen. Unser Autor war in dieser Periode ein Mann von großer Bedeutung; denn er unternahm den ganzen hebr. Wortschatz zu bearbeiten und in einem Mörterbuche zusammenzustellm, dessen Verdienste nicht gering anzuschlagen sind, obwohl er bedeutsame Vorarbeiten schon benutzen konnte. Der allgemeine Charakter dieses Wörterbuchs ist kompilatorisch einerseits, wie dies in der Natur der Sache liegt, da Parchon als ein später gekommener nicht nur fertige Principien, sondern auch wirkliche Wörterbücher vorgefunden hat, auf die er nun fortbauen und sein eigenes in den bereits Bekannten einstigen konnte. Anderseits schließt er sich an die Tradition an, oft ohne irgend etwas Philologisches hinzufügenlx), obwohl er allerdings hier und da auch manches anders auffaßte, als es der Talmud tl)ut12). Die Idiome des Talmuds und des Largums —- worauf schon Saadja und Iehuda benKoreisch hinge- 9) Eine kurze Notiz über denselben nebst einigen Proben seiner Exegese (aus einem Mskt.) haben wir vor geraumer Zeit an die Redaktion des Orients eingesandt. 10) Vergl. Zion II. S. 102 Note. Proben seiner Exegese hat (wie wir hören, selbst gesehen haben wir es bis jetzt nicht) Luzzarto im Kerem Chemed VII. mitgetheilt. Andere Proben werden wir gelegentlich mittheilen aus einer Handschrift unseres Freundes Hrn. Raphael K i r ch h e i m in Frankfurt a. M. 1!) Vergl. Art., EDyfcy, wo er die talmudische Erklärung ohne alle Zuthat giedt. Es sei erlaubt folgende Stelle, die in mancher Hinsicht interessant ist, herzusetzen. Sie befindet sich in den sehr seltenen Salonik, Folio. Nr. 62. nbi p2pi niDD’ nbnni i^nai an ini b 2 2 n wn in jnttf nno 01 D'Ntontp ab Nin -p Nps2 utopt? npbn bpi pDJinon nip’pi? jipb^pity 112 in ’id ins i'D-iiDty Ni.ii nip'psy bp (n 12 nwn) i’iNia idi jnn ptyipi cuP D.10 D'Lfipi nr qp nt N'NV'11 D3 D'N’bl) l'piü inv '23O O'IION O'llbn pHI Vllb DMti'Di ma jaiw in D’js ’2tp Nin '112 ('d rom pillül l'ltini 111b D'H’Z’Dl lllb 1DS I'l!2Iv IN DniN D’1I21 .IJ’INI IN 0’2D O Nil D2 112 . .11 DJ2 ni I'vinn ’2t£t m.iNi ip’p nin jwbb u'äo Nbi tsnoi nsan in bp nnnb pisst b!22i vbp ab w pa ,111 Nip’ii NDI’2,1 12’13D1 pN ’ l'p j'bp f)1 121 Nlp'l] 1’2N l’unsni fit bp .121.11 nnno bpi 1'pn 1111' nN2N2Lt niinils '"spNi °jinaii Ninv oiNi ins pivb iniN biv' NN i'bviP in isi'ii ii2,i NN iipb 'i pan D’2ii 1’2'pn mb’ b iinybo ppaio iDibi oatyip o.TiN'b um 'ni bp nani ip'p iiVNin fnn. (ni /j •hm) .112 iUDDI ]2’D12 Ml 112 IN 'ID IN 'pt£l IN b22 N '1 '1!2 yW N.I'lP ip 1DN1 N1B1M01 NNlb.11 (l‘V ND *)“) — '121 1121 Die Worte K imch i 's (Wörterbuch 2frt. uopcy, sind wörtlich die des R. Chananel, eben so die des Aruch Art. yw)t. 12) Bergl. Art. ppp, wo er gegen den Talmud das plpl' und ähnliche Wörter für ein Diminutiv erklärt. Vergl. lircratur-historische Mittheilungen, S. 65, Rote V