Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1844
- Issue
- 32 (6.8.1844)
- Date
- 1844-08-06
- Page
- Spalte 497-498 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Literaturblatt des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte und Meratur. J\f$ 32» Leipzig, den 6. August 1844» Inhalt. Literatur-Berichte. Leipzig. — Kritiken. Parchon's Wörterbuch stngezeigt von L. Dukes. — Studien. Literarische Analekten. Erklärung einer Stelle im Fosephus. Von Dr. B Frank. Zur alten Geographie. Von K. Ink. — Lit. Nachrichten und Miscellen. Von Dr. M. Letteris. — Geschichte der Israeliten in Hohenzollern-Hechingen. Von Dr. Sam. Mayer, R. in Hechingen. — Kurze Anzeigen. Koh en. Stein. — Literarische Ankündigungen. Literatur - Berichte. Leipzig, 29. Juli. Von neuen Erscheinungen sind jetzt zu erwähnen: 1) l>68 inhumations precipitecs pai,,!>L. Lenormand. 10* 1 2 3 Bogen. 3^ Fr. — 2) Freund: Zur Judenfrage (Mai- und Juniheft). Beiträge von Dr. S. Stern, Dr. Holdheim und Dr. Oppenheim in Heidelberg. Mit diesem Doppelhefte ist die Redaktion dieser Monatsschrift geschloffen.— 3) L’Univers lsraclites, Journal Mensuel, religieux, moral et litteraire. Par S» Bloch. Diese Monatsschrift erscheint seit April dieses Jahres, Ich habe nur das 4. Heft zu Gesichte bekommen. Ob aber noch die Areh. Isr. erscheinen, weiß ich nicht. 4) Der Herausgeber des nnjJ )t£W, dessen zwei ersten Hefte in der vorigen Nummer angezeigt wurden, macht jetzt einen Prospekts bekannt, worin er die Fortsetzung dieser Volksschrift ankündigt und zur Subskription auffordert. Die Fortsetzung soll jetzt bogenweise erscheinen, der auf feinem Papier 24 Sh. kostet. Hebräische Lexikographie. Salomonis ben Abraham Parclion Aragon ensis Lexicon li ehr ai cum etc. nuncpriimim eCod. mss. edidit nolis suhiecüsque illuslrayH S alomo Go Uli eh Stern. Posonii 1644. 4. S. 75. XXIV. und 11 Blatter die grammatische Abhandlung enthaltend (auch mit einem hebräischen Titel). Angezeigt von Leopold Dukes, derzeit in Tübingen *) *) Wir bemerken hier, daß alles im Parchon, welches sich auf Sa ad ja und Jehuda Chajug beziehet, nur deshalb mit Stillschweigen übergangen ist, weil dieses anderwärts berücksichtigt ist. Vergl. Note 8. Salomo Parchon') aus Calatajud kn Spanien, dem Vaterlande aller jüdischen Bildung, von dessen Lebensumständen wir, wie von so vielen andern jüdischen Gelehrten, nicht viel wiffen, gehört zu den sehr bedeutenden und verdienstvollen jüdischen Schriftstellern des 12. Jahrhunderts. Seine zur jüdischen Sprachwissenschaft gehörigen Werke sind theils Uebersetzungen theils selbstständige Werke. Zu erster Klasse gehört: 1) eine hebräische llebersetzung des Wörterbuchs von Jona ben G'annach -) z zur zweiten Klaffe gehört 2) ein Kommentar zu vielen Theilen der Bibel 3} ein hebräisches Wörterbuch. Die Zeit der Abfassung der ersten zwei Werke ist nicht bekannt, wohl aber das des dritten. Er verfaßte dieses — wahrscheinlich sein bestes Werk und den Beschluß seiner schriftstellerischen Thätigkeit bildend — im Jahre 1160 in Salerno in Gier l i e u. Letzteres Werk ist nicht häufig, es befindet sich auf verschiedenen öffentlichen und Privatbibliotheken, z. B. in Frankfurt 4), auf der Op penh. Bibliothek in Or- 1) Dieses ymn bezeichnet blos den Familiennamen, sowie das DJDOn. Die meisten maurischen Juden überhaupt führten Familiennamen, nicht so die französisch-deutschen Juden, welche wie die Jalmudisten nur den Namen ihres Vaters vorletzten, und bei Gelehrten oft nur den Namen ihrer Vaterstadt oder ihres Varerlandes hinzufügten. 2) Vergl. darüber unsere Notiz im Literaturblatt des Orients 1843, S. 171, Note 8. 3) Im Besitze des Hrn. Reggio in Görz. Es wäre wünschenswerth, wenn Hr. Stern einige Proben daraus entweder in diesen Blättern oder in dem Ke rem C hem cd bekannt machen möchte. 4) Im Besitze des Herrn Meier Goldschmied daselbst. Es ist das H e i d e n h e i m ' s ch e Exemplar, welches von David Sinzheim herrührt. 32