Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1844
- Issue
- 31 (30.7.1844)
- Date
- 1844-07-30
- Page
- Spalte 483-484 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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483 484 Kritiken. Hirsch's Religionsphilosophie beurtheilt von Dr. Steinheim. Außev diesen HaMchrWey, die. ich VM eiUM. Manne aus meinem Geburtsorte Ofta in Polen (der sie als Erbstück aus London erhalten) bekommen, fand ich nur noch einzelne Blätter, die noch manches Seltene enthalten. So-- z. B. eine (Gebetformel für die Seele eines Hingeschiedenen) von Ra mb an (Moses hey. Na chm an), welche er am Grabe eines Abraham. Eh-asaw gesagt,. Sie beginnd: 'irr, 22a.2N 2'2 , N2^>2 nnin ^ri nnnon ’■?? 22N o , n2\2n rrv:x. — auf einem andern Blatte fand ich alfabetische Pijutim vonnpl'nri Ferner fand ich auf einem eine Abhandlung über Embryo fast in physiologischer Weise. Außerdem fielen mir auf einigem zMistMM Blättern folgende zwei Sätze aus: , anw in ton mmn anno 2 an Ei^panx '2N 2'N^ hx 12 N2pa> 2-a2N N'2 1212N' E^ fei* nwnEC» fiiOOT 22222 22122 Enan 12." Ferner: '2>N*i2 2iot1 W^212221 nEniq E2E-"2 m\x 122„ iN.ison wjje 2122 E2V no’nn^nx 212222 nnnissa. im: smi 'CB8Ü»J in. ifey.2 2iNfeo2i E’fey22i dwj?22 fe n« V02 21^2 221b pwEa ank nn 211-.pE’221 jim'SI pnyn ntNfeaa* 2-2222 rm®y\ 2^x22 nsvrfe ppoiyn Ich schließe mit dem Wunsche, daßrecht viele Gelehrte, die. mehr Gelegenheit zu -Mitteilungen, haben alK ich, in ähnlichen, Berichten fortfahren mögen.. I.a b o-b R.eifma n n. Religiortsphilosophke. Die' Religionsphilosophie' der Juden, oderdas Prinzip dev. jüdischen reliMe.n- Anschauung und sein Vechaltnjß. zuw Heidenthum, Christe.nt.hum und-zur absoluten Philosophie, dargestel.lt rc. von Dr^ Sam.. Hirsch, Rabbiner. Leipzig, 1843. bei H. Hunger. Von Dr. Stetnheim. (Schluß.) Aber auch zugegeben., daß wir., im. menschlichen Interesse für die Religion den Anfang des Anfangs wirklich ergriffen hatten: wie lautet dann das große Wort jenes Inhalts der jüdischen, das Alles überragt, was jemals die heidnischen Priester und Philosophen erdacht und gelehrt haben? Wie ist die Wahrheit genannt, die unsere Vorfahrenindunkelm Religionsmstinkt unbewußt entdeckten; unbewußt mittheilten, niederschrieben-,, predigten re.? Wir gehen, um uns darüber belehren zu lassen, mit unserm Führer-weiter zum §. 3; Das Ich, oder das S elbstbe-wußtsein, überschrieben. Wir erfahren in ihm, daß der-Mensch erst mit den Worte „Ich" eigentlich Mensch werde. „Undwas liegt in diesem so bedeutungsvollen Worte? Nichts andres, als die Freiheit selbst." Das ist indeß ein sehrgewagter und. etzi -vatzer: GchluH, der so-ohnK Werteres nicht durchgelassen werden kann. Bekanntlich ist noch der große Streit über die menschliche Freiheit nicht so entschieden, daß man m-i'd dem Kollektivausdruck Mensch, oder „Ich, Mensch" wenn der Redende sich mit diesem einsylbigen Worte bezeichnet, zugleich auch. dir Position der Freiheit, ausgesprochen finden könnte^ MA „Ich"- bezeichnet sich, zuerst nur das redende Subjekt, und daß nichts mehr in ihm enthalten sei, bewährt seine Anwendung auf Alles was wir als solches redend einf.ühren, z.. B. in. den Fabeln. Im „I ch" ist aber zugleich eine-andere-Relation verborgen; es steht nämlich das „Ich" in Relation zum „Du" und „Er" u. s. w. Im Worte „Ich" liegt mithin 'weniger cm selbstständigern. Inhalte verborgen, als im Begriffe „Mensch"; weil es eine weitere, allgemeinere Bezeichnung ist, die eingentlich garnichts Bestimmtes ausdrückt, sondern nur das Subjekt der ersten Person, und nur im Verhältnis; zu einer zweiten oder dritten Person „Du" „Er" näher bestimmt ist. Mqn,. irr.t sich, und hat diesen Irrthum seit der Wissenschastslehre mit großer Zähigkeit festgehalten, wenn man im Worte „Ich" irgend was vom „Absblutesten"-' piejen.v Weltweisheit, zu besitzen glaubt. Dieser Scheinbesitz gehört mit zum großen Schatze der geplünderten eigentlichen Naturwissenschaft, mit welchem die hochtrabende absolute Wissenschaft der Natur ihren leeren Seckel vollfüllen möchte, und wovon man in den „Logischen Untersuchungen" L.endeLnburg's so viele wohl zu beherzigende Beispiele findet. Allein wir wollen auch hier keine Schwierigkeit finden, und. lieber dem Herrn Doktor Recht geben. Agenommen also, daß.:, „zunächst mit dem. I ch — s a g e n nur das P r i n c i p, der Anfang, die. abstrakte, l.eer.e Freiheit ausgesprochen." sei-, welche „so häufig mit. der wahren wirklichen, verwechselt wird: (>'L. wahr und wirklich gegen abstrakt und le.er nach Hegel'scher Kunstsprache). Wie heißt denn, die tiefe und Erhabene Weisheit, die uns der jüdische Gottesgelehrte als den Kern des Inhalts jüdischer Religionsanschauungen verheißt? Wie lautet dieses Wort aller Worte, dieser Gedanke, höher denn alle Weisheit aus Egypt.en und. Samothraca, aus Laren t und Athen? „Aber mit der blos formellen, abstrakten Freiheit des Ich ist noch nichts gethan" lehre unser Autor weiter (p. 12) „Ichbin bat)ei, bei Allem, was ich thue, aber auch nur dabei . .... Ich habe kein Bewußtsein über mein Nun, daß es das meinige sei, sondern ich thue bewußtlos, was die vyn mir unabhängigen Verhältnisse gebieten. Somit, ist d.iese leere, abstrakte Freiheit nur etwas sich Wide.r.spw.e.che n.d.e-s. Indem, ich. „I,ch" sage, spreche ich aus, daß. ich frei sein soll und will;, mein. Thun zeigt aber, daß ich beim bloßen Sollen stehe, daß ich, statt frei zu sein, nur unfrei, bin. — Dieser Widerspruch liegt auch in dem, wie dem Menschen diese Freiheit geworden. Ohne sein Zuthnn hat ihn die Natur bis dahin geführt, wo er „I ch" sprach. Diese abstrakte- Freiheit hat er daher als Geschenk