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Der Orient · 1844-07-16 · 29 (16.7.1844) · p. Spalte 459-460

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Journal
Der Orient
Volume
1844
Issue
29 (16.7.1844)
Date
1844-07-16
Page
Spalte 459-460 (sequence 6)
Language
German
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459 Kritiken. Kurze Anzeigen. 46V Juden unfern tüchtigen und gewandten jüdischen Publicisten, Hrn. Eduard Cohn in Hamburg erkannt. Hr. Cohn ist den Lesern dieses Blattes aus seinen „Rückblicken" so vorteilhaft bekannt, daß wir jedes weitern Löbens und Rühmens überhoben sind. In dieser Flugschrift hat Hr. Cohn-sowohl „die deutschen Judenfeinde, die es immerhin bleiben mögen" (Theodor Brand m Breslau, Marcard in Münden, Frankel in Elberfeld, den Pferdehändler Nathanfon in Hamburg, B. Carlo — der das Tageslicht scheut, — Neichenbach in Altona, Schirnding, den adeligen Judenfeind) als auch „die es nicht bleiben sollen^ (Bruno Bauer, den Redacteur des „Wandsb. Jntelligenzblattes") in einem ruhigen Tone zurechtgewiesen. Schön und lobenswerth ist es übrigens, daß der Hr. Verf. den Ertrag des Schriftchens — nach Abzug der Kosten — für den Hamburgischen Gustav - A d olph - Vere in bestimmt und das; er nicht blos für die Juden, sondern für Religionsfreiheit überhaupt kämpft. Es giebt leider viele engherzige Juden, die nur pro uru et koeis streiten und nicht ahnen, daß die Judenemancipation mit dem Durchbruche eines mächtigen, in die Weltbegebenheiten tief eingreifenden Principe zusammenhangt. Die Rührigkeit und Rüstigkeit des Hrn. Cohn erspart uns die Aufmunterung zum Ausdauer im Kampfe. Ink. 40) Die fromme Zionstochter. Andachtsbuch für Israels Frauen und Mädchen, zur öffentlichen und häuslichen Gottesverehrung an allen Wochen-, Fest- und Buße-Tagen und für alle Verhältniße des Lebens. Von M. E. Stern. Dritte vermehrte und verbesserte Ausgabe. Wien, 4843. 8. v. Schmid und Busch. Die höchst schwierige Aufgabe, in die Tiefen des Gemüths hinabzusteigen, um dessen Regungen zu belauschen; in die verschiedenen Lagen und Verhältnisse des Menschenlebens sich zu versetzen; den Erguß eines frommen Herzens in eine einfache, schlichte und gemüthliche Sprache zu kleiden, hat Hr. Stern mit großer Gewandtheit gelöst. Das Publikum, das bei solchen Schriften das kompetenteste Tribunal ist, hat auch seine Billigung dadurch ausgesprochen, daß eine dritte Auflage dieses Andachtsbuches nothig wurde. Eine Gebetüberschrift, „Gebet beim Aufstande (l) vom Wochenbette" hat uns überrascht. Druck und Ausstattung sind gut. 4!) np iti'N nnipn b udd bin Pn-ib» nibin osp *ty cmn nt* D’nb 'n dto b*iBp oy PbP nnm rina 'ioi ny no-bn’ bo mbo _ Pnib'1 ow dob' ny 101p nyo nyan bum i’N b^n -10101 piD dnd Pnib” uo nb -jun nbybP inoo by Toldoth Israel. Fünfte verbesserte Auflage. Wien, 1843. 8. y. Schmid und Busch. Der ausführliche Titel sagt genau, was das Buch, das in Oesterreich vorzüglich sehr stark benutzt wird, enthält. Der hebräische Theil ist biblisch-einfach, und der deutsche nebst den unter dem Texte stehenden Anmerkungen sind der Jugend angemessen. Jedenfalls ist dieses Buch den vielen schalen und oberflächlichen Religionsbüchern und Katechismen vorzuziehen. Bei dem historischen Sinne vieler Juden ist es auffallend, daß bis jetzt noch keine ausführliche Biographie des sel. Peter Beer erschienen ist; der Biograph dieses Polyhistors würde zugleich einen Theil der Kulturgeschichte der böhmischen Juden ausnehmen und verarbeiten müssen. 42) nrfon Geschichte Israels. Enthält die Ereignisse des jüd. Volkes, seit ihrer Rückkehr aus der babyl. Gefangenschaft dis zur abermaligen Zerstörung des Tempels durch die Römer. Fortgesetzt hebräisch und deutsch von M. E. Stern. Zweiter Theil. Wien, 1843. 8. von Schmid nnd Busch. Diese Schrift bildet den zweiten Theil der unter Nr. 41 angezeigten. Sie ist aber bei weitem nicht so einfach in .ihrem Tone und in ihrer hebräischen Diktion, wie die Peter Beer's. Der hebräische Dichter des Tiferet Ha-Tischbi blickt auf jeder Seite durch. Denn Phrasen wie: c^pn nnpD hnJDD^ (S. 10); Ewn ^2 DJD1 (S. 12) machen in der, noch dazu historischen Prosa, keinen guten Eindruck auf den Leser. Uebrigenshaben wir nur die Fülle des Ausdrucks, keineswegs aber einen Mangel desselben zu - rügen, und wird diese Schrift der vorgerückten, mit der he-/ bräischen Sprache vertrauten Jugend auch in stylistischep Beziehung von Nutzen sein. - 43) pon bin "iiobn dPdd ptwn pPn "iodh re npnymi' nnny p^b nibom nrniNH nNnpn onb p ob N*nrp ron d’Pb'di d'-pp mDDino morn Di-it^on ’“noP w pbn oddh n'o b o<t .btyn ooiDi nio hon o^oon non o'bvoi nnw bo Achte Ausgabe mit grammatischen Vorbegriffen und h.'rnach geordneten Uebersetzungs-Aufgaben vom Deuthen ins Hebräische, vermehrt und verbessert von M^E. Stern. Wien, 1842. gr. 8. von Schmid und Busä Ein, ebenfalls in Oesterreich sehr gangbares, Lehr-und Lesebuch für die zarte und Heranwachsende Jugend. Die grammatischen Voröegriffe reichen für den ersten Untericht aus und die grammatischen Aufgaben sind mit Takt atscewählt. Was wir am grammatischen Theile vermißt habn, sind die Paragdigmerr des Zeitworts. Der zweite Theil enhält sehr schöne, zum Theil aus dem Deutschen übersetzte, zutl Theil Originalgedichte. Unserm Ben-Seeb fehlt au^ noch ein Biograph. Die Ausstattung dieses Buches ist fetj: schön. 44) inax p mp naa dcn NW. Leipzig, 1343. 8. Heinrich Hunger. Eine Erwiderung auf die Schrift Maggid Jeschua und zugleich eine Beleuchtung der Lilienthal'schen Mission in Rußland. Die deutschen voetoros philos. werden vom Verfasser gleich den vielen Morenu's in Polen behandelt. Der Styl ist fließend und der Druck (bei I. H. Naget) prachtvoll.

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