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Der Orient · 1844-07-16 · Heft 29 (16.7.1844) · p. Seite 221

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Journal
Der Orient
Volume
5 (1844)
Issue
Heft 29 (16.7.1844)
Date
1844-07-16
Page
Seite 221 (sequence 11)
Language
German
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221 Wodianer und auszeichnungsweise bei dem sehr verdienten Landtagsdeputirten Herrn Hermann L ö w \) ab. Am 28. v. M. kam er Freitag Abends nach Preßbucg, wo er auf Einladung des Rabbinen und des Gemeinde-Vorstandes, von welchem er empfangen wurde, sogleich die Synagoge besuchte, welche ihm zu Ehren hell erleuchtet wurde, und woselbst ihm eine Dankadresse, verfaßt von M. E. S t e c n, sammt einem gedruckten hebräischen Willkommensgedichte, von demselben verfaßt, überreicht wurde. Morgens um 6 Uhr besuchte er trotz seiner sehr beschränkten Zeit wieder die Synagoge, wo er zur Tora gerufen ward, seine Spende belief sich aus WO fl. C. M., von welcher Summe der Waisenverein (DilT DnnO 2000 fl. und die fromme Gesellschaft (NE/np rron) 500 fl. erhielt. Spät am Abend verließ er die Stadt, begleitet von den innigsten Segenswünschen der ganzen Gemeinde, welcher dieser Tag seiner Anwesenheit unvergeßlich sein wird. Auch der hochverdiente, edle Herr H e r r m a n n T o d e s c o, der aus seine Kosten ein solennes Abendmahl Freitag ihm zu Ehren verunstaltete, zu welchem auszeichnungsweise nur der erste Vorsteher Preßburgs vom Herrn von Rorhschild Men wurde, spendete dem W a i se n v e r e i n die Summe von 500 fl. CM. Möchten diese Herren, so freigebig und edelsinnig doch auch einmal für die arme verlassene und immer mehr sinkende Jüdische Literatur Mus, nur etwas thunll — Hier wurde unlängst der Grundstein zu einem israelitischen Siechenhause zu nuchst dem Spitale gelegt, zu welchem Zwecke eine edrlsinnige Dame, Frau Nannette, Gattin des Bice-Bankdirektors Herrn Sigmund Edler von Wertheimstein, die Summe von 7000 fl. CM. spendete, und somit eine von dem hochverdienten I. Wertheimer inJi Busch's Jahrbuch befindlichen „Pia Desidena" ausgesprochene Idee aufs Herrlichste realisirt. Möge diese fromme, edle und hochsinnige Dame allen tojüterten Frauen in Israel zum. Vorbilde dienen und Gottes Segen auf ihrem Haupte ruhen! Preß bürg, 2. Juli. Ich erlaube mir, Ihrem vielgelesenen und so segensreich zur Aufmunterung für d^s Gute wirkende Blatt die Adresse einzusenden, welche der hiesige israelitische Vorstand dem Hrn. Salomon von Rothschild überreicht: „Hr. Baron! Hocherfreut und wahrhaft beglückt ob der schönen Gelegenheit, die uns das so seltene Glück ^schafft, Ew. Hochgeboren persönlich in unsrem kreise begrüßen zu können, naher sich der ergebenst gefertigte Vorstand der hiesigen Gemeinde, durchdrungen vom Hochgefühle der innigsten Hochachtung, ^^)nen, in und mit diesen Zeilen, einen herzlichen, freudigen Willkommensgruß unterthänigst zu überidjn , ubu/ w!'n nua ran iro ist dies ein „Willkommensgruß" unbe- Nnzter Freudigkeit, einer dankerfüllten Gemeinde in Israel, ob der so schönen Verwirklichung eines langersehnten Zieles ihrer herzlichsten Wünsche, Ew. Hochgeboren, der Sie um das Wohl Ihrer sämmtlichen Glaubensbrüder in allen Erdgegenden, für das Sie so väterlich theilnehmend, thatkräftig wirken, so hochverdient, und dem jede Brust voll der liebevollsten, heißesten Segenswünsche entgegen schlägt, in ihrem Umkreise, in ihrer Mitte zu sehen. ImWlptf DVn Hi Hin hnraBZ) nnEtwi rbm?w£0 n:hm m mra Es ist dies ein „Willkommensgrüß" der Ehrfurcht, dargebracht dem gefeierten Manne unsres Glaubens, dessen Haupt geschmückt mit dem duftenden Kranze unverwelklicher Tugendblumen, dessen Stirne ziert die Palme und der Lorbeer mannigfacher hoher Verdienste, um den Staat wie um die gesummte Menschheit, um seiner Vater Glauben wie um dessen treue Anhänger, der da ist allgemein anerkannt als Helfer der Armen und als Vater der Verwaisten, und dessen Name, bereits eingezeichnet im Buche der Geschichte, um dort unsterblich zu prangen, zum Ruhm und Preis und zur Verherrlichung seiner Glaubensbrüder. )2 ,mKsr6i n^nn1?, cty1? /-i pm o : “ixsrv bsois» n^nn innpi, moiN -tipp nb rw6ni 'PL mvmb inx ci^m? Und es ist dies ferner ein herzlicher brüderlich warmer „Willkommensgruß" der ungetheiltesten, aufrichtigsten und kindlichsten Hingebung, Ew. Hochgeboren, im Namen aller Ihnen ergebenen Glaubensgenossen in Ungarn, deren Repräsentanten wir und deren schwaches Organ diese Zeilen sind — devotest offerirt» — Ein bescheidene, anspruchlose Huldigung tiefgefühlter Anerkennung und Würdigung, dargebcacht dem hochgestellten Manne, der da ist die Freude, der Stolz unsres Glaubens; dem allgemein gefeierten Manne, dessen höchster Stolz und Ruhm: unerschütterliche Treue und wandellose Anhänglichkeit am heiligenVäterglauben ist, zu dessen Verherrlichung er athmet, lebt und strebt und unermüdet wirkt. tmp ns nvp'ybi npns piP, cpmü r6nn , ppy^ vw rvcsrf?, ob-d ipto o’^n I NDIIP pN*n mpp ps yV cnvr6 / nnn) Und indem der gefertigte Vorstand, Ew. 5^ochgeboren, in und mit gegenwärtigen Zeilen, in ehrfurchtsvoller Herzlichkeit zu begrüßen sich beehret, wagt er zugleich sich anmit zu beehren und zu würdigen, Ew. Hochgeboren, als Ehrenmitglied der hiesigen altehrwürdigen Gemeinde zu Preßburg begrüßen zu wollen! —■ Es ist dies der einstimmige, sehnlichste Herzenswunsch einer frommen Gotlesgesammtheit in Israel, die mit Herz und Mund um Hochdero lange und ungefährdete Erhaltung und Lebensdauer, wie um das Heil Ihres ehrwürdigen, ruhmvollen Hauses zum Schöpfer aller Wesen fleht, und die, im Bewußtsein nur sich selbst hiermit zu würdigen, bescheiden nach der hohen

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