Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1844
- Issue
- 28 (9.7.1844)
- Date
- 1844-07-09
- Page
- Spalte 441-442 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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441 Studien. Literarische Analekten. Ueber Bereschit Rabba. 442 D'112^ jTöTS Nnisn ’Di'D * N’D 'Flip £ UDK 'ji p noN D’JJ’DJ V?D j” * D'jni 2'Ntr ];£ "»DK : N® ’jnj’ * D'J?T)S5p »NN k )3d? Dji wjn ]j?n nna IN' *»DN : N]NVN ‘jj? D'2«n ' ]D DJ PjDH] D'tSO nt?b dn N]L t^n * ncFj? nipp D'NJO ]'N TlDN : ««DDJ^ rrfkS 'N)NJ DJ? D'Jtt? r\)2~b MN1 D'JTn^ JJP] rVtJJD HD«: N'jnos 'WN np * D'J^ 's -in« Ä DM2J nenn K'N '2 * NVNJ unn Vi (33hT'n DiDii KD» ' nDinn^ ]nj« m? (Beschluß folgt.) Literarische Analekten. Ueber einige Merkmale späterer Zuthaten in Beretschit Rabba. Von Hirsch Ehajes, Kreisrabb. in Zolkiew. i Dieser Midrasch zu Genesis, der bekanntlich selbst von , den ältesten Gelehrten (z. B. Halachot Gedolot undMaimuni) \ dem Rabbi O schaj a zugeschrieben wird (s. Zunz j G. V., S. 174), enthält einige Merkmale späterer Zuthaten,! welche hinlänglich beweisen, daß dieses Midrasch-Werk in seij ner jetzigen Gestalt erst im 6.Iahry. abgeschlossen sein konnte, j wie schon Hr. Zunz (l. e.) ausführlich nachgewiesen. Ich; bin der Meinung, daß es nicht resultatlos sein kann, wenn j ich die Behauptung Zunz's in Betreff des Ieruschalmi (S. 54) auch auf diesen Midrasch ausdehne, weil dadurch allein viele i Widersprüche sich lösen, und manches Dunkle aufgehellt werl den kann, obgleich es gewiß ist, daß die Grundlage von Oschaja l herrührt. Ich führe einige Beispiele an, um das Gesagte zu | erweisen. Im genannten Midrasch, heißt es. xon h IDN l DUO l'NTna D'OriNE? N'JDU »31 X^JU »3 lbtt NJ’jn, l also die Edomiten fürchten sich vor den Germanen u. Barba- I een. Daß bei den Lalmuden unter Edom das römische Reich | verstanden wird, hat Abravanel zu Jesaja 34 schon gehörig \ nach gewiesen und in Taanit <\ 1, wo es heißt: mü non nto ruro insd tnd ist noch ein i Beleg dazu. Die erwähnte Midrasch - Stelle also konnte nur l 33) Dieses Gedicht erinnert an die bessern und geistrei-! chen Produktionen dieser Art von Kalonymus den Kalony-! mus, der das nJDJ nnWD parodirte, an das un)A mmj/D im Katalog der Uffenbachischen Bibliothek abgedruckt und an i die geistreiche DmD^ nirp!?D von Ben Seeb. zu einer Zeit medergeschrieben worden sein? in der die Barbaren und Germanen, d. h. Gothen und Vandalen, durch ihre Einfälle in das römische Reich die Römer erschreckten, was aber erst im 6. Jahrh. geschah, da die früheren unter Aurel und Diokletian gescheitert. Der Ausdruck NHITQ in den Lalmuden bedeutet übrigens nicht Barbaren überhaupt, sondern die Bewohner der Berberei in Afrika (s. Musafia ^niTO-py und die von Natan angeführte Stelle aus Iebamot, Bl. 63 NOcniD usoNi NnD-)D mv btt wn Nnönba D'öny bestätigt diese Deutung, so wie auch die in Aruch aus Lev. Rabba citirte Stelle: -nriD D'DDN D^D-DITO NniTDD 20H diese bestätigt) und dies konnten .nur die später dort wohnenden Vandalen sein, da diese nur den Römern Schrecken einjagten. Es ist also gewiß, daß die erwähnte Stelle spätererZuthat ist. Kap. 83heißt esr^^i^ DP j>Ni-UD I^D Dl'D Dl^TD 'QN '2~b UN")?. Ich glaube, daß unter die Stadt Mailand zu verstehen sei, wo seit Konstantin die Residenz der römischen Kaiser war. — Nach-- mani zu Ende der Sidra wa-Iischlach wirft die Frage auf, woher es komme, daß das römische Reich mit bezeichnet wird? Aber die Stelle ist abgefaßt zu einer Zeit, da das römische Reich schon getheilt ward. — Kap. 83 daselbst heißt es: Driis'b tc'pbnj “IHN “I^D 1!j?, und es scheint auf das Erlöschen des römischen Reiches oder auf den letzten König hinzuweisen. — Was der oben erwähnte antangt, so glaube ich, daß nüNB'!?pl,n (ber erste LH eil des Wortes wäre dann weggefallen), d. h. Diokletian, gelesen werden müßte. Dieser war wirklich ein Zeitgenosse des späteren R. Am m i u. wurde Aluf genannt, weil er einen Mitregenten hatte, und selten zu Rom residirte. Jmj. Larg c. 8 wird derselbe nur DUNt^bpn (nicht -iD'p) angesprochen. — Was die Bemerkung Zunz's anlangt, daß in diesem Midrasch nichts aus dem bab. Lalmud mitgetheilt wird/ so erlaube ich mir hier nachzuweisen, daß derselbe bei der Redaktion bereits als anerkannt und verbreitet angesehen wurde. C. 73 mämtich heißt es: ppy jiruD , pruo , nnnun , wph t^n nD’pn DD mDN HNI NDD; Diese angeführten Worte: finden sich nirgends als im b. Lalmud (Chulin, 59 d), was bereits die Kommentatoren bemerkten u. durch die Einleitung rnütt HNT NDD wird er citirt als bekannt r. verbreitet. Freilich kann von NOD an eine spätere Glosse sein. Möglich aber auch, daß dieser Ausdruck sich in irgend einem rygefunden. — Zum Schlüsse erlaube ich mir noch eine Anfrage: Welche Königin ist wohl unter nhDto Sabbat, 63 u zu verstehen? Ist es die Zenobia? Eine Auskunft hierüber wird mir und vielleicht auch manchem Leser erwünscht sein.