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Der Orient · 1844-06-25 · 26 (25.6.1844) · p. Spalte 413-414

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Journal
Der Orient
Volume
1844
Issue
26 (25.6.1844)
Date
1844-06-25
Page
Spalte 413-414 (sequence 7)
Language
German
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413 Kritiken. Kurze Anzeigen. 414 Kurze Anzeigen. 25) n&sn 'V-V. Vocabularium zum hebräischen Gebetbuche. Mit einem Anhänge: Enleitung in die hebräische Grammatik. Königsberg, 1844. gr. 8. Gräfe und Unzer. Hr. Dr. Saalschutz, unter dessen Redaktion dieses Vokabularium ausgearbeitet worden, gehört zur kleinen Zahl derjenigen jüdischen Gelehrten, welche außer Berufs- und wissenschaftlichen Arbeiten sich auch der Mühe der Ausarbeitung von Volksschriften unterziehen. Der ehrenhafte Platz, den Hr. S. in der Wissenschaft sich errungen, erhöhet zugleich den Werth seiner Schriften fürs Volk und demnach auch den des Vokabulariums. Eltern, welche ihre Kinder in der Sprache unserer alten Sänger beten lassen, Lehrer, die ihren Schülern das Verständniß der hebräischen Gebete erleichtern wollen, müssen dieses mit S a ch l e nntniß und U m sicht ausgearbeitete Wörterbuch mit dem größten Danke aufnehmen, indem die freien Übersetzungen unserer Gebetbücher nur dann von wahrem Nutzen sind, nachdem der Schüler mit Hilfe des Vokabulariums den Sprachschatz der Gebete seinem Gedächtnisse ein geprägt. Zwar wollen Einige dem Gebrauche freier Uebersetzungen den Vorzug einräumen; allein dies geschieht von einem hierarchischen Standpunkte aus, wo man dem Volke überall die Oberfläche und den Schaum eines Gegenstandes zutheilt. — Die Einleitung in die Grammatik giebt die Formenlehre in nuce und reicht für den ersten Unterricht in der hebr. Grammatik aus. Doch hätte ich einige Bemerkungen über die Vokalisation der Kunstausdrücke py?) und "Oy zu machen. Hr. S. vokalisirt was — nach der Analogie von '~Qri — richtiger als oder ist. F ü r st hat sich zwar (Or. 1843, 73) für die letzte Vokalisationsart entschieden, ohne die versprochene Begründung bis jetzt geliefert zu haben. Was die Vokalisation von fyo unb--Qy betrifft, muß ich zuvörderst hervorheben, daß man, um diese toimini teehniei richtig zu vokalisiren, auf die arabischen Bezeichnungen, denen sie nachgebildet sind, zurückgehen müsse. bpD und ‘-gy entsprechen den arabischen und Wie nun im Arab. Jv&i die einfachste Infinitiv form, so müßte man auch im Hebr. 7])B (wie Saalschütz) oder b])B punktiren. Der Punktation (F ür st, a. a. O.) läßt sich auch überhaupt entgegen halten, daß sie nur für nom. concr. gebraucht wird, was hier nicht der Fall ist. -gy kann dem arab. Ausdrucke analog nur (seil. jDj) oder (seil. 15^'[“it^x] (Dji), keineswegs aber “"py (F ürst, a. a. O.) punktirt werden ^). Bei der zweiten Auflage dieser Schrift wäre es angemes- *) Es wäre gewiß auch den Lesern sehr genehm, wenn unser jüdischer Sprachforscher kcct J£o%rjv sich einmal ausführlich über diesen Gegenstand aussprechen würde. Der Refer. sen die Kennzeichen des Piel und Pual deutlicher — daß nämlich die graphische Verdoppelung durch ein ty.n supplirt wird — anzugeben. Ink. 26) 'PHD D^^p. A .discourse delivred in the Spanish and .Portugiese Jew’s Synagogue, in Bevis Marks, on the day of the Funeral of 11. B. 11. Prjnce Augustus Frederik Duke of Sussex, by Di*. L. Loewe ete. London, 1843. gr. 8. I. Wertheimer und Comp. 27) Israels Hoheit, Fall und Wiederaufrichtung. Predigt gehalten den 9. Kislev in der israelitischen Synagoge zu Stettin von Dr. A. M eisel, Rabbiner der israel. Gemeinde zn Stettin. Stettin, 1843. 8. F. H. Morin'- sche Buchhandlung (Leon Saunier). 28) Die Geschichte der zwölf abgesandten Männer, als ein Spiegel für das heulige Israel. Eine Predigt gehalten im neuen Isr. Tempel, am 13. Jan. 1844, von Dr. G. Salomo n. Hamburg, 1844. 8. I. W. W ö rm e r. 29) Die Verantwortlichkeit des Volkslehrers im jetzigen Israel. Eine Predigt, über 4 Mos. 18, 1. gehalten im neuen Isr. Tempel, von Dr. N. Frankfurter. Hamburg, 1844. gr. 8. B. S. Berendsohn. Nr. 26 enthält eine Trauerrede auf den verstorbenen Herzog von Sussex. Zum Texte wählte der Redner Lev. 19, 1. 2 und spricht vom Wesen der Heiligkeit, der Art der Trauer, und der Ergebung in den Rathschluß Gottes. Wie Hr. Loewe zurr Bedeutung ,,seperateu vom ^np gekommen, ist mir unbekannt. Wir erfahren aus dieser Rede ferner, daß der sel. Herzog sogar A l b o 's und M a i m u n i 's Werke kannte und daß er zu sagen pflegte: nlf every man would adhere to the divine precepts, human legislation might he dispensed with altugether“. — Die Veranlassung von Nr. 27 ist bereits im „Orient" (Nr. 14) erwähnt worden. Unter den drei Hauptpunkten der Rede ist der erste am besten, der letzte am unklarsten ausgeführt. Eine „Wiederaufrichtung" Israels ist nur vom orthodox-messianischen Standpunkte aus möglich. Wenn der Vers, sagt: Die Offenbarung stellt die gerade Leiter hin mit den festen, sichern Sprossen", so ist dies ganz richtig; nur sind die Sprossen nicht stetig. — Unser Kanzelredner par exccllence führt Nr. 28 das Wort gegen die Religionsverächter und Abtrünnigen. Was Hr. Salomon in dem Satze: die Predigt, damit auch der hochstehende Mensch Erbauung und Belehrung finde (S. 12), unter „hochstehende" meint, ist mir nicht klar. — In Nr. 29 legt Hr. Frankfurter den Volkslehrern eine zu große Wichtigkeit bei. Mit Nichten muß „eine frische und weise und auf die Lehren der Religion gestützte Bewegung" von den V olks lehr er n ausgehen und geleitet werden. Jeder Jude, der mit dem Gesetze vertraut, ist urtheils- und stimmfähig: Iehuda ha- Lewi, Maimuni und Mendelssohn waren nicht fungirende Volkslehrer, und doch haben sie einen noch in unsere Zeit hereinragenden Einfluß geübt. Der Ausspruch: pmy

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