Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1844
- Issue
- 26 (25.6.1844)
- Date
- 1844-06-25
- Page
- Spalte 411-412 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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411 412 Studien. Grammatisch - Exegetische Fragmente Jbn-Bileam's. so viel mehr den plumpen unmotivirten Verleumdungen von Hegelianern gewachsen ist. 3. Hebt der Recensent die Unangemessenheit des Titels meines Büchleins, mit dem größten Lheil des Inhalts hervor, — Es kommt aber ganz darauf an, ob der Titel eines Buches als ein Appellativum oder als ein nomen proprium angesehen wird. Ich bekenne mich zu letzterer Ansicht, namentlich in Bezug auf angehende schüchterne Scribenten, zu welcher Klasse ich mich rechne. Enthält das Buch D’nin D"1DNb ■ D^tiO O7M, so wird der geneigte Leser diese gern auch DDlpCD hinnehmen. Wird das Buch perhorrescirt, so sollte der unangemessene Titel des Buches zeigen, daß der Verfasser nicht von eitler Selbsthochschä'tzung aufgebläht ist.— Es bleibt mir noch ein vierter Punkt übrig, der aber eine selbstständige" Behandlung erheischt. Und es kommt auf die Güte des Hrn. Redakteurs dieses Blattes an, ob er mir noch ferner seine Spalten öffnen will für meine Bemerkungen. Löwengard, Rabb. Zur Geschichte der hebräischen Grammatik und Maforetik. Von F. Delitzsch. II. Grammatisch-exegetische FragmenteIbn-Bileam's. Ueber Juda b. Bileam's Persönlichkeit und Schriften gab Zunz in den Addit. zu meinem Katalog einige lehrreiche anregende Notizen, welche von S. Mecklenburg (Israel. Annalen 1839, Nr. 43, S. 340) vervollständigt und zum Theil berichtigt worden sind. Wir können nun als ausgemacht annehmen, daß dieser interessante Grammatiker, aus Toledo gebürtig, gegen die Mitte des 12. Iahrh. blühte, gleichzeitig mit Idn-Esra, jünger als Mose Gekatilia, den er öfter widerlegt (Dukes im Orient, LB. 1843, S. 170). Von seinen Werken ist bis jetzt nur sein NTpDn ‘»DyE aus einem Cod. der kön. Bibl. zu Paris durch Io. Mereerus herausgegeben worden; die Abhandlung über die Accente der Bücher nnN' Paris 1556, die über die pros. Accente Paris, 1565. 4. Beide Schriften von Mercerus sind sehr selten, die meisten Bibliographen kennen nur die letztere, aber Mercerus selbst verweist inderselben auf die erstere. Jene findet sich auf der Universitätsbibliothek zu Marburg und der kön. Bibliothek zu Dresden; wo die über die poet. Accente sich findet, ist mir nicht bewußt. Da somit die Werke Ben- Bileam's fast nur den Titeln nach bekannt sind und selbst das durch Mercerus veröffentlichte einer Handschrift an Seltenheit und Werth gleichkommt,. so halte ich es der Mühe für werth, einige grammatisch - exegetische Bemerkungen Ben-Bileam's, die sich am Rande des Cod. Sen. Lips. B. H. 41 finden, hier zusammenzustellendem Beispiele Luzzatto's folgend, der in ähnlicher Weise Kerem Chemed Bd. V, S.34ff. Fragmente aus dem Wurzelbuche Abulwalid's mitgetheilt hat. Ob Ben-Bileam Kommentare zu den einzelnen Bb. verfaßt hat, zu welchen unser Cod. (so wie Ibn-Esra, Maimuni, Ben-Melech u. A.) Bemerkungen von ihm anführen, oder ob diese Bemerkungen sich sporadisch in seinen grammatischen Schriften finden, wird erst bei einer näheren Kenntnißnahme seiner Werke, welche der Zukunft Vorbehalten und gewiß nicht vorenthalten bleibt, entschieden werden können. Jes. 7, 4. nii'D wjy, DPDD p.DpDIl ID Dl jnbo Nim aiprn. Sef. 16, I.-iDN) fe-ini’QNin pN b’B'lD ID mi>B irobD pNI by -]blD lb'ND IND'bl Hlbpb pN i>V!D N1127 NN12 iiiNip b"ar U'IIDII 1MD npim 711. Ben- Bileam scheint das hcbr. DD auf das arab. Wort jl? (festinarit in inces.su) zurückzuführen; die Benennung: „fliegendes Kameel" findet sich Makkot, 5 b. 3ef. 16, 6. riDi^cn nw ps-n Nb otji ihd jd n1? dpibpd r>^vD i'dnP nh •o pn p Nipn unb. Jes.63, 19. His'2 N'b s'izib mrni D'DD Djnp Nlb d'dd njnp nb Pnd dddh mnj Nb. Ser. 1, 13. blbn TD U’JJJ niDJ TD. Ez. 7, io. npn Nin naon p. Ez. 14, 15. nji'> p )D dtsi ybi pN njn N'N ib Din in 1'1'Dn nnty!DD in piya npn mn t> jTj N’DN. Ez. 16, 15. i*iD ib DnDii npbD pN (zu innb) ini'1 jn Nil' P id ep'd p 'N' ib pdijj ba by'ba 'dd -oiy bah nDSj; nbPnv ijpdj/i -aiyb min b rrri'w;idj b mmi. Ez. 16, 29. jpD bn 7'niun-nN 'Dirn i’ni non noptto nrn pn’i jjud pND li'ifl ND'IDD flDi 111' nn D'IDDDl MiD pND nii!D li"izn. Ez. 16, 43. tNbi D.pn jnjri riDin NN n'Dji Nin DJlbD pN ID B’I’D pi ‘i'nDpin bDD DI’Db NL'P 7'b iTDP nDVNiD U'jy noin NN rr-tzy Np. Ez. 19, 10. NMN'pD psISi 7VP2 1832 1VN ilbp 1OD. Ez. 21, 15. DDD D'D'i IN 'D 'DIN DP DJlbD pN EWJ 1’N 1JDJJ ’JD. Ez. 29, 9. Pd 7d i'nmnD f!5' pnbnJDt HDJH )DDn 'D 'DD DPI N3p' DDDN ~nin~i blDD. Ez. 30, 17. 'DND ’D tPl ilPDJDDN N1H1 sl N 'D1 nD UDD 712,1 ypDib i’in Nah. 2, 14. FpDI HINDIN D’J'DI bip ID'DN'bD inp IDDN^D DTP1? pip. D~lD IlD^Dl (vollständiger mitgetheilt von Ben-Melech in Michtal Josi zu Rah. 2. Ende). Die gewöhnliche Bezeichnung der Mühle im Persischen ist eine andere; daß von Ben-Bileam gemeinte Wort ist vielleicht ans dem arab. ^14» (welches auch vom Kneten des Teiges vorkommt) gebildet.