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Der Orient · 1844-05-21 · 21 (21.5.1844) · p. Spalte 331-332

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Journal
Der Orient
Volume
1844
Issue
21 (21.5.1844)
Date
1844-05-21
Page
Spalte 331-332 (sequence 6)
Language
German
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331 Studien. Methodik des Talmuds. 333 jede Fürsorge dagegen überflüssig wird. Man mag also die Art und Weise dieser Aufforderung, die Form der Erklärung von welcher Seite immer betrachten; — dieses Unterlassen aller Begründung, diese Zurückhaltung in den Äußerungen, diese Unbestimmtheit des Ausdrucks, diese ewige Verneinung und dieses Ausweichen und Ausbiegen — Alles erregt ein un-. heimliches Gefühl,, das einschiichtert und zurückstößt. N. Diese bedauerlichen Mängel der Form erschweren auch das Urtheil über den Inhalt. Will sich der Recensent nicht ebenfalls in allgemeinen Phrasen bewegen, so muß das Objekt der Diskussion unverhüllt vor den Augen stehen. Jedenfalls kann man fordern, daß das Princip, von welchem die Reformsreunde ausgehen, in klaren Worten ausgesprochen sein sollte. Es ist ein alter wahrer Satz, daß über Principien sich nicht (eicht streiten lasse. Gesetzt nun, die Gegner hätten den Boden der Offenbarungslehre verlassen, den Glauben an eine unmittelbare, übernatürliche Manifestirung Gottes aufgegeben; es gelte ihnen der ganze Inhalt der Religion als das Produkt menschlicher Spekulation, wo nicht gar als die Erfindung einer Hierarchie: — wie will man nun die erste Thesis über die unbeschränkte Fortbildung des, Mosaismus bekämpfen? Die Reformsreunde würden die Grundwahrheiten, welche der Begriff der Offenbarung involvirt, läugnen und allen Schlußfolgen daraus ihr einfaches Nego entgegensetzen. Ich will damit nicht sagen, daß es keine Beweisführung gegen eine solche Ueberzeugung gebe. Hätten nur die Reformfreunde aufrichtig ihr Princip ausgesprochen, sich die Mühe gegeben, mit Vernunftbeweisen dessen Wahrheit zu belegen, und ein vollständiges System demselben angereiht: — so wäre es doch wenigstens dem Gegner dieser Hypothesen möglich geworden, die obersten Sätze und die Folgerungen zu prüfen, und die Unhaltbarkeit nachzuweisen. Wirklich .scheinen die Verfasser des Programmes von solchen Grundsätzen auszugehen, da sie in dem Mosaismus eine höhere Offenbarung des denkenden Geistes sehen wollen, so daß der erste dunkle Satz ihrer Erklärung in diesem Sinne aufgefaßt werden müßte. Da indessen die Verfasser mit dieser Überzeugung nicht offen herausrückren, vielmehr geradezu bekennen, daß sie die positiven Glaubenslehren nicht berührten , was sie doch nicht auszusprechen wagen dürften, wenn sie die ganze Glaubenslehre des Mosaismus nur für ein menschliches Werk hielten: — so werden sie es mir nicht verargen, wenn ich den Kampf gegen ihre Erklärung von dem Standpunkte des positiven Glaubens an eine göttliche Offenbarung führe, und die Reformsreunde selbst als solche betrachte, welche diesen Standpunkt noch Lnne haben. (Schluß des dritten Briefes folgt.) Methodik des Talmuds. Etwas über das Berhältniß der Adäquation des talmudischen Ausdrucks zu dem damit bezeichnten Begriffe. Von M. Schwarzauer. (Schluß.) Neben diesen direkten Widersprüchen, finden sich noch zahlreiche andere dieser Gusmaklaffe, welche in ihrem Superlativ sich indirekt widersprechen, und eins das andere in der G r a d b e st i m m u n g s e i n e r Wichtigkeit s u bordinirt. So heißt es inMegilla, 31 b, Mitte: -qj9*" dn nVj/n |nn pNiipty jdi bi nump mo cnb 'Mpn .O.I'rllM b bj? MN “?ni01 pip J'O'HpD ib’ND pty Diesem entgegen finden wir aber wieder Sukka, 49 b Mitte: ':v numpn bo nni' np~m nunyn bna '*) -iqn .'m npisn ini’nnDn nbru mybN 'i ->dni 'di In Nedarim, 34 a, Mitte, heißt es von der Beschneidung: mir™ msorrb rh)pm rb)xi — Von der Sabbatfeicr in Sabbat, 118: nnD^n: rQCCf nDTOH bl 'oi )b pbiD wund i"y "raiy i^dn. Von rwäheißt es in Menachot, 43 b, Mitte, und Schebuot, 29 3, Ende: rblpw DODH b UJD n nOD und endlich vom Schema-Lesen in Menachot, 99 b, Ende: 'isn p tin DWD pW P 'o' vw vs^i D«p irrnyi nnnty wp ubn d*in mp n!? Daß man bei allen diesen Sätzen, nicht etwa an einem Subordiniren bei eintretenden Kollisionsfällcn der religiösen Pflichten gedacht, ergiebt sich daraus, insofern für solche Momente ein ganz anderer Maaßstab angelegt wurde. Siehe D«n rruv yw 687. Neben einer unabsichtlichen unterscheiden wir Nz eine absichtliche Gusma, die daran zu erkennen ist, wenn der Talmud für nöthig achtet, ältere, oder neu einzuführende Gesetze, deren Nichtachtung von Seiten des Volkes, aus irgend einem Grunde zu befürchten steht, besonders einzuschärsen. Es ist dieses klar ausgesprochen in den Worten: ^nv> nnnrnb pon icyy D'DDH iTiUT^D, Ketubot, 83 b, Ende, Sebachlw, 101 9, Anfang. Baba Mezia, 55 b, Mitte. Hierzu ist vorzüglich zu rechnen iliTD D”rr D^DDn nzn by nmyn bl, dessen wahre Bedeutung am besten in Berachot, 4 b, Anfang durch Raschi gegeben wird: v-n"! noyb iDpmn nw djin di&'D "im1 VTOTib Vppnn D^DDn. Vieles Licht über den Werth der rabbinischen Gesetze, und wie sie diese den biblischen gegenüber betrachtet, verbreitet folgende noch hierzu gehörende Stelle IN Erubin, 2l d, Mitte: pmo Ninnb K“iDn 31 rnb ->M n.ii mtmn pb paty V2 : N'vp ndun “hdd Np mm; nnicn niüD 6ni , mbp niso ibN : b'N? rnv nw nmn ibbn n^n? nttvo d’djjd d’djjs min di : b"N mm : nwi nti ty-n dddid nsia i'^m min nnrn ya? nsui mm onsD msyj; mm m mono

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