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Der Orient · 1844-05-07 · 19 (7.5.1844) · p. Spalte 295-296

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Journal
Der Orient
Volume
1844
Issue
19 (7.5.1844)
Date
1844-05-07
Page
Spalte 295-296 (sequence 4)
Language
German
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295 Studien. Ein altes hebräisch-französisch-deutsches Glossar 296 die Geschichte der hebräischen Grammatik und , der französischen Sprache gleich wichtige Pergament-Handschrift, ein Glossarium perpetuum zu dem ganzen A. L., welches sämmtliche hebräische Wörter nach ihrer Aufeinanderfolge in den einzelnen alttest. Bb. französisch mit beigefügten grammatischen, lexikalischen und exegetischen Bemerkungen, so wie auf dem breiten Rande der Handschrift deutsch erklärt. Ich habe über diese Handschrift bereits in meinem Jesurun p. 241 8. berichtet, und auch einige Proben daraus mitgetheilt ib. p. 251 s. Jedenfalls ist es dasselbe Buch, von dem die Bibliothek de Rossi's zu Parma zwei Expl. besitzt; denn cod. de Ross. 60 enthält ein Lexicon biblicum hebraeo-gallicum, im Jahre 1229 von einem Jechiel b. Etieser zu Taillebourg (Taleaburgi) abgeschrieben,' und cod. de Ross. 637. ein Lexicon biblicum hebraeo - gallicoebaldaicurn, angeblich aus dem Anfang des 14. Jahrh. Das ursprüngliche Werk war ein hebräisch-französisches Glossar, welches in dem letzteren Codex de Rossi's mit dem entsprechenden targumischen, in dem unfern mit den entsprechenden deutschen vermehrt worden ist. Denn die deutschen Erklärungen sind in einem weniger festen Schriftcharakter mit blässerer Dinre von späterer Hand beigesügt. In derSidra Anwachsen die Bemerkungen des Glossators zu einem umständlichen Exkurs über die Edelsteine des hohepriesterlichen Brustschildes an, und in dem Buche Job wird allen schwierigen Stellen eine weitläufige Erläuterung gewidmet. Auch die Megillen, besonders Kohelet, sind mit Vorliebe behandelt. Zum Unglück sind die letzten Blätter der Ester- Megilla verloren gegangen, und somit auch die Klausel der Handschrift, so daß weder der Name des Verf. des Werkes noch des Abschreibers, weder die Angabe seines Wohnorts noch seiner Zeit uns erhalten ist. Aus der Luft gegriffen ist die Vermuthung, welche im Jahre 1716 Jo. Georg Abicht der Handschrift beigeschrieben hat: Existimo, hunc librum esse ty2f de quo Siphte Jeschenim p. 14 et Bartolocci Part. 111. p. 795. consulendi sunt. Seiden, enim de Diis Syris Syntagm. 11. cap. V. p. m. 299. in histovia de Maacliae idolo allegat Msc. R. Josephi, cujus vcrba cum explicatione hujus libri conveniunt. Denn die dort von Selben angeführte Stelle findet sich bei Raschi zu 1 Kön. 15, 13 und unser Gloffator, sie mit '^rn 'Dl einleitend, hat sie mit Raschi aus einer und derselben Quelle, aus dem talmud. Traktat Aboda Sara, so daß also daraus, abgesehen von der sonstigen mit dem Namen Rabbi Josef getriebenen Konfusion, kein Schluß auf den Verf. unsers Glossars gezogen werden kann. Wir hoffen einen sicheren Weg einzuschlagen, das Dunkel zu lichten, wenn wir vorerst den lexikalischen und exegetischen Apparat näher betrachten, welcher dem Verf. zur Hand war. meinen den Freunden jüdischer Literatur den besten Dienst zu erweisen, wenn wir sie in ihrer Urgestalt nach und nach im Orient mittheilen. R. Folgendes sind die vom Gloffator benutzten Quellen: 1) Menachem b. S aru k, schlechtweg OMQ genannt, und gewöhnlich mit den Formeln orttß IDE) p oder -pif-j p □["DD eingeführt. Das Wörterbuch Menachem's war in den Händen des Glossators; es ist das Werk, welches er am allerhäufigsten anführt. Die Bemerkung zu 1 Sam. 19, 24. ■ym) iria Nnpjty Diy idd ' ymw omo 'i diöq Pw) ist aus Raschi (ohne Angabe der Quelle) entnommen. 2) Du nasch benLibrüt, gewöhnlich durch fl) fiiOn 135 a. 139 a. 147 b ein geführt, einmal zu np Ex. 28, 28. jypb p DITO Nin D^y Das Citat findet sich wörtlich so bei Raschi, und auch Ps. 32, 4. 48, 3. wird Dunasch von Raschi angeführt, so daß die Kenntniß des Dunasch, welche der Gloffator hat, nur eine durch Raschi vermittelte zu sein scheint. Jndeß citirt er ihn auch neben Menachem zu Ps. 80, 14, wo er sich weder bei Raschi noch bei Jbn-Esra und Kimchi citirt findet, so daßDunasch's Wörterbuch ihm dennoch Vorgelegen zu haben scheint. 3) Chajug" (so schreibe ich bis auf Weiteres nach Balmes), von dessen Werken der Gloffator selbstständige Kenntniß hatte, da er ihn öfter gegen Raschi geltend macht. Bemerkenswerth für die Auffassung des immer noch unentzifferten Namens ist die variirende Citationsweise. Der Glossator nennt ihn bald (4, a. 132, b. jpfin 'D p; 2. Jrnn 'D p? ) 5, a, ’KV'OO jpnn >V), bald jnnn by.D (169, b. zu Job. 4, 10. -o :iynn byn 'dm prosn-f)iD -rajn twui lyra 'dd j 180, a, njn by Ji’nn y'iv), so daß, wie G e s e n i u s (Gramm. S. 11 Anm.) aus handschriftlichen Nachrichren zu zeigen versprach, UPHM (ü-VTin) ber Name eines grammatischen Werkes zu sein scheint, bald aber auch wieder, wodurch diese Ansicht ungewiß wird, jr>n pN (189, a. zu myN Job. 32, 17: ruyn 'dd nw 212m .nn pw pnpnn nsan n ipbro). 4) Saadja 101, a. nnyv 'D^l lzweimal); 175, b. myo 22 nyi 193, b. .inyv 22) zu Ies. 28, 36. Job. 12, 20. (— D^pfcO); 1DD* Job. 38, 37. (durchsichtig wie Sapphir machen). Auf eine Schrift Snadja's nimmt der Gloffator Bezug zu Gen. 8, 11, wenn er sagt: fDp mrw \)DD i"ten 'D p K:y:n *pü wn npQ md pi in ipn 'üd im OL7 ihn nwyi HN'lX Denn da Saadja über dieses Wort eine eigene Erklärung aufstellt, welche Jbn-Esra (-|rp nD2> Nr. 30) gegen Adonim in Schutz nimmt, so ist unter -pp^ wohl dieselbe Schrift Saadja's zu verstehen, welche Raschizu -pnnpD Ps. 45, 10 (vgl. ‘-irp!1OL7 Nr. 10) mit den Worten inW myo npjn einführt. 5) Haji Gaon, nur einmal zu Job. 37, 20, wo er y^ry auf die Sonne bezieht by y^^ D 'DN 22)), eine Notiz, die der Gloffator aus Parchon entlehnt haben kann, da sie sich in Kimchi's Lex. findet. 6) Parchon, sehr häufig, bald schlechtweg pro 3, b., bald jimsn byD 175, b. genannt. Die Anführung Ndri)

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