Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1844
- Issue
- 16 (16.4.1844)
- Date
- 1844-04-16
- Page
- Spalte 245-246 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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245 Berichte Litr. Erscheinungen in Presburg. 246 VI. Tal Orot. nß’Vpi Dwn by noi’D nniN^n ISO D3nn Vrun pt-pn. sin npn dji ugn nnazo p'p5 o'S i'nN N'w * Vst ni’Vm mV min’ 'mo iivsVp®' p"p3 nnL-xm V-<nV'2 mjsV cdu mm ss pmt pW icn iDDN ’3 njai; mm s's ppn runnmi nw mo iD’mnV ’rnmynj , aynns<V dji nwmV pm. id'nnV'3?)Di’ i’jrsn ’Jn nm mwcn os-n \y nmi jiodjt© na. iTnnmpmuma nWat dm dju 'mp |iwn. Preßburg, bei Anton Edlen von Schmid. 1843. IN. und 72 Bl. 4. — Das Werk enthält nicht öffentlich abgehaltene Deraschot ober Vorträge, sondern niedergeschriebene jüdisch-philosophische Abhandlungen, wo sich der Verfasser ftei bewegt, der freien Forschung auch im religiösen Gebiete das. Wort redet, Aydere von dem Nutzen derselben zu überzeigen und ihr zuzuführen sucht, (s. z. B. Psrt. IX, S. 59, 60.) Der äußern Einrichtung nach gleicht das Werk dem allgemein beliebten ..pnabrpfinin bes R. Bechaji, den der Verfasser sich zum Vorbild genommen zu haben scheint; es hat eine allgemeine Einleitung, zerfällt, dann in zehn Abschnitte, deren jeder ewetv andern Stoff behandelt, als Liebe zu Gott, Nächstenliebe re,, nur daß man bei dem schlichten Bechaji den Inhalt einer jeden Pforte aus dem Namen erkennt, was. hier aber unmöglich , da die Namen größtentheils gekünstelt und geschnitzelt sind; so haben z.. B. Psrt. 10 bei Bechaji und Psrt. 1 bei M a r g o l i o t ein und denselben Inhalt — die Liebe zu Gott; B e cha j i nennt die Pforte, sehr einfach: rnnN *W, Ma rg o lio t dagegen ani^ 11 s, den Grund dieser Benennung mit den. Worten angebend: DttfH DHIN N1HE' 'Q '2 pn. ttnp ^npinn, idvd.u?sn.rn^j?!?anno hono. Der Verfasser wählt meistens, konträre Leidenschaften, die er be.ide. ausführlich bespricht, desinirt, die Vortrefflichkeit der einen und die Schädlichkeit der andern zeigt, die Grenzen beider, bestimmt re., wie z.. B. Nr. 4 Muth und Zaghaftigkeit;. Nr>. 5 Demuth und Hochm.uth; Nr. 6 Zorn und Wohlwollen rc>. —* Daß er sich nicht ganz frei und selbstständig hewegt,, läßt sich leicht denken, da er ein Rabbiner war,, bei d.e.nen. es von jeher als Princip galt, nie.selbstständig zu sein pnd wenn, sie es zufällig einmal sind, es doch nicht scheinen zu wollen , und höchstens einen pjy rDDH D31 vorzustellen; daher auch unser Verfasser jede Idee, jeden Gedanken, den er vorträgt, in zwanzig Bibelversen und in eben so viel Midrasch- und Agadastellen zu finden oder hineinzuzwängen sucht, wo es natürlich an unnützem Geschwätze, oft auch an Unsinn nicht fehlen kann. Allenfalls benutzt er aber gut und mit Auswahl seine jüd. Vorgänger als M a imuni, Aldo, Wessely u. A., auch nicht jüd. Philosophen, wie Aristoteles rc. — Die Sprache ist ziemlich verständlich , worauf sich der Verfasser in der Vorrede nicht wenig zu Gute thut. Vli&evm Schelomo. , n drn rycbw-trüim noi , rrraty nirun , mNbnv iw1?-,- nui* /d^Dp onp'-DW^tcnTno , rroiN rw mano nmsr “ina m djii ran , o^nnw dwi , dwnj-wnjö 4m nVpa pwn.T-p Daarrnrij/ jrfbn, ann «V püwjm ppi xi'to 'U DNNH. Preßburg, bei Anton Edlen von Schmid. 1843. 64 Bl. 4. -m Der Verfasser liefert uns hier ein Werk, das in fortlaufender Ordnung sich an den B'Trrimw. hält, ihn nach der Reihe der einzelnen Abschnitte begleitet, und überall, wo er es nöthig oder nützlich findet, seine Bemerkungen einstreut; ein Werk, wie wir derartige, in ihrem Genre wahrhaft ausgezeichnete,, schon an den dpy^pp! , DHJIDmD, u*. A. besitzen.. Daß man als Kompilarur oder Stoppellesen hier noch immer Stoff zum Füllen eines oder auch mehrer Bände findet, ist. leicht begreiflich, da der Werke auf dem Felde rabbinischer Kasuistik Legion sind; daß ferner solche Arbeiten fürs praktische Leben keinen Werth haben, ist unleugbar, denn selbst der hyperorthodore Rabbine, der noch alle Vorschriften und Observanzen des ri\s‘ ins Leben überträgt, wird sich doch durchaus nicht an einen nD^~ma halten, oder ihn zur Richtschnur seines Verfahrens nehmen wollen;, auch zur Aufhellung, und Berichtigung seiner Begriffe in vorkommenden zweifelhaften Fällen kann es nicht dienen, ja ihm vielmehr verwwreu., Wie viel Werth dann überhaupt ein solches Werk hat, dies kann nach den gegebenen Andeutungen Jeder von selbst beurtheilen. — Was uns an dem Werke gefiel, ist der glückliche und nachahmenswerthe Einfall des Verfassers, am Ende des Werkes die in demselben verhandelten Gegenstände in Fragen und Antworten zu bringen, wodurch sich das Ganze leichter übersehen- und dem Gedächtnisse besser einprägen läßt. — Früher (Preßburg bei Schmid 1840) erschien vom Verfasser: , "rn hy rro^-D-o, dem zum Schlüsse eine Antiquität (von 5421 oder 1661) beigegeben ist, nämlich: rm hlü NpD’Dn.ty -)p'-t2m ran moa tjdh yvüw lyby DipobriDiü, von welcher Herr Haas in der-Vorrede sagt: nw p-|.& DN* wit sind hierin mit H. Haas vollkommen einverstanden, und hätten uns vielleicht noch' mit etwas Wenigerem begnügt. — VI!I. Chosen Rab. Qv^j -no by 2n"pn DTJ^Ip »man im nziym m hm manovthw y)y ppn^N4. Preßburg, bei Anton Edlen von Schmid. 1843. 111. und 57 Bl. 4. — Wir verweisen hier nur auf das, was wir »üb Nr. 11. gesagt, da dies auch hier bei dem dritten Theile des dort besprochenen Werkes, seine vollkommene Anwendung findet. IX. Einweihungsrede über Ritus und äußerliche Bauart einer Synagoge; gehalten beim ersten Eintritt in die neuerbaute Synagage zu Frauenkirchen, von I. A. Landesberg, Ortsrabbiner daselbst. Preßburg bei Schmid. 1844. 18 S. 8. — Soll eine Einweihungsrede sein, wir möchten sie aber schicklicher Entweihungsrede nennen; denn solche Reden können die Synagoge nur entweihen; das eine Rede sein sollende Machwerk ist nichts Anderes, als eine alte- Deraschamit Versverdrehung , kabbalistischen Grillen rc., nur daß es in ' deutscher Sprache gehalten, aber Ln einem Deutsch, das ein 16*