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Der Orient · 1844-04-16 · 16 (16.4.1844) · p. Spalte 243-244

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Journal
Der Orient
Volume
1844
Issue
16 (16.4.1844)
Date
1844-04-16
Page
Spalte 243-244 (sequence 2)
Language
German
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243 244 Berichte. Liter. Erscheinungen in Preßburg. Wünschen nicht, indem Ns zwar der Ordnung Nach sich an die Mischna hält, aber sich zu weite Abschweifungen erlaubt, und mehr gelehrte Diskussionen als Mschnaerklärungen bringt; und selbst wo der Verfasser nicht wild zwischen Komillentaren, Poskim re. herumschwärmt, erklärt er doch selten die Mischna unmittelbar, sondern hat seine stereotype Phrase: ♦ *' ,^"1 ü'S 'D1D!3* — Uebrigens ist das Werk in seiner -Mt gut, zeigt von rabbinischer Gelehrsamkeit, Belesenheit und Fleiß, und siir^den Theologen jedenfalls lesens- und empfehlenswert!). HI. Kommentar zur Genesis von R. David KiM'chi. Nach einem Manuskripte in der Bibliotheque royale zu Paris, auf Veranlassung des Orientalisten Herrn 2t. Cohn aus Preßburgherausgegeben durch A. G in zb ü rg. Preßburg, bei Anton Edlen von Schmid. 1842. 79 S. 8. — Ein kimchisches Werk 'lobpreisen, wäre allenfalls unnütze Wortverschwendung; welcher Freund des Hebräischen hörte ihn nicht schon rühmlich nennen, welcher in das Gebiet der Exegese und der Philologie auch nur einigermaaßen Eingeweihete kennt ihn hier nicht als Stern erster Größe? Wer weiß es nicht, daß er cs war, der uns mit' den Forschungen der hebr.-arab. Lexikographen — die in der Ursprache noch heute nicht veröffentlicht sind — bekannt machte, der uns gute Kommentare ohne abgeschmackte Midraschsucht, aber auch ohne räthselhafte Kürze undVersteckenspielen übergab? —- Wir uberheben uns daher der Mühe, über das angezeigte Werk Etwas zu sagen, und bemerken blos, daß Ls an Würde und Einfachheit, an klarem Sinn und verständlichen Erklärungen den übrigen bekannten Produktionen Kimchi's nichts nachgiebtso daß über dessen Autorschaft zu diesem Werke kein gegründeter Zweifel aufkommen kann. Herr Kirchherm in Frankfurt, der das Werk zum Druck präparirte, wollte es auch mit Noten versehen, wozu er auch einen schonen Anfang machte, aber bald müde geworden zu sein scheint, indem die ketztern 44 Kap. zusammen nicht viel mehr Noten als die ersten 6 enthalten. Dem Werke gehet ein deutsches (von I. St.) und ein hebr. (von N. H.) Vorwort, beide im Namen des Herausgebers voran; Ersteres kurz und kräftig, empfiehlt das Werk und dankt den HH. Subskribenten für die gütige Unterstützung, die sie dem Herausgeber angedeihen ließen; Letzteres etwas zu sehr in die Breite gezogen, erzählt wie das Werk in des Herausgebers Hände gerathen, verbürgt die Echtheit desselben, und schließt mit dem Wunsche, daß bald auch die übrigen Theile dieses kimchischen Pentateuchkommentars ausgefunden und veröffentlich werden mögen, in welchen Wunsch auch wir von Herzen einstimmen. IV. Schalme Redaba. 2'L'NN bbia ’DtW “0D pNi nya-aar “pay-inPitf py O'irip'Pi ninaoa nw Py ’Jn n'ryn rnaan; naaN-noND nm bnPy n^ai , aiy ’JErpPn . aaVp'pa at£/a yyp b’D ‘xW. Preßburg bei Anton Edlen von Schmid, 1843. 111. und 30 Bl. Fol. — Den ersten Theil dieses Werkes veröffentlichte der Verfasser vor fünf Jahren unter dem Titel: 1DD bna M rrtys anaan Mvvv!Pn by wm aaiaDyaa p'pa aw ysap, (Preßburg bei Anton Edlen von Schmid, 1838.111. und 65 Bl. Fol.), welcher aber, wie schon Ms TMlbl'att besagt, nur Erklärungen und Bemerkungen zu den verschiedenen Traktaten des babylonischen Talmud enthalt. .Der -Verfasser ist eill reicher Privatmann hier, der bei siinell Geschäften 'doch dem Talmüdst-udrum fleißig obliegt, und nun in seinem Alter, was er während einer langen Reihe von Jahren gesammelt, bemerkt, notirt rc. jetzt durch den Druck veröffentlicht und die Exemplare verschenkt (woher der Nakne n 3 T was allerdings schon das Urtheil gegen ihn um etwas mildern muß. — Der erste Th eil beginnt mit dem Traktat B e r a ch o t und endet mit 'CH u li n; rm gegenwärtigen zweiten kommen nun von 'S. 1—18 nachträgliche Bemerkungen zu verschiedenen Traktaten, besonders zu einzelnen Sugjotwelche aber den im erstell Theile gegebenen nYi nachstehen, und man sieht es dem Verfasser deutlich an, daß er nichts für sich behielt, Alles dem Publikum spendete, um nur den zweiten Theil seiner Schalme Netz aba zusammen zu bringen; S. 18-—20 folgen Marginalbemerkungen zu den Mischnijot, worunter manche beachtenswerth. Von S. 20—28 folgen die versprochenen Bemerkungen zu verschiedenen Stellen des -p und j/n, welche den früher in diesem Werke mitgetheilten Bemerkungen all Wehalt oder an Gehaltlosigkeit nichts nachgeben; den Schluß S. 28—30 bilden einige Erklärungen zu Midrasch- und Hagädastellen, dann auch Erklärungen einiger Bibe'lverse, ÜUt Meistens mit Gematriot, Nutrikon, Remasim rc., die zu sagen man sich in Deutschland schon im vorigen Jahrhundert schämte. V. Kuntres be-Äian rc. Nb'an-NiaVn paya bauH ft. bttarnaany, ddiiödm psanaan aiaa, naa bappp aPfi p"pi d ai a ax jNDD’1? '-riD n^'pa ’“d W'ny , KnPii iSn aNa , a^Diü,a aan^'y oiaannra1? xain PyJifaaya an 'm |Nör*n phn vniö aiaa nNisen arasi , fa SPhNpira ppa NaaNJn^PD. Preßburg, bei Anton Edlen von Schmid. 1843. 16 S. kl. 8. Der Inhalt dieses Kunteres ist der: ob es erlaubt sei, dem Almemar in der Synagoge einen andern Platz einzuräumen, als der, den er bisher gewöhnlich einnimmt; hervorgerufen wurde derselbe durch Nechnitz im Eisenvurger Komitate, wo die Jsraelitengemeinde eine solche Veränderung vorzunehmen beabsichtigte, wvrübet einer des dortigen opponirenden Bet-Dins sich an den Rabbinm zu Sardzhely wendete, ihn um seine Meinung befragend, welche er auch abgab und die wir hier gedrückt lesen. Der Verfasser ergreift auch die Gelegenheit über das Predigen und Beten in deutscher Sprache, über jüd. Journalistik wie über andere neue Erscheinungen im Jüdenthume zu schimpfen — Alles verketzernd, Alles verdammend, aber ohne die mindeste talmudische Gelehrsamkeit (die der greise Verfasser wirklich besitzt), zu entfalten, und nur mit hohlen, abgedroschenell Phrasen um sich werfend. Die Sprache ist — nicht sehr verständlich, der Inhalt — ganz sinnlos.

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