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Der Orient · 1844-04-09 · 15 (9.4.1844) · p. Spalte 235-236

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Journal
Der Orient
Volume
1844
Issue
15 (9.4.1844)
Date
1844-04-09
Page
Spalte 235-236 (sequence 6)
Language
German
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235 Studien. Zur neuesten Geschichte der jüd. Gemeinde zu Berlin. 236 ' einige Proben mitgetheilt haben. Vergl. Jur Kenntniß u. s. f. S. 171. Nr. 17.; S. 172. Nr. 18.; LB. des Orients 1843. 10). Von Selichot ist besonders Cod. Nr. 15. 16. zu nennen, welche unter allen, welche diese Bibliothek besitzt, die reichhaltigsten sind 1X). b) Gedruckte Ausgaben. Wir können nur die Ausgaben Sabioneta -fff* hier anführen, welche wir in Amsterdam (bei H. M. Lehren) und in Frankfurt a. M. (bei M. Goldschmidt) geschehen haben. Hr. H. I. Michael besitzt sehr alte Ausgaben, welche zu sehen wir nicht Gelegenheit gehabt haben. II. Spanische Machasorim» n) Handschriften. Die Hamburger Stadtbibliothek (Co6. hob. Nr. 205) besitzt nur ein einziges Ms. Es ist sehr schätzbar. Vergl. auch weiter unten die einzelnen Artikel. (Fortsetzung folgt.) 10) Da wir dieselben in unserm (bis jetzt ungedruckten) Katalog genauer beschrieben haben, so wollen wir jetzt vorläufig darauf verweisen. Wir werden bei einer andern Gelegenheit in diesen Blättern einige derselben beschreiben. Für diejenigen, welche vielleicht Gelegenheit haben möchten, unfern Katalog zu sehen, bemerken wir, daß wir noch vollständigere Nachweisungen für uns besitzen und gewisse Gründe haben uns abgehalten, sie gleich in den Katalog bevor er gedruckt wird, einzutragen. Bei dem Erscheinen des Katalogs werden die andern Notizen, die übrigens zum literarischen Prunk gehören, daselbst mitgetheilt werden. 11) Das Epigraph von Nr. 16 haben wir im Literalurblatt d. Or. 1843, Nr. 15. S. 233 gegeben. Nr. 15 ist nicht datirt. Diese beiden Sammlungen enthalten viele historisch-wichtige Stücke. Manche derselben sind in der Wormser Selichotsammlung gedruckt. In unserm Katalog der Hamb. hebr. Handschriften haben wir alle ungedruckten angezeichnet. Eine gute Summlung ist auch die auf der Leyd en er Bibliothek (Leg. Scaliger Nr. 5. Fol. Perg.). das Epigraph lautet: M 'in p in“no >-b nin^D“ vorn mn ybNi ptn “ididh nro 12 mirp ioid1? fp Es enthalt diese Sammlung beinahe Alles wie Rr. 15. Angemerkt verdient hier zu werden, daß daselbst über der Sclicha -otM ijy HN~) NID bN, folgende Worte angemerkt sind: 1'a nJtta nmjn by nn^Dn nt nobti' *0 pNL'". Ferner ist über derSelicha ,/r; -pw flQJN" angcmcrkt 13 Ity^ 'ID". Zur neuesten Geschichte der jüdischen Gemeinde zu Berlin. (Fortsetzung und Beschluß.) Daß es uns gelungen ist, diese Allerhöchste Ordre zu \ extrahiren, daß wir nicht träge, ja gewissenlos genug gewesen!- sind, eine Maaßreget, mit der jede Verbesserung unseres religiösen Gemeindelebens beginnen muß, bis zur Erlassung eines k: Gesetzes aufzuschieben, dessen Beschleunigung nicht in unserer I Macht steht, und welches, so weit wir es zu beurtheilen U vermögen, auch jetzt noch gewiß nicht in nächster Zeit zu V erwarten sein dürste, daß wir das Leben nicht den Formen geopfert haben, darin setzen wir unfern Stolz" und unfern Ruhm, dadurch glauben wir uns, wenn durch irgend etwas, den Dank unserer Gemeinde verdient zu haben. Die Vorgänge seit Emanation der Königl. Kabinets - Ordre vom 25. Mai 1842 sind Ihnen im Allgemeinen bekannt, und haben wir noch kürzlich den Mitgliedern des früheren Rabbiner- Wahlkollegiums ausführliche Mittheilungen über die Verhandlungen mit Herrn Dr. Frankel gemacht, der in Rücksicht auf seinen geschwächren Gesundheitszustand, und weit er durch die von den hohen Ministern der geistlichen Angelegenheiten 8 und des Innern beliebte Form der Bestätigung sich nicht bei friedigt erklärte, das ihm angetrageneRabbiner-Amt definitiv - ablehnte.; In dem an Sie ergangenen Einladungs-Cirkular haben f wir es ausgesprochen, daß, unserer Ansicht nach, die Wahl eines Rabbinats-Assessors unter den gegenwärtigen Umständen; am zweckmäßigsten sein würde. Diese Ansicht, die wir zunächst t Ihrer Prüfung vorlegen wollen, erlauben Sie uns in kurzen l Worten zu rechtfertigen. In Bezug auf die Qualifikation ist kein wesentlicher Un-! terschied zwischen einem Rabbiner und Rabbinats - Assessor; in Beziehung auf Rang und Stellung ist jedoch der Rabbiner vem Rabbinats-Assessor in gewissem Sinne vorgesetzt, während die Rabbinats - Assessoren unter sich auf gleicher Rangstufe stehen. Als wir dem früheren Rabbiner-Wahl-Kollegium \ den Ober-Rabbiner Dr. Zacha rias Frankel in Dresden vorschlugen, hatten wir das volle Vertrauen zu der Redlichkeit, Einsicht und Klugheit desselben, daß er die Stellung über seinen Kollegen niemals mißbrauchen und in Übereinstimmung mit denselben und mit dem Vorstand, wie dies Letztere von dem Rabbiner-Wahl-Kollegium als eine Bedingung ausdrücklich gefordert worden war, die der Gemeinde nöthigen Verbesserungen herbeizuführen suchen würde. Die wenigen in ihren Aemtern bewährten Rabbiner stehen, wie die Erfahrung lehrt, bei ihren Gemeinden in hohen Ehren und werden mit Liebe von ihnen zurückgehalten; wir wüßten Ihnen daher jetzt für das hiesige Rabbineramt mit voller Zuversicht keinen Kandidaten zu em-

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