Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1844
- Issue
- 15 (9.4.1844)
- Date
- 1844-04-09
- Page
- Spalte 231-232 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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- Rashi 3× ep/1002670
- Helbo 2× ep/1004843
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231 232 Dukes: über verschiedene Ritualien. so seltenen Handschrift abdrucken ließ. Den trockenen Inhalt dieser Responsen hat H. L. ausgeschmückt mit lehrreichen biographischen Notizen und mit einigen unbekannten Gedichten und Pijutim von R. Tam, aus dem Machasor Witry entnommen. Ueber die im Talmud sehr häufig vorkommenden Wörter , pD">D, erhalten wir von H. L. eine gründliche Untersuchung, in der er zugleich zur nähern Prüfung der Lalmudischen anatomischen Stellen auffordert. — Wir erhalten ferner im zweiten Schreiben desselben Berichte über einige sehr interessante Handschriften, die ein Schüler von ihm in Gradeska auffand. Wir theilen hier die interessantesten mit. \1HJD 'D, in welchem Manches enthalten sei, das in den gedruckten Minhagim fehle, unter diesen eine wunderbare Erzählung, die H. L. aber nicht mittheilt. Angesügt sei noch 21 Responsen von Maharil an seinen Bruder Gumprecht, an R. Meisterlein Iserlein und I. Arweil e r. H. L. giebt nicht näher an, ob diese Responsen dieselben seien, die er an dieselben Personen in seinen gedruckten R. G. 2t. unter Nr. 112, 145, 118, 162, 175, 198 ertheilt hat. rfrnpi bltm Nip n '’D. Dieser R. Josef Kara wird von Raschi an mehren Stellen citirt (Zunz, Zeitschrift für W. d. I., S. 315, 316), ebenso von Raschbam mit dem Prädikat iran, in Par. Wajescheb. Da nun K. unmöglich ein Zeitgenosse von Raschbam gewesen sein konnte, wenn Raschi, der Großvater desselben, seine Erklärungen schon citirt, so schloß daher schon Heidenheim in seinem Kommentar Habanat ha-Mikra zu Num. 22, 9, daß die Kara-Citate in Raschi von K. selbst glossirt seien (ebenso Zunz, G. V., S. 593). Hr. L. sucht nun diese Konjektur noch dadurch zu begründen, daß K. im erwähnten Manuskript Raschi immer mit dem Zusatz erwähnt, und einmal einen Kommentar von R. Samuel ben Me'ir auch hier citirt, so müsse daher K. viel jünger als Raschi und ein Zeitgenosse von Raschbam gewesen sein; dennoch müsse aber Raschi Kara gekannt haben, weil R. Ln Jesaja 10, 24 eine Erklärung , die ihm K. im Namen seines Onkels R. Menachem mitgetheilt habe, citirt. Dieser R. Menachem ben Chelbo, behauptet £♦, habe keinen schriftlichen Kommentar abgefaßt, daher K. in -erwähntem Manuskript immer nur die mündlichen Erklärungen desselben citirt. Rapaport hingegen macht unfern Kara mit Recht zu einem Zritgcn offen Raschi's, indem in Sef. Ha-Iaschar §« 115 eine Meinung von ihm angeführt wird, die er von R. Kalonymos, der zu Raschi's Zeit nach Worms kam (Beza 24) gehört habe; nichts destoweniger kann er den Kommentar von Raschbam gekannt haben, da er noch zu der Zeit des R. Iechiol von Paris gelebt hatte (R. G. 2(. von M. Rothenburg S. 113 up-) * pj ismaö M ^DD m-W ppp). Wir besitzen Kara's Kommentar zu den Propheten, aus dem so manches für R's. Meinung spricht. In diesem Kommentar wird Raschi oft, aber nie mit dem Zusatz citirt. Er scheint sowohl Raschi's als auch M. b. Chelbo's Kommentar vor sich gehabt zu haben; denn häufig finden wir „inw "an MinDl" „ri'lJD;nnD3 MWp". Er widerlegt häufig Raschi unter dem Namen nnD fJN, so z. B. Jesaja 27, 3, wo er Raschi's Leseart -ppc>i zurückweist, ebenso in Jesaja 5, zuweilen auch nur auf seine Erklärung hindeutend, wie z. B. in 2. Kön. 5 DDN wem Dt&> nXtt m\SM HDD b HM bä 'n jna w 'ntho arona? 'tb, jno rm wn tb U’dnd uni njwn. (Fortsetzung folgt.) Bibliographische Dtotiz über verschiedene Ritualien und besondere Gebetsammlungen. Won Leopold Dirkes. (Fortsetzung.) Das deutsche Machasor wurde frühzeitig k omme ntirt, welches wohl sehr nothwendig war; der älteste Kommentar mag vielleicht der von R. E fr a j im aus Bonn gewesen sein, der auf der Hamburger Stadtbibliothek (Cod. heb. Ms* Nr. 17) Folio s) ist. Aus einem Ms. der M ü n ch n e r Bibliothek (Nr. 5) Dieses Ms. ist sehr schätzbar; man erfährt manche historische Notiz daraus, die früher unbekannt war. Es ist dieser Kommentar zwar nicht von R. Efrajim selbst geschrieben, sondern von einem Schüler desselben, der die Kommentarien seines Lehrers benutzte, aber man darf es wohl so gut als seine eigene Arbeit betrachten. Es sind auch andere Kommentarien über einzelne Stücke in diesem Cod. ausgenommen. Einige historische Notizen mögen hier ein Plätzchen finden. Bei dem Pijut |\v ist bemerkt D-nsnyD üwn tmp by :nrun jinn ^ioar >\ (Es mag hier bemerkt sein, daß bei De Rosst', Cod. 586 ein Pijut von Samuel Arfota genannt ist, welcher wahrscheinlich identisch ist mit dem hier genannten. In Cod. heb. ßib. Hamb. Nr. 239 befindet sich auch von unserm Autor ein Pijut für npn 'D anfangend pp jnn&n vd jnia^ □MNDD). Zu Ende des Kommentars'zu dem angeführten Pijut befindet sich die Stelle -,3 nwo wm ’dd "iDw im md anson den *p M 'OQ d^d m ^nan ü^a^o M Nrn md S. 29 lesen wir folgende Stelle: pDO «bni pys&y na^pn Diana mswim ama ddsbmi dm 'üb jnipn piosi Nip^rnn in Mycan ^ddh dh by nnN nmo' wn in by nm ny m ^1 noipo by nrux mnn Diana n w .dmdn ' run (Aus dieser Stelle ist ersichtlich, daß eines von den gewöhnlich angenommenen Zeitaltern des R. G erson und R. Simon ben Iizchak unrichtig sein muß. Ersterer starb nach der gewöhnlichen Annahme im Jahr 4800=1040, ein Selicha verfaßte er im Jahr 1019, vergl. Heidcnheim, Einleitung zu den Pijutim, Art. M. S i m on b en Isaak lebte in Mainz 4856 1096. Heidenheiin a. a. O.) S. 34 lesen wir mp— niN ^np^DDD annai