Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 5 (1844)
- Issue
- Heft 15 (9.4.1844)
- Date
- 1844-04-09
- Page
- Seite 114 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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L-r »\ v-? ^r. a^äaf-X»jrfa»MB»c: i — 114 — an der energischen Opposition zerschellt, hat hier einen sehr guten Eindruck gemacht; wir haben in Preußen der Heuchler und Frömmler und der jüdischen Jesuiten genug und wir lassen gern den Böhmen ihre Freude, wo solche Leute eigentlich hingehoren. — Altomer, 18. März. Ich erlaube mir, den Lesern Ihres Blattes folgende „Abrechnung über Einnahme und Ausgabe in der norwegischen Emancipationsangelegenheit von 1841 bis 1843" mitzutheilen, theils weil man in der That den Kontribuenten eine solche Abrechnung schuldig ist, (Heils weil ich mit dieser Abrechnung Etwas verbinde, das wohl von allgemeinem Interesse sein dürste, da nun einmal das Erzielte nicht dadurch erreicht werden kann. Die Abrechnung fallt folgendermaaßen aus: A. Für die von Herrn W. verfaßte 'Apologetik, die gratis vertheilt werden sollte, sind (an Die Mitglieder des Storthings rc.) Eingegangen: Aus Kopenhagen durch Hrn. Dr. W. 120 Mk. cour. Durch D. P. R6e aus Hamburg gesi 54 — 8 S. H. S. Heine ....... 30 r — - Dr. Rießer .. 15 5 - 5 B. Hirsch ........ 4 5 - - D. St. (i Louisdor) .... 13 - 8 - D» Gerson ....... 13 s 8 - I. de Castro ....... 15 - — - H. Rendsburg ....... 6 - -; — Lichten harn ...... 3 12 -- Durch Herrn Vorsteher Hellwitz . 25 - — - Summa 300 Mk. 4 S. llem nachträglich v. 5). S. Heine > 30 - — - Im Ganzen 330 Mk. 4 S. Verausgabt: а. Druckkosten 232 Mk. 15 S. 5. 1 silbernes Dintenfaß vom Ueberschuß für Herrn W. ... 45 - — - б, . Pocro und Courtage ... 7 - — - Summa 334 Mk. 15 S. davon 3^0 - 4 - Saldo nur 4 Mk. 11 S. 2. KoUekticr zum Behuse unentgeldlicher Verbreitung von Schutzschristen: Einnahme , . 209 Mk. 79 Mk. Saldo 130 Mk. Cour. Ausgabe. für die Gedichtsammlung Wergelands Juden 75 Mk. si. Boten fürs Einkassiren ..... 4 - Summa 79 Mk. Der Saldo von 130, der sich durch die Gabe eines Ungenannten bis auf 144 Mk. 13!- S. erhöht hat und sich noch durch fernere Einkassirung um eine geringe I Summe erhöhen wird, ist für den anfangs bestimmten k Zweck zu gering, und es dürfte angemessener sein, ihm | eine, andere Bestimmung zu geben. Ich schlage vor, ihn zum Preist einer für unsre Zeit wichtigen Frage! zu bestimmen. ' Die Frage, die ich meine, ist: [; Welche Vorstellungen, Begriffe und 1 Anschauungen hat das Judenthum j während des ersten Exils und des zweiten Tempels aus dem Heident thume, namentlich dem Zend Avessr und der Lichtlehre überhaupt in sich aufgenom men? f Man ist fast immer von der Voraussttzung ausge-? gangen, das Judenthum habe sich während des Exils, f und namentlich durch die Zeit der Leiden und der Bej | drängnisst, in sich gefestigt und sti aus der Feuerglmh | der Drangsale geläutert hervorgegangen. Nun ist die | Frage, ob sich das wirklich also verhalte, und ob nicht vielmehr eine große Anzahl heidnischer Vorstellungen und Ideen, eine Art feineren, innerlichen Götzenthums, veranlaßt durch die scheinbar geistige Lichtlehre der Gebern, ins Judenthum eingedrungen und späterhin dergestalt l mit ihm verwachsen sti, daß man im Gegentheil der 5 ersten exilischen Zeit als eine Zeit des Verderbens echt monotheististhec Weltanschauungen und göttlich-geistiger z Lehren anzusthen habe? Wird diest Verwendung genehmigt, so wird der Preis j von 20 Holland. Dukaten die gekrönte Preissthrift loh- Z nen, während sie noch desungeachtet Eigenthum des Ver- \ fassers bleibt. Ein kompetentes Tribunal bewährter Ge- \ lehrten wird die Entscheidung übernehmen. Einstndec ersucht diejenigen der Herren Kontribuen- ' ten, welche mit diestr Verwendung nicht einverstanden : wären, ihre Vota demstlben zuzustellen. Er wird, stlls j ein Zeitraum von sechs Monaten nach der Publikation I des Gegenwärtigen keine Einreden eingingen, seinen Vorf schlag als gebilligt betrachten, und demgemäß nach stij mm besten Ermessen das Weitere bestrgen. j Dr. St ein heim. [ Altorm, 25. März. Wenn die in jüngster Zeit f so mannigfack) besprochene Angelegenheit des Hrn. Lek)- | ren in Amsterdam an und für sich selbst schon einen traurigen Beleg liefert, bis zu welchem Grade von Rücksichtslosigkeit, ja Ungerechtigkeit, misverstandencr Eifer, fanatische Verfolgungssucht, führen können; st gaben uns die „Beiträge zur Entlarvung der Lehrerlschen Betrügereien, Unterschleife und Schandlichkeiten" in den jüngsten Blättern des Orients, abermals einen neuen Beweis dafür. Daselbst ist in einem der Anklagepunkte gegen H. Lehren gesagt, daß diestr Briefr; habe erbrechen lassen, ja sich nicht gescheut, dieses in! Bezug auf den bekannten Seligmann, dem Oberrab-; biner Ettlinger in Altona, selbst mitzutheilen und ein-