Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 5 (1844)
- Issue
- Heft 14 (2.4.1844)
- Date
- 1844-04-02
- Page
- Seite 106 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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106 auszudehnen, so daß die Ausnahme eines neu beitretenden Mitgliedes/ von dem gleichzeitigen Beitritt der Frau bedingt ist. Frankfurt a. Nt., 17. Marz. Die hiesige O. P. A. Zeit, hat nachfolgenden offictellen Korrespondenzartikel in Nr. 77 veröffentlicht, den wir um so mehr hier mitzutheilen uns beeilen, da wir, um die Leser dieser Blätter nicht zu ermüden, es bis jetzt unterlassen haben, über die zweite Broschüre 'a pND nDN oaüJip zu berichten. In dieser Broschüre werden vom am st. Komit6 m:hrer Briefe veröffentlicht, die von einer angeblichen auf Veranlassung des Hrn. Monte fi ore zu Stande gekommenen Vereinigung zwischen der mit der Verwaltung des Herrn L. unzufriedenen Parteien sprechen. Daß diese aber nur eine der gewöhnlichen Mystifikationen des Hrn. Hi rschel ist, mit der er schon oft die Kontribuenten zu tauschen den Muth hatte, liegt uns nunmehr unzweideutig vor; wir müssen daher auf die Broschüre selbst zurückkommen, und geben vorläufig nachstehenden Artikel: Frankfurt a. M., 15. März. Ein so eben eingelaufenes Schreiben aus Jerusalem vom 3. Januar macht eine betrübende Schilderung von der Lage der dortigen aschkenasi'schen Israeliten, denen man, weil sie über die dort von Seiten des zu Amsterdam bestehenden Sammlerkomito's eingesührten und geduldeten Misbräuche rc. an ihre Glaubensgenossen in Europa Einiges berichtet und beklagt hatten, nicht allein den ihnen zukommenden Theil der von hier aus ihnen bestimmten Unterstützungen völlig entzieht, sondern sie auch noch der härtesten und unmenschlichsten Behandlung mit täglich gesteigerter Wuth unterwirft. — Einige der Unglücklichen hat man durch Drohungen und sonstige Mitte! gezwungen, eine zur Verbreitung in Europa bestimmte Urkunde zu unterzeichnen, wornach sie sich mit ihren eigennützigen Unterdrückern dahin „verglichen" hätten, daß sie sich fortan deren Herrschaft schweigend gefallen lassen wollten. Diejenigen, welche diese Erklärung zu unterschreiben verweigerten, wurden auf das empörendste mißhandelt und verfolgt; unter den Unterzeichnern jedoch wurde, als Belohnung, die Summe von 6000 türkischen Piastern vertheilt. Der erst kürzlich in Palästina eingewanderte vormalige Rabbiner Antibi erhielt von Seiten des Amsterdamer Komitv's für seine bei dieser Gelegenheit geleisteten besondern Dienste eine Gratifikation von 1300 türkischen Piastern. —- Die Bedrückung der deutschen Armen in Jerusalem, an sich selbst schon unmenschlich, erscheint um so ungerechter, als in fast allen israelitischen Gemeinden Deutschlands Komitö's zur Unterstützung der israelitischen Armen in Palästina bestehen und von hier aus jährlich sehr bedeutende Summen dem Amsterdamer Konnte zur Bertheilung in Palästina anvertraut werden. In erwähntem Originalschreiben heißt es: oinni jNsb bw manaian iy\in nayn |wn srnnai 1 D'tsnnn m-naon w pa np^non anno n^nnrn myn ' ■py aayno ttaraaa aNiaian nn&nnn nanb rtoi dwvd Dpnman nan1? nin “pn pbnb on^y dhd tppa ' hdhd Dusf um N1? p.lW mnan^ nn pny n uvud b onn lonrw micnn niNtnn b iana^ dhd 'im taa b lanai wy p , rw im p'irrt ■ ^yan ba ma nmrf? nurP nurioi mab mao iaaoi I np-ran naipD nuru dj\ni wyoi m my-m DJ\Nt2f dtd i ms* a1? nN aui pny n taa iary p^ HNmiai 'an ’ 'un panDD^nan niyo nbw nbtä o , ci^ato bxyw nao mpi?n 7\mt i:b tw nwna dn u djw niiN ncona rb& xb mnon rcoan fea Dpn 3idnh ba wyo D'-tooi mymw yima ma mpwio ymrfr naw xb manm -aaynra manaan p^DT? UPlUV DDn.13 “DUn 'JW DCfiHp 'CHM P rt?w DNin cyaai cmoD ip Dys taa )b n>wi anwi broD.ni nfrnp bnpon naun nn Nim — urrü 1300 b]) nbyrb ]w , my> nrmn o , niDNrt ba )b lanaw .'un 'nn ncsnyn nwyw ma aron Die deutsche Gemeinde daselbst hat die Absicht einen Abgesandten, mit den gehörigen Vollmachten versehen, an ihre israel. europäischen Brüder abzuschicken, um j Abhilfe gegen die Lehren'schen Misbräuche seiner Gewalt k. I zu erwirken. Wir hoffen, durch unsere weiteren Schritte, über deren Erfolg wir bald öffentlich berichten werden, j/ der armen Gemeinde diese Kosten ersparen zu können.? Raphael Kirchheim. f Meklenburg - Schwerin, 20. März. Der israelitische Oberrath, oder vielmehr dessen Wortführer, l Dr. Holdheim, hat seit dem Erscheinen der Synas gogenordnung für unsere Gemeinden, von Zeit zu Zeit | Nachträge in Bezug auf den weiteren Verfolg der ein- mal angeregten Reform ergehen lassen, unter denen namentlich: die gänzliche Beseitigung des bisher noch in 1 ganz Deutschland üblichen, sog. Trop's beim Verlesen! der Tora hecvorgehoben zu werden verdient. Mit dieser jj. Mittheilung verbinden wir gleichzeitig die Anfrage, in wie fern dies zulässig, und woher überhaupt die Eigenjf thümlichkeit jenes Vortrags datirt. Dem uns hierüber! Belehrenden sagen wir im Voraus unfern verpflichtenden s Dank zu. * * * [ Frankfurt a. M., 16. Marz. Wir erhalten s so eben den Prospektus einer neuen jüdischen Monatsschrift,; welche unter Redaktion des Herrn Rabbiner Dr. Fraukel in Dresden erscheinen wird. Wir betrachten die Vermehrung der jüdischen Journalistik als einen Beweis!■ der großen Regsamkeit, die uns ftlbst die ärgsten Judenfeinde nicht absprechen könnten, und heißen die neue Zeitschrift freudig willkommen. Man möge es uns daher nicht falsch auslegen, wenn wir uns veranlaßt sin-? den, gegen einige Ansichten zu prorestiren, die in diesem J Prospektus ausgesprochen werden; wir erachten es für; nothwendig, daß es sich klar herausstelle, was uns in