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Der Orient · 1844-03-05 · 10 (5.3.1844) · p. Spalte 147-148

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Journal
Der Orient
Volume
1844
Issue
10 (5.3.1844)
Date
1844-03-05
Page
Spalte 147-148 (sequence 2)
Language
German
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147 148 Schreiben aus Jerusalem. (m:Un -M) ergriff mich, als ich aus dem Inhalt des Briefes ersah, was Männer aus unserer heiligen Stadt geschrieben und sodann unsere und der Zadikim Gegner in Frankfurt in ihrer Sprache in die Zeitungen abdrucken ließen. Die Entweihung des göttlichen Namens und der Ehre der Lora und ihrer Forscher haben mich schmerzlich betrübt, besonders werden hierdurch die Ernährungsquellen der Armen versiegen. Mein Innercs erbebt ob des Sieges des Feindes, des Satans, der Schlange, des Lodesengels, der die Gestatt jener Verläumder angenommen hat. (Sie sind doch gar. zu artig!) Darob erbebt die Erde, das Volk an ven Lhoren, die Festhalter der Lora ziehen gerüstet aus; sie sahen und sie staunten, Angst ergriff sie und ein Geschrei erhob sich in diesem Lager des Herrn. ■ Da versammelten sich alle wie Ein Mann und sprachen: Was sollen wir sagen, wie sollen wir uns verthcidigcn, welches Mittel können wir ergreifen, den racheschnaubenden Feind zum Schweigen zu bringen? Im Drang der Zeiten — denn die Zeit drängt, um — das Paquet zu expediren, verfertigten wir das, was inliegend folgt, um die Gefahr abzuwenden, und setzten auf, schrieben und siegelten das Inliegende, um den Völkern und den Fürsten den Schmerz über die Entweihung des göttlichen Namens und seiner Lora zu zeigen, und den Willen der Weisen darzulegen, daß sie nur an Ihnen und an ihren W e i si tz e r n W o h l g e sa l l e n haben, und außer Ihnen Niemand, wer es auch sei, der Ausübung dieses Gebots theilhaftig sein soll. » n-SfD iTOD W'X D'Si >6 -Diybl DVW iD rpn\ Hierbei folgt ferner ein schon längst ausgefertigtes Zeugniß aller Weisen, welche die Schönheit der Vertheilung (np'bnn •»QV) bezeugen, so wie die Schönheit Ihrer Geldsendung, die Schönheit Ihres Wandels und die Größe und Nützlichkeit dieses Gebots. Ich habe bereits nach Chebron geschrieben, daß die dortigen Rabbiner ebenso wie wir ihren Gesinnungsausdruck darlegen sollen, für den Augenblick genüge gegenwärtiger Kübel mit warmen Wasser (^ O'/pDip pon). Mögen die Feinde des Zadik verdammt und spurlos vernichtet werden, damit sie sich nicht mehr gegen Sie auflehnen können. Es ist des Glaubens wegen, zu hassen, die dich hassen, zu streiten mit deinen Widersachern. Nicht eher ruhen noch rasten werden wir, als bis wir unfern israelitischen Brüdern die Wahrheit verkündet haben, der Grund des Baues (pjs niD'1), damit sie fortan den Lügen kein Gehör geben. Verstummen mögen die Lippen derer, welche sich gegen den Zadik auflehnen, und ihre Zunge verwese in ihrem Munde! Ich wünsche, daß alle Worte der Frommen, die sie geschrieben und unterzeichnet haben, gedruckt werden (wozu wir hiermit das Unsere beitragen), auf. daß die Völker einsehen, wie Liebe, Friede und Eintracht unter d e n h i e si g e n L a l m i d e C h a ch a m i m herrschen, denen die ganze Gemeinde (?) einstimmig Gehorsam leister (!). Man glaube doch nur nicht, daß unsere Stadt eine Mörderhöhle sei, daß Streit und Hader in ihr walten. Soll etwa wegen des Galban, das sich unter dem Räucherwerk befindet, dieses als ein unheiliges betrachtet werden? Soll die Welt wegen einiger-Individuen zu Grunde gehen?- Es ist nun meine Pflicht, daß ich den Fürsten und Völkern offenbare, wer jene Männer sind, die der Gegner und der Drucker Ln der Frankfurter Zeitung vom 18. Sept. . Häupter, Weisen und angesehene Leute nennt. Ich antworte und sage, daß der erste Unterzeichner der bekannte Rabbiner Iehuda Nabo.n ist, dessen Eigenschaften und Aufführung die Gemeinde nicht ertragen konnte. Die Ehre Gottes gebietet, zu schweigen ^). Die Gemeinde beschloß daher (?) mit aller Stärke, demselben fernerhin kein Amt zu übertragen. Als derselbe in K onst an Litt opel war6 7) und aus Liebe zum Frieden dort freiwillig seine Stelle niederlegte, NBBnpn .inrai uuyo ranND ts/ns rmn1? kppt&n oftwn 'Ul nnyp wyi nunn n5>npn, wurde ihm von der Gemeinde ein jährlicher Gehalt von 2500 Grüsch (— (Set25) ausgesetzt, außer seinen übrigen Ansprüchen, seinen heiligen Orten (jwipn niDJpD), Gütern und Besitztümern. Er selbst willigte in seine Absetzung durch eigenhändige Unterschrift und Schwur, welches Aktenstück hierbei folgt (?). Mit welchem Rechte dürfte er sich nun eine solche Autorität anmaßen, Ihre Vollmacht zu vernichten und seine Finger zwischen die Zähne der Feinde des Zadiks und der Zionsfeinde zu legen? Außerdem ist er hierdurch in eine Kontraventionalstrafe von 25,000 Piaster verfallen, wie cs in erwähntem Aktenstück steht. Ferner scheint er (Nabon) bei der Sache betheiligt (und Sie nicht Hr. Gagin?), denn zur Zeit seiner Amtsführung nahm er seinen Antheil zuerst (t£\vrn p^N von den Geldern, welche Sie ihm zusandten, was gegen den Willen der Kontribuenten und der Gemeinde geschah. Dies die Antwort auf Ihr Schreiben vom 8. Adar, worin Sie auf dessen Zufriedenstellung antrugen; schon damals erwiderte ich Ihnen, daß dies weder von mir noch von Ihnen abhänge, denn er ist die Sünde (oder er sei der Sündenbock) der Gemeinde (nNlon O 6) Und dennoch sagten Sie drei Zeilen vorher, es sei Ihre Pflicht, dies Alles zu offenbaren. — Wo bleibt nun aber die pflichtmäßige Offenbarung? Es ist aber, weit leichter, so im Dunkeln zu verdächtigen, als sich kategorisch auf bestimmte Lhatsachen einzulassen — was man nicht allein aus der Lehren'scheil Vertheidigungs- und Angriffstaktik, sondern auch daraus sieht, daß man Seitens des hiesigen Komire's Alles aufbot, um zu verhindern, daß wir ein Exemplar der hier in Uebersetzung gegebenen Broschüre erhielten, welche man — ebenso wie den berüchtigten falschen Cherein — allenthalben sub rosa verbreitet, während man sie vor uns, den offenen Gegnern, geheim zu halten sucht. Verdächtigen, etwas mit halben Worten zu verstehen geben und jede ehrliche Erklärung vermeiden, das war von jeher die Kunst der Chasidäer und der Jesuiten. 7) Nach unseren ofsiciellen Aktenstücken sollte es hier heißen : Als derselbe g efe sse l t nach Konstantinopel gebracht wurde und seine Freiheit aus finsterem Kerker durch einen abgezwungenen Abdikauonsakt erkaufte :c.

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