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Der Orient · 1844-01-23 · 4 (23.1.1844) · p. Spalte 57-58

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Journal
Der Orient
Volume
1844
Issue
4 (23.1.1844)
Date
1844-01-23
Page
Spalte 57-58 (sequence 5)
Language
German
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" ' " " " , t-'-? '*rc‘ -^57^?-! 5*7 Kritiken. Der Pentateuch rc. von H. Arnheim. Beurth. von M. Wiener. 58 i! ppiEM ^). —- Deut. 32, 40 wird mit Recht die Mei-!;Mg Abradanel's wno Mendelssohn's verworfen, nach welcher! thtyb einen Schwur ausdrückt, da der ausnahmj lose Sprachgebrauch dann OK im folg. Verse verlangte, j Der Sinn dieser Stelle ist: „Ihr Völker meint, daß ich \ machtlos bin, weil ich eurem argen Treiben gegen mein Volk 1 so lange müßig zugesehen. So will ich denn meinen Arm jj himmelan heben und durch meinen sichtbar ausgestreckten Arm E zeigen, daß ich nah und ewig lebe". — Unter diejenigen Verse, | hei denen die Exegeten in ihren an Gewagtem und Unhalt- |||® barem überreichen Erklärungen gar sehr divergiren, gehört bekanntlich Deut. 33, 2. Unser Vers, geht auch hier seinen eigenen Weg, behutsam jene Klippen vermeidend, an denen so viele Kommentatoren gescheitert, ',p wird als nom. absoi. angesehen und das am Ende des Verses befindliche n~&'K als das mit großer Spannung durch die vorangegangenen Bestimmungen eingeführte Subjekt des Satzes genommen. WD, JpND PH und tnp nbOP sind Ortsnamen/ als Hauptpunkte ihres Zuges wahrscheinlich deshalb hervorgehoben, weil ihnen an demselben die bedeutendsten Gesetze gegeben wurden. nbzn nbn tang nbnb . IfiHp (cf. Sachs zuPs. 84, 7)z bezeichnet das Mit-! tel.' Zu NPM vgl Exod. 13, 21.' — Zu Deut. 33, 7 jj: „seiner Hände (Kraft) streite für ihn und fti ihm Beistand gegen seine Dränger" wird eine von Ibn Esra referirte Erklärung weiter begründet, y ist nämlich gen. com. Ezech. % 9; für die Enallage EP UP^ ist Jes. 16, 8 zu vergleichen; rpPFl iflper synesin auf y zu beziehen (vergl. die analogen Redensarten Jes. 40, 10 z 59, 16.) — Deut. 33, 20 ist ETIPD intransitiv genommen, „weiträumig ist Gad", nach dem Sifri, der erklärt: 2TTO P^ bvJ PPPt^. - Jes. 43, 6 (vic!. Haft. Beresch.) wird fPPE als weibliche Nebenform von ^pE (von HP? — ppE) in der Bedeutung Erheiterung, Licht gefaßt, in Bezug auf Cyrus, von welchem noch immer, wie von 41, 1 an, die Rede istz eine Auffassung, die der Parallelismus sehr begünstigt. — In Ä. 54, 15 (rid, Haft. Reeh) nimmt unser Autor py wie Rum. 20,18 '2 löyn ib — «tib vergleicht Ezech. 39, 4. — Hos. 12, 9 (viel. Haft Waiischlach) faßt A., den gewöhnlichen Erklärungen mit Recht üuwendend, daß sich schwerlich ein jij? finden ließe, das kein töpH wäre, das letztere in der Urbedeutung a scopo aberrai‘eJ das Ziel verfehlen, et. Jud. 20) 16. „Efrajim spricht i)ür ganz wie ein verweltlichter Verstandesmensch: was mich " Mm Ziele führt, ist keine Sünde". — Hochlied 1, 17 wird : '^mP mit Ibn Esra "EPP Tränkrinne und 2, 7 das Abj HEmin PEPK für das Konkretum O^EPiKP und in dem- ' selben Verse py piy (cf. Job. 1, 18) 'genommen. — - Treffend ist Hochlied 4, 1 (cf. Onkelos zu Levit. l 23, 41, wo dieser rbä durch wiedergiebt) in der Behütung glatt, kahl sein gefaßt, daher: gleiten. „Ein Bild , *) Die Unrichtigkeit dieser Auffassung liegt in der ungept'üsten Annahme einer unrichtigen Bdtg. von HDN. Red. voll Leben und Prägnanz. Die Feinheit, der Glanz, die wallende Bewegung des Haares vom Haupte herab (im Bilde vom Berge Gilead) werden zugleich dargestelle". — Hochlied 4, 2 übersetzt A. nb-läpp ppyp gleich der Heerde auserlesener Schaafe z D^p DM m DM - und dieses in der Bedeutung pro. — Hochlied 4, 8 hält unser Verfasser b&'KP du wandelst, von pt5'K, Denominativ ven p^'K wie 1 Sam. 15, 5 EPP ihN!,i* — Hochlied 7, 2 wird Q\N^P von — dem aram. Glied, Kette übersetzt, eine Vergleichung, durch welche neben der schönen Form auch die Anmuth der Bewegung angedeutet werden soll. Klaglied 1, 14 ist folgendermaaßen erläutert: „Pp^ — PDO krümmen, beugen, von dem Krümmender horizontalen Stäbe des Joches, um sie dem Nacken anzupassen, wie ^PFV^ wahrscheinlich auf das Verbinden durch die vertikalen Stücke zu beziehen ist. Für die Konstruktion vergl. 5, 12 z ^pptfp und ^y hängen von yZ'B ab, sind aber dem Sinne nach auf b)y zu beziehen. — Klaglied 2, 18 wird pyy7 das der alfabetischen Ordnung wegen hier für das gewöhnlichere , pp’^ gesetzt sein soll, nach Ibn Esra übersetzt: „daß ihr Herz jauchzte bis zum Herrn". ift als hyperbolische Formel erklärt, wie: p^)Pä P^ CPP'/ft*) und ähnliche. — Thren. 4, 6 leitet A. p'ifi in prägnantem Sinne von Spl ab j^pT)K PKPP. — Für die auffallende Konstruktion von 4, 17 wird sehr glücklich eine Analogie aus der Mischna angeführt: IPPiy prp^y (Baba Mez. 22 a). — Die Erläuterung zu Kohelet 3, 11 giebt folgendes Scholion: „Gerade in dem dunkeln Drange, in dem unklaren Triebe liegen die Bedingungen zum Fortbestände der Gesellschaft. So liegt die Welt in dem Herzen des M e n s ch e n. Wie viele gewaltsame Bewegungen in der Geschichte gehen vor sich, ohne daß ein großer Theil der Handlungen Grund (t^'^'p) und Ziel (rpo) absieht!" — Unter v^jp p^p 4, 15 versteht A. den Nachfolger, der spöttisch das zweite Kind genannt wird, ein Schwächling an Geist und Wille, vgl. Jes. 3, 12. Durch ü]) soll hier wie durch pfty nach einer Anm. zu Job 9, 35. das metaphysische Bei- und Ineinandersein ausgedrückt werden und wandeln mit hier so viel heißen wie: im Geiste fortwährend damit umgehen, sich damit in Gedanken beschäftigen. — Nach talmudischem Sprachgebrauch in den Ausdrücken ppfcy.9 qiq , jpp^Q pfcrj/ pPp wird p&;9 8, 1 von pt£>£) pp9 pDE zerschneiden, schlichten, durch Mittelmaaß übersetzt. Auch das Wort p^'EP 10, 10 nimmt A. in dem iw Talmud solennen Sinne: empfänglich für etwas machen, wie etwa in PKOE ^Ep^ ptSCH und übersetzt: die Weisheit lehrt bessere Vorbereitung. „Eben jenem Uebelstande, daß du aus Mangelhaftigkeit der Werkzeuge deine Kräfte anstrengen mußt, kommt die Weisheit zuvor". Eine sehr dankenswerthe Zugabe liefert uns der Uebersetzer am Ende des fünften Theils in einem Exkursus über „jene idiomatische Gruppirung bald komplicirter Sätze, bald

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