Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1844
- Issue
- 3 (16.1.1844)
- Date
- 1844-01-16
- Page
- Spalte 43-44 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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43 Kritiken. Kurze Anzeigen. Der Pentateuch rc. von H. Arnheim. 44 V. nibyb *) rih’p] in k njrnp ’Nty'u on/ien oi'2 njn ipo PV;,'ni F|=)pn * ]h2 2Bt&> 'iiby~b2 ♦ 1p'2)2 bl2s 2'L^ P'ILp 1^'y ' nyib i22v n'2 226 2’2D * njnw 2122 -tj -1220 W : 1*2322 d^2i rbyr ca " ’nnpri hti “ii x» '2 nn ivxn iinL'y nn»p2 nh’tt' * nipn “io? nia^p cjm * noncy 2v?in nhipp cr6 ' n1»'’ "PU?) 222 1JH’ xb : «2W - '220^ , 1L22W H *) Parnass, der Musenberg, soll damit ausgedrückt werden« Kurze Anzeigen. 4) rvtap -Btorn. 2121222 cj> 2212 '^pin ntwerv Der Pentateuch nebft den Haftarot, hebräisch und deutsch und mit erläuternden Anmerkungen versehen von H. Arnheim. Glogau, 1841. 8. Prausnitz. Es gereicht uns zum Vergnügen, in diesen Blättern ein Werk besprechen zu können, das, wenngleich von unserer literarischen Journalistik dem Anscheine nach nicht genügend berücksichtigt *), sich dennoch durch Gediegenheit und Nützlichkeit auszeichnet. Es bat dem gelehrten Herrn Verfasser gefallen, nachdem er bereits zu der Zunz'schen Bibel die Uebersetzung der ersten vier Bücher Mosis geliefert hatte, „sich mit wiederholter Prüfung und sorgfältiger Sichtung dieser neuen Ausgabe des Pentateuchs zuzuwenden" und namentlich Synagoge und Schule bei dieser Arbeit zu berücksichtigen. Durch einen fehlerfreien, korrekten Text, durch eine gediegene und treffliche Uebersetzung, die sich durch treues Festhalten an Tradition, Masora und Accentsystem auszeichnet, wie durch Hinzufügung der Haftara nach einem jedesmaligen Wochenabschnktte ist den Anforderungen des jüdischen Rituals wie der Schule vollkommen genügt und dem uns vorliegenden Werke ein Vorzug verliehen worden, der unsere Anerkennung und unseren Beifall in hohem Grade verdient. Auch ist die Art *) Die Beurteilung des Herrn Red., die einzige, die uns bisher zu Gesichte gekommen, erstreckt sich nur auf den ersten Lheil des genannten Werkes. S. LB. des Orients 1840. Col. 641-43. und Weise, mit welcher bei der Übertragung in's Deutsche verfahren wurde, ganz geeignet, der Benutzung derselben einen nicht geringen Erfolg zu sichern z der Inhalt des Originals ist möglichst klar und angemessen, in lebensfrischcr Reproduktion wiedergegeben, gleich weit entfernt von ängstlicher und steifer Wortklauberei, wie von weitläufiger, die Kraft und Fülle des Urtextes entfärbender und abschwächender Umschreibungssucht. „Die Uebersetzung (so lauten die Worte des Herrn Vers.) suchte zwischen den beiden 2(nstößen, zwischen starrer Wörtlichkeit und zerflossener Paraphrase, so gut es gehen wollte, mitten hindurch zu steuern. Jene möchte in den Kreisen, für welche unsere Ausgabe bestimmt ist, in Synagoge und Schute, niemals einheimisch werden; diese, wie dankbar wir auch ihre wohlthätigen Wirkungen und Einflüsse zu ihrer Zeit anerkennen, hat sich bereits überlebt, und es will weder der Wissenschaft noch der Religion frommen, auf Kosten des guten Geschmackes Leichen zu erwecken? Was dies Werk unseres Autors aber besonders empfiehlt und auch Kennern werthvoll macht, sind die schätzbaren Scholien, mit denen dasselbe ausgestattet ist und die theils das Verstehen der Uebertragung vermitteln und diese, wo sie neu und von der bisherigen Auslegungsweise verschieden ist, rechtfertigen, theils den Zusammenhang des Textes Nachweisen, theils aber auch treffliche Bemerkungen für die Grammatik und Wortbildung liefern, so daß die Erläuterungen in theologischer wie in philologischer Hinsicht wichtig sind. Die von Fürst im „Lehrgebäude der aramäischen Idiome" wie in der „Konkordanz" niedergclegte analytische historische Methode hat Herr A. wie schon früher in seiner Ausgabe des Job auch hier befolgt und durch das Eingehen auf andere verwandte Sprachen, durch Vergleichung des Aramäischen und Rabbinischen, ganz besonders aber durch ein fortgesetztes Streben, die sprachlichen Massen zu zertheilen, ihren etymologischen Wegen nachzuspüren und so das Netz der Derivationen zu entwirren und auseinander zu legen, nach dem bekannten Sprichwörter qui bene distinguit bene docet für Grammatik und Lexikon viel Brauchbares und Lehrreiches mitgetheilt. In Rücksicht auf die Exegese hat der Vers, die Ergebnisse und Resultate älterer und neuerer Forschungen gewissenhaft benutzt und verarbeitet; an älteren Quellen sind die Septuaginta, die Targumim, der Talmud, die Erklärungen eines Iizchaki (Raschi), Samuel den Melr (Raschbanü, Ibn Esra, Moses b. Nachman (Ramban), Levi b. Gerson (Ralbag), Abrabanel und an neuern die Erläuterungen von Mendelssohn, Rosenmüller, Gesenius und And. berücksichtigt, meistens aber erscheint der Vers, selbstständig und giebt bei einer pra'cisen Kürze mit der größten, oft überraschenden Einfachheit die trefflichsten Deutungen, so daß man sich wundern muß, wie dieselben bisher haben übersehen werden können. Auch hier bewährt sich das Wort des Tragikers: 'AnXovg 0 (iv&os tfjg uXct&Etcis scpv. Es soll und kann indessen hier durchaus nicht unsere Absicht sein, die Leistungen des Herrn Vers, zu rühmen und mit Empsehlun-