Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1844-01-16 · Heft 3 (16.1.1844) · p. Seite 20

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
5 (1844)
Issue
Heft 3 (16.1.1844)
Date
1844-01-16
Page
Seite 20 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2360092-2360310-2360314--4315-3530004
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

9 entity mentions

20 Deutschland. Hohenems, 10. Dec. 1843. Da in Ihrem Blatte von der Sammlung in Unterfranken für die Abgebrannten in Smyrna Meldung geschehen (S. 4), aber zugleich berichtet worden, daß und warum die Absendung der eingegangenen Summen verzögert worden, halte ich es für meine Pflicht, Ihnen anzuzeigen, daß der Zauber endlich gelöst worden und Herr Dr. Adler in Kissingen folgende Zustellung erhalten: Würzburg, 16. Nov. 1843. I. N. S. M. D. K. Mit Bezug auf die diesseitige Entschließung vom 5. Febr. 1842. N. exp. 12377 werden dem Con. Landgerichte nachträglich jene 22 fl., welche weiter von den Israeliten zu Memmelsdors für die durch Brand verunglückten Israeliten in Smyrna gegeben, dann 214 fl. 6 Tr., welche durch DistriktS-Rabbiner Adler in Burgpreppach unter den wohlhabenden Einwohnern feines Bezirks gesammelt worden, übersendet. — Auch diese Beiträge sind dem Distr.-Rabb. Dr. Adler zuzustellen, welcher nunmehr dem Inhalte der Eingangs erwähnten Entschließung zu entsprechen hat. — Äon. Regierung von Unterfcanken und Aschaffenburg. Kammer des Innern. Graf Fugger. Hübner. Hr. Dr. Adler hat demnach erhalten früher 359 fl. 15 Xr. dann 236 fl. 6 Xr. — 595 fl. 21 Xr. Davon hat derselbe an Portoausgaben 1 ff. 9 Tr. abgezogen, wahrend das Porto hierher 6 fl. 12 Tr. gekostet, Rest 588 fl. dazu Agio an Österreich. B. N. 30 Tr. — 588 fl. 30 Tr., die nach Smyrna versendet worden, da die Versendung von hier durch dieHercen M. und A. Hirschfeld nichts kostet. Breslau, IO. Jan. (Statistisches.) Der geachtete und allgemein bekannte A. Muhr in Pleß hat so eben eine statistische Tabelle über die Judengemeinden im Regierungsbezirk Oppeln, über 32 Gemeinden sich erstreckend, veröffentlicht, wobei er zugleich bemerkt, daß außer den 32 es noch 10 Gemeinden in diesem Regierungsbezirk, nämlich Grottkau, Falkenberg, Schurgast, Pryskau, Neustadt, Hultschin, Georgenburg, Woischnik, Langendorfund K ieferstädtel, giebt, von deren Vorständen ec aber keine statistische Notizen erhalten konnte. Bevor ich jedoch das Resultat jener Tabelle hier auszüglich mittheile, erlaube ich mir Einiges mitzutheilen, woraus vielleicht die Ungefälligkeit jener 10 Gemeinde-Vorstände erklärlich wird. Vor einigen Jahren unternahm es Hr. Muhr, sammtliche Gemeinden Schlesiens dahin zuveceinigen, daß sie gemeinschaftlich aus ihrer Mitte eine Deputation wählen, um im Interesse der Emancipation einige Schritte zu thun. Die letzte sehr stürmische Versammlung war, so viel ich mich entsinne, in Oppeln, und obgleich man im Allgemeinen schon darüber unzufrieden war, daß Hr. Muhr sich ohne Umstände die Präsidentschaft zueignete, was m der That bei seiner Menschenkenntniß den hiesigen Gebildeten Wunder nahm, so war man höchst entrüstet, daß ein zwar reicher, aber als Ungebildeter und Wucherer bekannter die zweite Stelle eingenommen. Jenes Projekt zerschlug sich, man wagte zwar nicht zu prote stiren , aber man merkte sich die Lektion und ist seitdem, was gewiß zu bedauern, mistrauisch gegen alle Anfragen des Hrn. Muhr. So sehr der Korrespondent von der. Reinheit der Gesinnung des Hrn. M. überzeugt ist, so hält er es doch für seine Pflicht, hier jene zehn Gemeinden zu entschuldigen. Nun zur Statistik. Es leben jüdische Familien in Oppeln 60, Neisse 50, Zülz 124, Krappitz 14, Cosel 28, Ujest 36, Ratibor 116, Leobschütz 31, Kätscher 24, Groß-Strelitz 44, Tost 35, Peiskretscham 46, Gleiwitz 140, Loslau 62, Sohrau 90, Rybnick 61, Leschnitz 15, Pietschen 10, Landsberg 55, Lublinitz 55, Konstadt 33, Creutzburg 27, Czischowa 43, Gutentag 44, Kraskau 23, Rosenberg 61, Tarnowitz 37, Beuthen 127, Mislowitz und Umgegend 164, Nicolai 98, Berun 50, Pleß 41, also zusammen mit Ausschluß jener erwähnten 10 Gemeinden 1853 Familien. Unter diesen sind 4b Gelehrte und Künstler, worunter 18 Rabbiner, 26 Aerzte und 1 Dr. pliil sich befinden; ferner 477 Handwerker und 254 Gesellen und Lehrlinge, 752 Kauf- und Handelsleute, 482 Gast-und Schenkwirthe, Fuhrleute und Tagelöhner, 97 Gememdediener, 1772 schulpflichtige Kinder, wovon 738 die christliche, 993 die jüdische Schule und 32 höhere Bildungsanstalten besuchen, 121 dienen im Militär und 61 find Kommunalbeamte; in Strafanstalten sind 7* — Achtzehn Gemeinden dieses Bezirks leben ohne Rabbiner; von den 26 jüd. Aerzten leben 3 in Oppeln, 3 in Gleiwitz, 2 in Ratibor, 2 in Beuthen, 2 in Mislowitz; in 13 Gemeinden ist kein jüd. Arzt. — Unter den 477 Handwerkern und 254 Gesellen sind Handwerke aller Act, als Bäcker und Brauer 89, Fleischer 62, Konditoren, Pfefferküchler, Destillateurs 43, Schneider und Schuhmacher 66, Glaser, Graveurs und Petschaftsstecher 36, Gerber und Kürschner 25, Färber und Maler 15, Goldschmiede 14, Weber, Seiler und Posamentirer 10, Sattler, Riemer und Handschuhmacher 7, Uhrmacher und Buchbinder 12, Klempner und Gelbgießer 7, Drechsler und Tischler 21, Seifensieder 16, Schlosser und Schmiede 5, außerdem noch Maurer, Buchdrucker, Müller, Steinmetzer. Altorm, 1. Jan. (Erklärung.) Die Nummer 49 des vierten Jahrgangs des Orients (1843) S. 387 enthalt einen Korcespondenzartikel aus Hamburg vom 14. November, in welchem auch mein Namen genannt wird; zwar in einer ehrenden Art, allein doch in einer ■mrjnir

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.