Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1844
- Issue
- 1 (2.1.1844)
- Date
- 1844-01-02
- Page
- Spalte 11-12 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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12 I. Lrigland's Abhandlung über die Sekte der Karäer. 11 LiL. Analekten. — Literarische Analekte«. Poetische Kleinigkeiten, gesammelt von Leopold Dukes. Von anonymen Dichtern. 1. ' msiN |<?! ejjdS )di ns ns : nTfn ci’3 Di’ in^p dj ira-ps 'ncRy : nTiin nn k \ * Rn ni^ R&’fc D’p^O cn : nt® nincn i^j?n an ax Dieses Gedichtchen befindet sich in dem sehr seltenen Büchlein dessen Verfasser, unbekannt ist. Es ist dies eins der geistreichsten Werke der später» hebr. Literatur. Es enthalt eine allegorische Erzählung. Wir begnügen uns jetzt, den vollständigen Titel zu geben. jnn non * b'awab na^n * rijo ' paai» ny N3 snpo Dwnn D'jnuji» wa by Dpin nsn, smart 'v'U DRinn mmi sohns yvymnb tarnn nmn “ibdh n’D-nb nixn nxim pW? anjan imp’i nw Rana naban yrv a t? njwrt nid “wn nn ns )D'i niNhm pwnn pa ni?nnn nnw ron« ronnya irfow man by naa nanx i’i np’Pnn nnaN -wn nai . iPan rraa 'i Pa'.na iXüD1 D’Dbiy nywni nrw rmn »»tcrn iTJ? non nnai tnPana Vaan wnp nixaa ■ 'i ’p^N Nin ’D inaxa uanrnnnriNa wa-cnP nna ynapni — }DN — UpV' Es befindet sich dieses Werkchen — nur einige Blätter in 4. — auf den Bibliotheken zu Wien, München und Berlin. In dem Exemplar der Letzter» befindet sich eine Anmerkung über dasselbe von der Hand David Friedländer's. Auf dem letzten Blatt des Büchleins befindet sich eine Stelle anfangend ry-,£> fW nw EHPD ‘Ul NDn ITOD SO (1525), es ist hier die Rede von einem Marano, welcher von Nom nach Venedig kam, und setzte denjenigen, der eben dieses Blatt geschrieben hat (und es ist noch unbestimmt, ob cs der Verfasser des hwüh ist) durch schlechte Verse in Verlegenheit, worauf derselbe (der Anonyms) folgende (nicht sehr scharfe) Epigramme schrieb. — on^no DDiniwi 4 dhw mrob döt din nNsnon * Pan ba bip ann na * b man '2 Pa p« f)n Dieses b'aa'ab NL'ba ist auch unter dem Titel ION bei De Rossr mehrmals handschriftlich vorhanden. — Das Gedichtchen selbst scheint eine Nachbildung zu sein, von dem Abraham Ibn Esra zugeschriebenen O? bmn htff welches unter andern in dem Büchlein 'irr abgedruckt ist. 2. ' nnvrt tiNN RS niNR . : rtaix tyxs ss1? npn ssPs" * nt Vn wnrn nnn« en : n\b ]s [ws. nrw ins d?n * r nwssj rs nntn — : nbNöpi) L'Ny nsn ns Ebendaselbst. — Jakob Trkgland'S Abhandlung über die Sekte der Karäer. (Im Auszuge übersetzt und mitgetheilt.) (Fortsetzung.) Kap. 7. Geschichte der religiösen Spaltungen unter dm Juden nch der Zeit der babylonischen Gefangenschaft. Nicht ohne Grund berichten die Karäer, daß nach geendigter Verbannung die Priester und das Volk, bei denen die unerwartete Befreiung und Erlaubniß zur Rückkehr in das Vaterland, wenn es nicht die Liebe zur Religion der Mer that, großen Eifer im der Verehrung Gottes hätte entzünden sollen, vielmehr in Laster und Verderden sich stürzten, mag dies nun die lange Vernachlässigung des Kultus nach Zerstörung des Tempels oder die Knechtschaft und der Umgang mit den Heiden, oder die ihnen eigenthümliche Heczenshärtigkeit und Bosheit oder dies alles zusammengenommen verursacht haben. Die 7 Verbrechen, welche der Verfasser des Buches Chilluk aus dieser Zeit aufzählt, lassen sich auf folgende drei reduciren: 1) Bei den Lehrern war eine große Vernachlässigung des Gesetzes eingerissen Mal. 2, 1. 7. 8, daher bei dem Volke Verachtung und Unwissenheit in demselben eintrat Hagg. 1* Mal. 4, 4. 2) Die Ausübung der Gerechtigkeit vor Gericht war oft in einem sehr schlimmen Zustand. Zach. 8, 16. 17. Mal. 3, 5. und viel vermochte das Ansehen der Person, Mal. 2, 9. 3) Die Geschäfte des Kultus wurden mit großer Sorglosigkeit und nur damit sie geschehen, verrichtet. Gegen dieses dreifache Uebel empfehlen die jüdischen Lehrer, welche den Propheten nachfolgten, ein dreifaches Gegenmittel (nach Masech. Abot Ans.): 1) um der Vernachlässigung des Gesetzes zu steuern, sollten viele Schüler gebildet werden; 2) damit Niemand Unrecht geschehe, sollte das Urtheil langsam und bedächtig gefällt werden; 3) damit das Volk an eine schärfere Beobachtung des Gesetzes gewöhnt würde, befehlen sie, einen Zaun um das Gesetz zu machen; womit sie meinten, weil im Gesetz nicht Alles scharf bestimmt sei, und Manches vom Volke nicht gehörig verstanden wurde, sollten die Lehrer, um ihm die Ausflucht abzuschneiden: Worin haben wir uns