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Der Orient · 1842-11-20 · 52 (20.11.1842) · p. Spalte 823-824

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
52 (20.11.1842)
Date
1842-11-20
Page
Spalte 823-824 (sequence 4)
Language
German
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823 Jüdische Philosophie. Neueste Ausg. des Kusari.— Beurtheilt von M. Sider. 824 auf steht. So wählt auch Immanuel r^riß (S. 126) als Reim auf iwy! Bei den Philosophen ist aber 2L/TO ein andrer Begriff als miara, vgl. das oben angeführte wy'O, und Jbn Esra-a. a. O. über das Bedürfnis des Reimes. Ahron B. Elia construirt Ln der Vorrede zur Corona legis D^y als Masculin (s. Gesenius s. v. und Hitzig zu Sacharja 4, 10) im Reimwort; aber im Ez Ehajim (3, 4 v. u. *) in derselben Phrase Föminin. Eben so setzt er das Objekt voran (st das Citat zu 113, 6 v. u. *) wie Immanuel (S. 51) D^lv p.1 (vgl. Sacharja 5, 12.) u. dgl. m. -— Natürlich ist manches Sprachgut aus einer Literatur in die andere übergegangen, und es lasten sich viele stereotyp gewordene Phrasen sehr weit verfolgen. Didaktische Poesien, wie Mebakkesch, Ben Hammelech, Jgeret Baale Ehajim u. st w. (st Dukes in Jsr. Annalen 1839. Nr. 9 ff.) bilden einen Uebergang, und sind oft die Vermittler 53). Geiger (Melo Chofnajim S. 97) statuirt zwar einen Unterschied zwischen Prosa und Poesie; aber, seinen Gewährsmann Jbn Esra übertreffend, fügt er hinzu: „Den alten italienischen (?) Juden besteht die Poesie in der Wahl willkührlich geschaffener Formen"! Dabei muß man freilich in Anschlag bringen, daß dieser Gelehrte zu den Leichenrednern der hebr. Sprache gehört (st Zeitschr. Bd. III. Art. Hebr. Poesie, und vgl. oben Nr. 12. Anm. 4) 54). — Das Endresultat dieses Excursus haben wir bereits an die Spitze des gegenwärtigen Artikels gestellt: Der Ausdruck des wissenschuftl. Hebr. ist selten gleichgültig und verdient besondere Beachtung. Daher ist grammatikal. und lerical. Erläuterung in einem wistenschaftlichen Commentar solcher Werke durchaus kein — Ballast. Syntax. Zwar ist für die hebr. Syntax überhaupt noch immer nicht genug gethan, um eine scharfe Grenzlinie gegen die verwandten Dialekte ziehen zu können; doch stellt sich die Syntax des. wistensch. Hebr. historisch als arabisirend heraus (st Samuel I. T. Borr. vgl. Goldenthal Vorr. zum Comment. des Jbn Roschd S. XXXII.). Der vorliegende Commentar berücksichtigt also hier mit Recht die arab. Grammatik, aber nicht 53) So pflanzte sich auch oft die eigene Anwendung nicht blos biblischer Worte (oben Nr. 15. Anm. 32. Nachtrag Nr. 43) sondern auch ganzer Phrasen fort, z.B. nty1? ‘-pyp (2 Sam. 18, 3.) in Gabirol's Keter Malchut, bei Immanuel (S. 4. 99), im Ez Chajim (33, 8*) und noch spät, im zweiten Gutachten vor Palkeira's Mebakkesch. 54) Wir erinnern uns hierbei an das schlagende Gleichm'ß eines hochgeschätzten Gelehrten: Es geht vielen Dingen im Judenthum, oder auch dem ganzen Judenthum, wie nach einem Volksaberglauben gewissen Menschen: Sie leben um so länger, jemehr man sie -- todt sagt! immer auf die rechte Weise. Wir stellen die Bemerkungen zusammen. Ueber TO mit darauf folgenden p (S. 1. A. 2.). Letzteres ist das s wie auch das „zerlegende p" (S. 75. A. 1.) Vgl. dd.hP (S. 3. A. 1.)/ TO gehört hier zu der Klasse von Wörtern, welche, als das Allgemeinere, Unbestimmte, dem Concreten, Bestimmten vorausgehen; welche Wendung in allen Sprachen, die auf einer niedrigen Srufe der Entwickelung der Satzform stehen, sehr beliebt ist. Das arab. ,jLccJf ist eine besondere Unterart dieser Construktion, vgl. das talmudische im hw bb'D (S. 79. A. 2.) 1^ ^3 (I. §* 95. S. 51.). —: Ueber die Weglassung des' Relat. ^s), bei den arab. Grammatikern (S. 23. 2s. 2.). — Ueber Infin. und Nom. aclionis (S. 66. A. 2.); wo auf die Nominalformlehre und die arab. Theorie des j (Xs^i+J I ^! zurückgegangen werden muß. — Ueber die Umschreibung des krön, inclef. und die entgegengesetzte Ausschließungsformel (S. 28. 2l. 5.), welche nur durch eine richtige 2tuffassung der Prap. p in ihrem ausgebreiteten, fast als Widerspruch erscheinenden Gebrauche zu begreifen sind; so z. B. bedeutet: D'nyn p nyn (Sa. 21, c. oben) gerade dasselbe als das unmittelbar folgende: ny ^ly'piD ny! — Zur Theorie der 2tpposi'tion und der (S. 64. A. 3.) — Ueber die Ellipse: 'Dy IHM insy 'pio (S. 83. A. 1.). Eine Hauptabtheilung der Satzformlehre bilden die Partikeln, aber wahrend ein bekannter Gelehrter schon längst sich in Monographien über die Part, des bibt. Hebr. ergeht, ist für die Partikellehre des arabisirenden Hebr. hier der erste schwache Versuch geboten. Ueber \1N, (S. 1. A. 2.); kiN (S. 28. 2L 2.), wo nur Jo verglichen wird, wie bei Gesenius im Wörterb. (Ed. 1828) und Delitzsch (LB. 1840. Col. 257). Allein Gest unterscheidet schon eine altere und spatere Bedeutung. Die 2lraber unterscheiden Jo und ^Jo. Die hier allein passende Vergleichung des Letztem hätte schon vor dem Mißverstand der §§. 14. 15 bewahrt, welchen Abend an a vermieden, und auch der Rec. in den Jsr. Annalen 1841. Nr. 23 gerügt Hatz wieder ein Beispiel von dem Nutzen solcher Studien. — Ueber Dy (S. 10, A. 2. S. 32, A. 2. vgl. 'Mp Dy III. tz. 7). Da auf I. §. 83 verwiesen wird, wo Dy richtig „trotz" übersetzt ist; so muß man sich um so mehr wundern, S. 10 „da" zu finden. Die größtentheils unrichtige oder ungenaue Uebersetzung des Dy, in seinen entgegengesetzten Bedeutungen: während, wegen und ungeachtet (vgl. oben p), an den meisten Stellen, lassen wir hier auf sich beruhen. In Be-

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