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Der Orient · 1842-11-20 · 52 (20.11.1842) · p. Spalte 821-822

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
52 (20.11.1842)
Date
1842-11-20
Page
Spalte 821-822 (sequence 3)
Language
German
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821 Jüdische Zeitschriften. Jedidja, 822 es immerhin Pflicht der jüdischen Schule, ihre Zöglinge mit dem Hebräischen bekannt zu machen, daß sie die üblichen Sidurgebete, so wie die Hauptstücke der Bibel als die DfcOpp yyrr- und cnrnri NpiLZ in der Ursprache verstünden; mehr will die für das bürgerliche Leben heranzubildende Jugend nicht haben. Sorge man nur dafür, daß in den Schulen die heilige Schrift in den vortrefflichen Uebersetzungen eines Zunz und Salomon gelesen werde, so wird dadurch ohne Zeitverlust für andere Disciplinen der Schule und ohne die für Knaben fast unerträgliche -Quälerei mit dem Erlernen des Hebräischen, für einen zweckmäßigen Religionsunterricht hinlänglich gesorgt sein- Soll aber einer der jüdischen Theologie sich widmen, so wird auch die beste Volksschule ihm nicht hinreichende Kenntnis; der hebr. Sprache beibringen können, denn ganz andere Anstalten müssen dafür sorgen. — Vll. Hebräisches Gedichr, abgesungen bei der Einweihung der Königl. Wilhelmsschule in Breslau am 15. März 1791. Vom Inspektor M. H. Roch. Seiner Mittelmäßigkeit halber wäre es für die hebräische Literatur kein Verlust gewesen, wenn der Herausgeber dies Gelegenheitsgedicht uns vorenthalten hätte. Vl!I.Hebräische Synonymik. Die Synonymen j-^s» — pN werden besprochen, doch kaum angefangen wird über das Weitere mit einem „Fortsetzung folgt" auf die Zukunft verwiesen. —- IX- Israels Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft. Vortrag gehalten am ersten Morgen des neuen Jahrhunderts (Neujahrsfest 5601) von Dr. I. Maier, K. Würtemb. Kirchenrath und Rabbiner in Stuttgart. Eine gediegene Predigt. Ein Mann des Fortschrittes, spricht Hr. M. kühn und unbefangen dem religiösen Fortschritte das Wort, und läßt es an Aufforderungen nicht fehlen, seine Gemeinde zur Einrichtung von Anstalten zur Belehrung, Fortbildung und Veredlung der Jugend so wie der Erwachsenen, anzuregen. — X. Hebräische Gedichte vermischten Inhalts von Gottlober, Carmoly und Sommerhausen aus deren erschienenen Schriften entnommen. — XI. Probe eines Entwurfs zu einem Religionsbuche für die israelitische Jugend von 6 bis 10 Jahren. Entschlösse sich der Herausgeber zur Editon des ganzen Werkes, so würde dieser Zweig der jüdischen Literatur mit einer trefflichen Gabe bereichert werden; wenigstens flößt die mitgetheilte Probe ein günstiges Vorurtheil für das Ganze ein. — X!L Des Rabbi Jedaaja Ha-Penim Badraschi Prüfung der Welt. K. 10 und 11, aus dem Hebräisch, von M. Mendelssohn. Diese schon in den frühern Jahrgängen der Jedidja mitgelheilten Kapitel füllen einen Raum der zum Behufe eines Bessern hätte benutzt werden mögen. — Heft 4. I. Schluß des im 3. Hefte abgebrochenen Aufsatzes: Ueber die Vernachlässigung der hebräischen Sprache bei den heutigen Juden in Deutschland. —- H. Esther von Racine, nach einer Uebertragnng von Josef Haltern, verf. Berlin 1798. — Ul. Rede bei Einsegnung eines Knaben, von I. Wolfsohn in Breslau. Herzliche Worte! — IV. Beleuchtung des in dem dritten Hefte abgedruckten religiösen Vortrages des Dr. Maier. — V. Unterredung des Missionärs Litsken mit M. Mendelssohn im Jahre 1784. Aus den Nachrichten der jüdischen Anstalt. Halle 1787. 12. Sehr interessant! VI. und Vll. Hebräische Prosa und Gedichte von G. Falk (heißt Pollak) in Amsterdam. — VIII. Sollen die israelitischen Kinder die Volksschulen besuchen, und 'in der Religion in besondern Schulen unterrichtet werden, oder ist es besser, wenn in allen israelitischen Gemeinden der Elementarunterricht mit dem Religionsunterricht vereinigt wird? Dieser Aufsatz will aufs Neue die, Heft 1 des Archivs aufgestellte Frage und zwar in Beziehung auf Preußen beantworten. Wie? werden wir, so derHerausg. das Dasein des Archivs fristet in der Zukunft erfahren, da es dem Hrn. Herausgeber gefällt, lieber Bruchstücke von vielen als wenige aber ganze Aufsätze zu liefern. IX. Enthält eine alte aber keineswegs veraltete Synagogen- Ordnung; sie könnte noch immer in manchen Gemeinden mustergültig sein. X. Die Grundlosigkeit des Vorwurfs: der Talmud erlaube den Juden, die Christen zu betrügen. Ist zwar schon vielfach versichert und begutachtet worden; indessen muß unserseits so lange damit fortgefahren werden, als noch Spuren jenes gefährlichen Wahns unter den Christen .vorhanden sind. Dies Gutachten ist aus Hitzigs Annalen 1841 Novbr. abgedruckt. X!» Rythmische Übersetzung aus Jesaja K. 44. V. 9 — 20 und K. 58 von M. S. Pappenheimer. X1L Amtsinstruktion für die Rabbiner des Königsreichs Württemberg. (Unvollständig mittgetheilt). XIII. Unter der Ueberschrift: Religionsunterricht, lesen wir hier ein Skizze über die Entstehung der Lehrbücher der jüdischen Religion. Uebrigens theilt noch unser Aufsatz das Schicksal seiner Vorgänger, abgebrochen zu werden. XIV. Ueber den Namen Asochai in Josephus, von M. Heß (in Trier); wir glauben miCPn L" DN1 NM N"DD DN. XV. Ueber traditionelle Auslegung mosaischer Gesetze, über religiöse Zeremonie - Observanzen. Eine Rubrik für Rabbiner vom Herausgeber. Was uns hier geboten wird, enthält ein hebr. nW über den Genuß der Hülsenfrüchte am Pesachfeste. Wir haben darüber schon genug. Alle Theorie würde hier von keinem Nutzen sein, so lange die Rabbiuer nicht mit ihren Beispielen ihren Gemeinden vorangehcn, und am Pesach diese Früchte genießen. X V I. Joseph del Medigo. Die hier gelieferte Biographie dieses berühmten Gelehrten ist ein dürftiger Auszug aus Geiger's Melo Chofnajim, ohne Benutzung aller der Materialen die der Orient 1841 brachte, und wodurch so manches Falsche in Geiger's Schrift berichtigt wurde. L. Jüdisch - philosophische Literatur. Die neueste Ausgabe des Kusari. Beurtheilt von M. Sider in Berlin. 1. Artikel. Das Grammatikalische und Lexikalische des Commentars. (Schluß.) Im Ez Chajim (S. 264) ist nai aus Immanuel (S. 58. Z. 11) verglichen, wo es als Reim 52*

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