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Der Orient · 1842-11-13 · 51 (13.11.1842) · p. Spalte 811-812

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
51 (13.11.1842)
Date
1842-11-13
Page
Spalte 811-812 (sequence 6)
Language
German
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811 812 Jüdisch-philosophische Literatur. Die neueste Ausgabe des Kusari. Sider. Jüdisch - philosophische Literatur. Die neueste Ausgabe des Kusari. Beurtheilt von M. Sider ln Berlin. 1. Artikel. Das Grammatikalische und Lexikalisch e des Commentars. (Fortsetzung von Nr. 43 u. 45)**). Nach der ursprünglichen Anlage des vorliegenden Aufsatzes hätten wir nun von dem Gebrauch der Verbal- und Nominalformen, dann von der Syntax des wissenschaftlichen Hebraismus in der bisherigen Ausführlichkeit zu sprechen. Dann sollten zerstreute, an den Kusaricommentar geknüpfte lexicalische Bemerkungen diesen I. Art. beschließen. Allein, ohne die einleitend (LB. 1841. Col. 292 und Nr. 48) berührten Gründe für eine solche Besprechung zurückznnehmen, gestehen wir doch, daß die Ausdehnung derselben unter den Händen zu sehr angewachsen, was großentheils die Complicirtheit des hier zuerst gewissermaßen monographisch behandelten Gegenstandes veranlaßte. Mancher andere Umstand, unter Anderm auch der Schluß des Jahrgangs, veranlaßt uns daher die Form unsrer Behandlung dahin zu ändern: daß wir das hier unterbrochene Thema — mit Ausnahme einer einzigen Notiz — für eine durchaus selbstständige, und dadurch hoffentlich lichtvollere Darstellung verspüren, in welcher auch die bisherigen Voraussetzungen und Verweisungen begründet und erledigt werden; und schmeicheln wir uns, daß das bis hierher Abgehandelte, selbst in seiner, von vornehmem zugestandenen, gewiß auch in der Sache selbst begründeten, Unvollkommenheit den (a. a. O.) bezeichnten. Zweck der anregenden Hinweisung auf ein unbebautes Feld nicht ganz verfehlt haben werde. — Es 45) Nr. 43. Col. 679. S. 20 lies parfc. pass, der I ntensivf. — ib. Z. 29 „wie es scheint sichtlich" l. absichtlich. — ih. (5o(.68l. für dies Eine Wort braucht man im Hebr. nicht weniger als fünf: WSDto rcnjJDn 31DD DIT HDD (Ez CH. 58). — ib. Zusa m m ensetzungen sind im Talmud häufiger wegen des Einflusses der griech., lat. und pers. Sprache, daher im wiffenschaftl. Hebraismus, wo dieser schon durch das Arabische gemildert ist, nicht anzunchmen. — ib. Anm. 37. Ueber die Theilnahme der Syrer und Juden an der ersten arab. Uebers. griech. Werke s. Delitzsch h sch. d. j. P. S. 142. W e n rieh de auctoruin graeconim version. etc. Lps. 1842. P. 1. 0. 1. II. vgl. Luzzatto 'Bethul. Bath Iehuda S. 12 f. Die arabische Form auf kommt nach Ewald (Gr. ar. §. 264) als ursprünglicher Syriasmus nur in christlichen und philosophischen Schriften vor. — ib. Anm. 38. Eine instruktive Stelle ist: nnriNm iran n^Dnn Mm pDhm i^pno jnn^n nspai jrtan (Ben hammelech C. 14. Ans.). — Nr. 45. Col. 708 sind die letzten 7 Seilen des Textes v o r a n z u se tz e n. — ib. zu Cot. 709 vergl. Lebrecht in Bert. Iahrb. 1841. November 9tr. 85. S. 679 (Binjamin U, 246) und S. 683. j erübrigt uns also nur noch der Schluß dieses 1. Artikels in seiner Tendenz als Anzeige des vorliegenden 1. Heftes der neuen Kusari-Ausgabe nach der ursprünglichen Eintheilung in Formenlehre, Syntax und Lexicographie, wobei wir nur erinnern, daß einige Anmerkk. des Commentars wegaewünscht worden stad (LB. 1841. Col. 743.) — Nominalformen. Ueber das „Piel-Derivat" JPJJ (S. 17. A. 4); die „Feminalform des Ins. Hif'il" nO^n (S. 3. A. 9) wo aber n^n oder n^n fälschlich als Hisilform' angeführt wird! zu vergleichen ist nnniN (S. 41. A. 2.). Hieran knüpft sich die Form ttfpn (S. 13. A. 1.). Durch eine Betrachtung der gesammten Nominalformen in ihrem organischen Zusammenhänge wird hier Manches zu berichtigen und zu ergänzen sein, namentlich muß den Formen und ‘rapn (mit Vocalbuchst. ^&pin) eine passende Stelle in' der Nominalformtabelle angewiesen, auch die Endung p“ am Ins. Hif'il nicht so ifolirt aufgefaßt werden. Bel wpn war noch hervorzuheben, daß sich diese Form fast nur bei perf. wie z. B. KnDn, und primae J) wie eben fi7pn, *)pn u. s. w. Nachweisen lasse; worüber mir noch bisher in keiner Grammatik Aufschluß geworden. An der angeführten Stelle (I. §. 6) ist übrigens der Text zu beachten. Das Buch po nttfp fol. 3. yers. hat für wprb das hier naheliegende! Doch sind die (Zitate dieses Werkes aus dem Kusari offenbar weniger von kritischen als hermeneutischem Werthe, und gerade unsre Stelle besonders zu beachten, da die Herrn Herausgeber diesen für die Grundansicht des Vers, so wichtigen §. nicht richtig commentirt haben, wie ein andermal gezeigt werden wird 46). Brecher hat Mpn, 46) Das Werk jj)£) nt^p ist eigentlich nichts anders, als eine Sammlung, der mttft&yn aus dem bekannten Werke TON ftQ von p\tn, wie auch der vollständige Titel und die Eintheilung zeigt. Es besteht aus polemischen Stellen gegen Christenthum und Muh amm edanism us, und ist äußerst interessant; namentlich verdiente die scharfsinnige Kritik des n. T. den Werken von Strauß und Bauer gegenübergehalten zu werden. Der Beweis für die Auferstehung der Tobten, den wir sonderbarer Weise in dem Ez Chajim ausgenommen fanden (oben Nr. 13. Anm. 11. Col. 195.), wird hier blos mit den Worten abgefertigt: BIJPö h]) min nwnn (fol. 9. Ans.). — In einer interessanten chronologischen Stelle (fol. 11, a.) findet sich das Datum 5123 (1362—3''. — Für den Kusari wichtig ist namentlich die Stelle fol. 25, b. über pM p. — Dieses Werk ist nach de Rossi's Wörterbuch in Livorno gedruckt, aber die meisten Exempl. nach dem Orient verschleppt; daher es wohl sehr selten ist, auch in "w nicht vorkommt. Uns liegt eine Quartausgabe s. i. et a. vor, bei welcher noch nra rot?D (mJN) v. R. Salomo, Sohn des eine Polemik gegen Feinde der Tradition, des Talmuds, und zugleich des Rambam, also wohl gegen Karaiten. Das Schlußdatum flautet mm DninND t1Wj6n m'ub rlüp NH iW &DD (Ende 1437) und zwar bei Leb-

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