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Der Orient · 1842-11-13 · 51 (13.11.1842) · p. Spalte 807-808

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
51 (13.11.1842)
Date
1842-11-13
Page
Spalte 807-808 (sequence 4)
Language
German
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807 808 Nachricht über, Josef Ben-Jehuda. Von Munk. ders den Leig der Maza von aller Berührung des Blutes rein halten, weil die Maza durch solche Berührung aushören würde, gesetzlich genossen werden zu dürfen, da die Berührung des Bluts sie in Chamez verwandeln würde. Diese Erklärung habe ich auf Verlangen gegeben, unter Anrufung des Allerhöchsten, des Gottes der Wahrheit und der Liebe, und ich behaupte sie für die reine unverfälschte Wahrheit meines Wissens und meiner Ueberzeugung. Möge der allmächtige Gott die Herzen aller Christen vor jeder lieblosen Beschuldigung bewahren! (gez.) Der Verfasser der Schrift: Philosophie der Geschichte, oder über die Tradition in dem alten Bunde, und ihre Beziehung zur Kirche des neuen Bundes. (Professor Molitor.)" Fürst. Nachricht über Josef Ben-Jehuda oder Abul'hag'ag Jusuf Ben-Ja'hja al-Sabti al- Maghrebi, Schüler des Maimonides. Von Salomon Mrmk.*) An der 'Spitze seines Wegweisers der Irrenden (^j^LU hat der berühmte Musa ben- Mcümun den Namen seines theuersten Schülers eingezeichnet, dem er ein glänzendes Leb spendet und dem er auch die Ergebnisse seiner philosophischen Arbeiten überweist. Der Name dieses Schülers war Josef ben-Jehuda, und wir wissen aus einer Stelle des apologetischen Briefes (ntonnn mJ)N) Abrahams, Sohnes des Maimonides, daß er den Beinamen Ben-Simeon geführt und zu Aobach, ein Name, durch wel- *) Diese Abhandlung stand im.Journal Asiatique dieses Jahres abgedruckt und ist auch als besondere Schrift abgezogen worden in der kön. Druckerei. Aus dem besondcrn Abdrucke ist hier die möglich getreue Uebersetzung aus dem Französischen von dem Unterzeichneten geflossen. Fürst. 1) Siehe den Brief des Abraham (Wilna, 182 l, unter dem Namen v> niDnta) f* 4. Daselbst heißt es: jo . pv-^n 2mbn mn ^n.1 osn 223* 2mbm tibm pro hx \\yow 22 nmrn nii m )üw Wt. nND non wm *7St nxo nin pnsrn m imno rniN inmisn mmn im by mm -idd top v-uvd -anw 2m2i nmnn nomu ^xm^ pN bn »mn 222) DIDDnn d. h. Es kam zu mir ein Bote mit einem Schreiben von einem berühmten sehr gelehrten Schüler meines frommen Vaters, seligen Andenkens. Sein Name war R. Josef ben-Jehuda ben-Simeon. Er wohnte in Zoba (Aleppo) chen die Rabbknen Haleb (Aleppo) bezeichnen 2), gewohnt In der Widmung des More sagt Maimonides, daß Josef in seine Nahe gekommen war vom Ende des Landes ^0), das heißt, von Nord-West Afrika's, das die Araber al-Maghreb al-Aksa (hebr. '^p) oder das Ende des Westens nennen. Alle diese Umstande lassen nicht zweifeln, daß dieser Josef mit dem Jusuf ben-Ja'hja aus Sabta (Ceuta), Einwohner Aleppo's, von dem Abulfarag 3) spricht, ein und derselbe sei, und welcher nach dem Tarikh al-'hokama (Geschichte der Gelehrten) von Memckl-eddln al-Kifti^) den Familiennamen Jbn-Schim'un j •.***& ^.os) führte, seine Genealogie nämlich bis zir einem gewissen Simeon fortführend. Die Identität ist klar; denn dieses würde buchstäblich sein (um mit dem Talmud zu sprechen) nfiN mp Dn*in ppiy p ssvp m „zwei Josef ben - Simeon in einer Stadt wohnend" und überdieß müßte der eine wie der andere aus Maghreb gekommen, der eine wie der andere ein Schüler des Maimonides sein, was durchaus unzulaßig ist. Wes den Namen Ja'hja anlangt, den der Water unseres Josef bei aranachdem er sich von seinem frommen Lehrer, meinem frommen Vater seligen Angedenkens, 'getrennt. Dieser ist es, für den und auf dessen Namen mein seliger Vater das Buch More Nebuchim verfaßt hat. Es war ein geachteter Gelehrter im Lande Israel (Syrien), sowohl in der Weisheit des Gesetzes als in andern Wissenschaften. 2) Siehe: Binjamin von Tudela. Ausg. Asher's p. 50. 3) Historia D)'nastiarum p. 461. 462. 4) Das Iä (Geschichte der Gelehrten) ist das Werk, welches Casiri sehr oft unter dem Titel: Bib 1 i 0 t h e c a p h i 1 0 s 0 p h 0 r u m citiit. Der Verfasser dieses Werkes ist der Wezir Gftmal-eddin 'Ali ben-Jusuf al- Kifti (beigenannt Al-Kadhi al-Akram), wie ausdrücklich Abulfarag" (p. 520) sagt und wie Hr. Flügel es richtig gesehen (siehe Fleischer: Abulfedae Hist. Anfceislam. p, 233 ss.); aber anjlatt muß es einfach heißen ^Joaidf. G"emal-eddin nennt sich so von seiner Geburtsstadt JaAs in Oberegypten, und diesen Namen muß man nach Abulfeda und dem Kift aussprechen; man muß daher auch sogar Al-Kifti und nicht Al-Kofti schreiben, nicht wie Poeocke und Silvester de Sacy (im französischen Vorworte zu der Ausgabe des Hariri p. XV.) geschrieben. Getäuscht durch die ungenaue Aussprache des Wortes haben de Rosst (Dizz. stör, degli autori arabi p. 81), wie auch die Herren Flügel und Fleischer den Gftmül-eddin für einen Kopten gehalten. Al-Kisti, Verfasser mehrerer Schriften, war 568 (1171—72) geboren und im Monat Ramadhün 646 (Jan. 1249) gestorben. Unmittelbar nach seinem Tode wurde der Tarikh a l - 'h 0 k a m a ausgezogen durch Mo'hammed ben- '^'Ali ben - Mo'hammed al-Khatibi al-Inzeni. Wir haben uns dieses Auszuges, der sich in der königlichen Bibliothek findet, bedient, welcher viele Einzelheiten bietet, die in den Auszügen! Casiri's fehlen.

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