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Der Orient · 1842-12-06 · 50 (6.12.1842) · p. Spalte 797-798

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
50 (6.12.1842)
Date
1842-12-06
Page
Spalte 797-798 (sequence 7)
Language
German
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797 798 Lit. A'nalekten. Etwas über Rab Ha-Mekri. eine ganz gute Lcseart, doch steht es nicht im Msk. — Die Bemerkung der geehrten Redaktion zu Nr. X. (S. 696) löst sich dadurch, daß das Gedicht wirklich nicht vollständig vorhanden ist, sondern in der Mitte beginnt. Die 3 punktirten Buchstaben ptP, als Schluß eines Namens, lassen keinen Zweifel, daß dieser jhw war. *) — S. 696. Z. 10 v. u. zu lesen -j1? Ntyx. — il). Z. 7 v. tu zu lesen rpynxi* — S. 697. Z. 5 v. tu zu lesen 21. — S. 698. Z. 5 v. o. zu lesen — S. Meyer, cand. theol. Literarische Analekten. Etwas über Rab h a - M e S r i. **) So eben lese ich in Ihrem Blatte, wie ein Recensent einen Prof. Meyer wegen des ungeschickten Anbringens des Mein zurecht weist; ohne hier die Richtigkeit der Ausstellung bcurtheilen zu wollen, da ich fragliches Buch nicht besitze, erlaube ich mir hier Etwas über diesen Me'tri beizubringen, was den Lesern des Orients vielleicht nicht unwillkommen sein wird. Im Oriente 1840 Nr. 45 C. 705 befindet sich über Rab ha - Me'iri eine Notiz von Hrn. Carmoly, welcher an jener Stelle, wo es sich von rp2 1-P121 handelt, Folgendes sagt: „die große Einleitung zum HTDI rP2 ist ohngefähr wie die Einleitung des Maimenides zum Mischna - Commentar, und wie man mir erzählte, voll von biographischen Bemerkungen über Tannaim, Amoraim, Gaonim und Rabbanim, nach alten jetzt fast gar nicht mehr aufzufindenden Quellen, die an Werth kaum ihres Gleichen haben. Ich ruhete und nistete nicht, bis ich diese großartige Arbeit erhalten habe, und nicht wenig erstaunt war, dort fast mehr zu finden als ich mir vorgestellt." Aber dieses Werk ,TprD1 rv2 liegt mir dermalen vor Augen, ist in Livorno 1795 bei Elieser Saaden gedruckt und enthalt einen Commentar zu den talmudischen Traktaten Nedarim, Nasir und Sota. Die Einleitung des Rab Ha-Meiri daselbst enthält nur einige Erklärungen über Wibelverse und Hagada's, aber kein Wort von merkwürdigen Notizen über Tannaim und Amoraim. Durch Zufall habe ich bei meinem Aufenthalte in Brody ein Werk des Rab ha-Meiri zu Abot zur Ansicht bekommen, welches ebenfalls in Livorno in Quart mit einem Commentar eines Saloniker Rabbinen zusammen gedruckt wurde; dort findet sich freilich eine große Einleitung,, die wirklich über die Abfassung des Talmuds, und auch über r^XÜ DW'imi D'frOn handelt; ich war wirklich überrascht beim Lesen dieser ausgezeichneten Abhandlung, die wohl der Maimonidischen gleichgestellt zu werden verdient; aber *) Ich glaube, daß bei der ersten Strophe die zusammenstehenden Buchstaben ypvt zu punktiren seien. Red. *•) In deutscher Sprache eingesandt. Red. von neuen Quellen, wie Hr. Cärmoly angiebt, ist dort keine Spur, er hat nur die bekannten Vorarbeiten benutzt, als das treffliche Sendschreiben (ni3X) des Gaon Scherira, das Seder ha - Kabbala des )tbraham den David und endlich noch den Maimonides; höchstens für Sachkenner ist diese Einleitung von Wichtigkeit und erscheint daher mit Recht empfehlungswürdig. Sobald ich nochmals solches Werk zu Händen bekomme, werde ich nicht unterlassen, das Wesentliche desselben den Lesern dieser Blätter im Auszuge zu geben. Noch habe ich zu bemerken, daß der Rab ha - Mein als ein sehr helldenkender Kopf erscheint, wenn man seine Vorrede zum rvrmn rv>2 aufmerksam liest, wo erauch als guter Kritiker sich zeigt. Außerdem war derselbe ein sehr toleranter Mann, was zu der Zeit wo er gelebt, als eine seltene Erscheinung hervorgehoben zu werden verdient. In Schitta Makubezet zu Baba Kamma Seite 38 heißt es: 7>13;D^X )^3N DJH mäD Depots/ b'D mmn 01m mmn msixi id6> ferner heißt es zu S. ii2:D->Dyn jd xint# ^nd.i 211 212 pis rprw 13 nr>x by mn^x nnyi mmn otd nnrun x7x n? fen dius1 unmxD npim DrüiDNW id by *)x mix nrh um*? yiyb 121 ^28 no.i ^Nit&n2-Qn mn iNty bib pi Dmya drb innn1? 2«n ij/ü dx pi p&n Dlttf ^2. Es möge hier noch bemerkt werden, daß bei Sabbatai im Sifte Jeschenim dessen 11^2,1 NQ unter dem Namen rnTDl 1DD bezeichnet wird, was aber auf einem Jrthum beruhet. Es finden sich auch außer diesem niTDI rv>2 noch Chidduschim des Mein zu Megilla, Taanit, Chagiga und Sabbat und die zu Megilla wurden sogar unlängst in Prag nochmals edirt, aber zu Sanhedrin soll sich ein Commentar von Mein im Vatican finden und im Schitta Mekubezet zu Sanhedrin, der Vers, von iy%^, im Manuscript habend, vielfach benutzt, s. Hit. Akkum zu Ende des 6. Kapitels; auch zum Tractat Aboda-Sara findet sich der Me'iri' und wird ebenfalls im Schaar ha-Melech benutzt. Der berühmte Rabbi Iizchak Nunes, Chacham zu Livorno, besaß den vr>Xft 21 zu Tractat Ioma handschriftlich u. hat solches zusammen in seinem Commentar , pN3' N^zu Ioma angegeben. Was Sabbatai unter Artikel 8. v. über dieses Werk sagt: xi.1L/ ypn TTi by!?rw ian, ist grundfalsch, dcnn es ist nur eine Zusammenstellung aller verschiedenen Meinungen, jedwede DB/n rmiD gu erklären. Daß er aber alle gut aufgefaßt hat und cs auch verstanden, solche den Lesern darzuthun, sieht man leicht; nach Beendigung eines jeden Abschnittes folgt ein Auszug nD^n pDD — Der vollständige Name des Vers, ist t>XD rTQ1? .ID5?^ 12 DHJD ein Schüler des rui U'21; aber dessen späterer Wohnort war Perpignan in Frankreich. Eine Stelle im x'2&n n»2ic?n im dritten Theile §. 11» (□nJD 4lb IX^DID) scheint solches zu bekräftigen. Ein Näheres ist in der italienischen Vorrede zum TT’I von Mordchai Karmi nachzulesen, wo Verschiedenes über das Schicksal dieses Werkes erzählt wird. — Hirsch Chajes.

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