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Der Orient · 1842-12-06 · 50 (6.12.1842) · p. Spalte 799-800

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
50 (6.12.1842)
Date
1842-12-06
Page
Spalte 799-800 (sequence 8)
Language
German
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799 Literarische Ankündigungen. 800 Literarische Ankündigungen. In Viesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. Neuestes israelitisches Gebetbuch. [156.] Bei F. E. C. Leuckart in Breslau ist so eben erschienen und in allen Buchhandlungen zu-haben: 2 n ‘p ‘p HNV Gebet- und Andachtsbuch für fromme Israelitinnen, sowohl Frauen als Mädchen, zur öffentlichen und^ häuslichen Andacht an Wochen-, Sabbaty-, Festnnd Fast-Tagen, wie auch für alle Verhältnisse des Lebens, bearbeitet von Z. H. Jacobson, Verfasser des 2lbtalion rc. 300 Seiten in 8. Elegante Ausgabe auf Velinpapier. Geh. Preis 22Z Sgr. Der Herausgeber obigen Buches hat in einer vollständigen Sammlung aller auf das tägliche Leben bezüglichen Gebete seinen Glaubensgenossinnen ein ehrenwerthes Mittel an die Hand gegeben, nich: nur die rituellen Verrichtungen im Tempel zu verstehen und richtig zu beurtheilen, sondern auch bei allen Vorkommenheiten des Lebens sich gewünschten geistlichen Rath und Trost zu erholen. Dem Charakter des Geschlechts gemäß, für welches das Buch bestimmt ist, hat der Verfasser sich einer edlen und einfachen Sprache beflissen; unnötiges Wortgepränge ist sorgfältig vermieden. Die Beterin wird, durch die vorliegenden Gebete in den Stand gesetzt, ihre Wünsche, Gefühle, geistigen Zustände in der edelsten Form dem Geber alles Guten vorzuführen. Wir glauben daher das israelitische Publikum um so mehr auf diese Erscheinung aufmerksam machen zu dürfen, als das weibliche Geschlecht, welches seither den liturgischen Verrichtungen ferner stand, einen Wegweiser in dem Gebiete des religiösen Kultus dringend bedarf und auch bei der häuslichen Gottesverehrung dieses Buch mit immer wachsendem Interesse ergreifen wird. [157.1 In meinem Verlage ist erschienen, und durch alle Buchhandlungen zu erhalten: Hebräisches und chaidaisches Schul- Wvrterbuch über das Alte Testament von Dr. Julius Fürst, Lehrer an der Universität zu Leipzig. 16. broschirt. 1 Thlr. IO Neugroschen. Der durch seine große hebräische Concordan; und andere sprachwissenschaftliche Werke rühmlichst bekannte Verfasser des obigen, für höhere Gymnaflalklassen und angehende. Theologen bestimmten Wörterbuchs sagt von demselben am Schlüsse seiner Vorrede: „Die Unordnung des Ganzen ist alphabetisch, nicht etymologisch; die Haltung wissenschaftlich, nach dem jetzigen Standpunkt dieser Studien. Indem ich selbst neben dem Handwörterbuche und dem Thesaurus von Gesenius eine gewisse Selbstständigkeit erstrebte, befleißigte ich mich zugleich einer Kürze, welche ich für Förderung der Selbstthätigkeit und des Privatfleißes der Studirenden geeignet halten durste." Auch die typographische Ausführung, der die größte -Sorgfalt gewidmet wurde, so wie der niedrige Preis gereichen diesem Buche zur Empfehlung. Leipzig im October 1842. Karl Tanchnitz. [158.] Bei Heinrich Hunger in Leipzig ist erschienen: Dr. Samuel Hirsch, Inhalt - Dessauischer Landes - Rabbiner.) Friede, Freiheit und Einheit. Sechs Predigten, gehalten in der Synagoge zu Dessau. Preis i Thlr. [159,'J Im Verlag von Meyers Zeitungs-Laden im Hamburg ist-erschienen: Dr. Gotth. Salomon u. Dr.NaphLhali Frankfurter, Reden bei der am 18. October 1842 stattgehabten Grundsteinlegung zum neuen Israelitischen Tempel in Hamburg. Preis 3 Gr. $2^ Dem unverschämten Anwalt des jüdischen Seminars in Berlin, der mit beispielloser Frechheit in einem Inserat der L. A. Z. die Behauptung drucken ließ, daß Dr. und Rabb. Hirschfeld der Verf. des Berichts im Orient sei, diene hier zur Antwort, daß dem nicht so ist, da ich es doch als Red. besser wissen muß. Obgleich ich den-Abfasser des Artikels über das jüdische Seminar nicht zu nennen brauche, so will ich jenem lügnerischen Anwalt nur sagen, daß derselbe Verfasser, ohne die ehrenwerthen Lehrer des Seminars im Geringsten beleidigen zu wollen, bereits dasselbe in der A. A. d. I. ausgesprochen. Julius Fürst. Briefkasten. Hon. Religionslehrer und Prediger Goldstern in Waren ersuche ich, das zur Insertion Eingesandte mit Anweisung der Jnsertionsgebühren an die Verlagshandtung zu verweisen. — Die Mittheilung und das Gutachten aus Breslau habe ich erhalten; es wird nächstens abgedruckt werden. — Schluß der Kusari-Reeension von Sider habe ich erhalten.— Um den Schluß der trefflichen Abhandlung über die Beschneidung bitte ich sehr. An CH.: mit Ungarn stehe ich nicht in Verbindung; dieses Reich gehört der Judenzeitung. — An B. in Prag: Die Anzeige über Zion kann ich jetzt nicht aufnehmen. — Von Hrn. E—n in Prag möchte ich auch Mittheilungen mir erbitten; den Aufsatz habe ich erhalten. — Die Mittheilung aus Berlin von P. habe ich erhalten; ebenso die von M. — Kimchi's Genesis - Eommentar mit den andern Büchern habe ich erhalten und sage für die Gefälligkeit meinen Dank; dm Betrag des angekauften Buches habe ich gezahlt. — Die zur Recension mir eingesandten Bücher werde ich remittiren, sobald keineRecersirondarübere^ sollte. — Red. ' Druck von J.^. Nage l. Verlag von C. L. Fritz sch e.

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