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Der Orient · 1842-12-06 · 50 (6.12.1842) · p. Spalte 791-792

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
50 (6.12.1842)
Date
1842-12-06
Page
Spalte 791-792 (sequence 4)
Language
German
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761 Historische Studien. Die ehemalige Herrschaft der Israel, in Arabien. Bon Bodenheimer. 762 Nawas ein Götzendiener war und daß er die Anhänger des Glaubens an den Einigen, der durch seinen eigenen, die Lehre des Magiers verwerfenden, von einem Einsiedler unterrichteten Sohn verbreitet wurde, verfolgte; der Sinn kann auch unmöglich, wie wieder Andere wollen, der sein, daß Du Nawas ein Gesetz gegeben habe, daß der Bruder die Schwester heirathen dürfe und in Folge dessen habe er diejenigen, welche sich gegen dieses Gesetz empörten, hinrichten lassen, s. Bibliotheque orientale par Mr. D’Herbelot s. Abou-Nayas p. 29; eben so wenig stimmen wir der Ansicht Geigers in seiner Schrift: „Was hat Mohammed aus dem Judenlhume ausgenommen" S. 192, in Bezug der Erklärung der gedachtere Sure bei fauch nahmen wir an einer Stelle in der Uebersetzung eine andere Idee aufj: sondern die Sure bezieht sich wirklich auf Du Nawas; er war aber kein Götzendiener, sondern ein Jude, der das Judenthum mit Gewalt der Waffen zu verbreiten gedachte und in seiner Glaubenswuth und seinem Fanatismus so weit ging, für die Nichlbekehrten Feuergruben errichten zu lassen. Der Text der Sure lautet also: LX§0^v^ öj'S’ yd t J I <3 L*J \ f! (Jsa-H ö j Lo £> f <>t (.xj 1t w t i Jj' . väLLq ■. «j . ^yjuo yJ I! ^-vCi tXJ t y)! iX^^^o \yjyXs pJ |w (cjLv/3 \ ^yo |%.^J ^AäJLäJI Die Folgen dieser Handlungsweise und dieses Verfahrens mußten natürlich für den Machthaber selbst verderblich werden. Jede Wahrheit darf nur mit Schonung und ohne Gefühlsverletzung vorgetragen werden; dann findet sie Eingang und verschafft sich Aufnahme Wird aber selbst die reinste Wahrheit, wie der Glaube Israels es ist, durch Geringschätzung des höchsten Gutes, des menschlichen Lebens, eingeschärft und aufgedrungen: so erzeugt dies Benehmen ein Märtyrerthum und der- Urheber stürzt sich selbst ins Verderben. So war es auch hier. In der Stadt Sazra wurden auf Befehl des Du Nawas Grausamkeiten verübt und Aretas mußte sterben. Als er aber im Begriffe stand mit Al-Mondar, den; Könige von Hica, ein Bündniß abzuschließen, suchte der Patriarch von Alexandrien den König von Aethiopien, Elesbaas oder Elesbaan, dahin zu bewegen, daß er dem Du Nawas den Krieg ankündigte. Dieses geschah; und Elesbaas soll mit einer Flotte von 423 Segeln und einem Heere von hundert und zwanzigtausend Mann über die Meerenge von Bab - al - Mandab gegangen sein. Du Nawas war, seiner verschiedenartigsten Anstrengungen ungeachtet, nicht im Stande, dieser Macht die Spitze zu bieten; er verlor die Schlacht und stürzte sich, nach der Behauptung einiger arabischen Schriftsteller, mit seinem Pferde in die See. Und somit hatte auch in Arabien die eigentliche jüdische Herrschaft ihr Ende erreicht. Die Berichte des Ahmed Ebn Jusuf und des Al-Jannabius machen den jüdischen König Du Nawas zum letzten Fürsten von der hamjaritischen Linie; nach Abulfeda aber folgte noch Du Jadan, d. h. ein Mensch mit einer angenehmen Stimme; denn er sagt: Du Nowasum in regno excepit Du djadan, qui ullimus ex Hiznjarilis rcgnum leiiuit. Nach dieser Zeit aber bestiegen den Thron zu Jemcn aethiopische Fürsten: Aryat; Abrahah Al-ashra, Herr der Elephanten genannt. Unter ihm fangt eine Aera der Araber an; Ne Erklärung dieser Benennung gehört nicht in Bereich unserer Betrachtung. Ihm folgte Pacsum, sein Sohn; und diesem folgte Masruk, ein zweiter Sohn des Abrahah. Nach ihm kam auf den Thron Saif Ebn Di Vazan, aus der alten hamjaritischen Linie, durch die Hilfe des Cosru Anushirwan, Königs von Persien. Der Kaiser Heraclius hatte sie ihm versagt. Die spatem Herrscher von Jemen wurden durch Persien eingesetzt, als: Wahzar, Marzaban, Sihan, Jorjis und Bazan, und alsdann fiel das Reich Jemen in die Gewalt Mohammed's. Wie Abulfeda seine Geschichte won Jemen schließt: Horum ullimus fuit Badhan, qui coaeyus fuit Proplietae, et Islamismo nomen cleclit: deinde in Islamicae religionis dilionem transiit El- Jemen. Welche Stellung nun aber^ die Juden unter Mohammed, im I. 622, angenommen, und wie noch viel später, im I. 760, , noch einmal im Reiche der Chasaren ein jüdischer Fürst regierte, werden wir wahrscheinlich an einem andern Orte ausführlich besprechen. Hildesheim, im Sptbr. 1842. Homiletische Literatur. P r e d i g t e n - v 0 n D r. N a p h t h a l i Frankfurter. 1. Abtheilung. Fe stp re dig ten. Gehalten im neuen israelitischen Tempel zu Hamburg. Hamburg, B. S. Berendsohn. 1842. XIV. und 94 S. 8. (Schluß.) Die jüdische Homiletik der Gegenwart hat die doppelte Ausgabe, das Gebiet des Judenthums gegen feindliche Angriffe zu vertheidigen und das religiöse Element innerhalb des Judenthums selbst zu kräftigen'und zu läutern. Auch 7P! ö I

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