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Der Orient · 1842-12-06 · 50 (6.12.1842) · p. Spalte 789-790

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
50 (6.12.1842)
Date
1842-12-06
Page
Spalte 789-790 (sequence 3)
Language
German
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789 Historische Studien. Die ehemalige Herrschaft der Israeliten in Ärabien. 79« zufrieden gestellt und besänftigt wurde/ und dieses wahrscheinlich durch seine gewonnene Ueberzeugung von der Göttlichkeit des Glaubens an den Einzigen und durch seine Hinneigung zu einer Religion, die Liebe und Freundschaft als höchstes Prineip aufstellt und Achtung vor dem Heiligen gebietet, beweist zur Genüge der Umstand, daß er seinen festen Entschluß, das heilige Haus in Mecca zu zerstören, änderte, und im Gegentheile aus Ehrerbietung dasselbe durch Schmuck jeglicher Art verschönerte. Darauf deutet jenes herrliche Fragment eines Gedichtes, welches'von Abu Carb Asaad auf uns gekommen ist. Es bespricht hauptsächlich die Geschenke, welche an die Kaaba gemacht worden sind, und es lautet also: I JoÜjs! 20 LJ ÜJjtÄ. \jS* I 2ÜJ0 LIä* ^-2» Lüü^ Welche Verse Albert Schultens in seinen Monumenta Tetusliora Arabiae also übersetzt: Et yestrvimus domum, quam sacrosanctam fecit deus Sindone suMljssima, yeslibasque striatis. Substilimusque i))i de mensibus decem Alqiie portae ejus addidimus clayes. Exrvimus deinde illuc, ul)i sedem babcbamus Et suslulimus vexillum noslrum renodatum. Es wird behauptet, daß dieser Fürst seines Religionswechsels halber von seinen Unterthanen umgebracht worden sei. Nach ihm saßen auf dem Throne zu Jemen, über deren Religionsansichten wir keine Gewißheit erlangen können: Hassan, der Sohn des Tobba, der von seinem Bruder umgebracht wurde; Amru, der Sohn des Tobba, mit dem Beinamen Dul'awad; Abd Celal, der Sohn des Dul'awad; Tobba, der Sohn des Hassan, des Sohnes des Colaicarb; diesem folgte Al-Hareth, der Sohn des Amcu (von diesem wissen wir wieder mit Bestimmtheit, daß er dem Judenthume zugethan war, und daß er das Judenthum wirklich angenommen); und viele von den Stämmen Kenanah, al Hareth Ebn Caaba und Kendah nahmen das Judenthum an. S. Me Koran, translated inlo English immediately from Hie Original Arabic etc. To wliich is preftxed a Preliminary Discourse by G. Sale p. 28. Nach diesem Könige regierten in Jemen wieder Fürsten, über deren religiöse Ansichten viel Dunkel herrscht: Morthed, der Sohn des Celal; Wacia, der Sohn des Morthed; Abrahah, Sohn des Alsabah; Sahban, Sohn des Mohcith, oder nach dem Berichte einiger arabischen Schriftsteller: Ebn Dakikan, welcher das berühmte Schwert des Amru Ebn Maad Carb, Samsama genannt, besaß; ferner Amru, Sohn des Tobba; Du Shanater. Nach den geschichtlichen Nachrichten, die uns von den syrischen Schriftstellern aufbewahrt worden, soll am Anfänge des sechsten Jahrhunderts ein gewisser Dimion, ein jüdischer Fürst, König der Hamjariten gewesen sein, welcher die durch Jemen nach Aethiopien ziehenden römischen Kaufleute wahrscheinlich aus dem Grunde mißhandelte, um die an den Juden im römischen Reiche verübten Ungerechtigkeiten zu rächen. Aidog, König von Aethiopien, dessen Volk wahrscheinlich durch die Mißhandlung dieser Kaufleute Schaden erlitt, oder bewogen durch den Kaiser Justin, oder auch befürchtend, das Judenthum möchte um sich greifen und sich auch über Aethiopien erstrecken, wie es überhaupt Falle gab, daß selbst gekrönte Häupter am Judenthume Gefallen fanden, s. Josephus B. 20. Juchastn p. 106 b. Meor Enajim p. 264. — Aidog wollte diesem Verfahren Einhalt thun und kündigte dem jüdischen Könige den Krieg an. Dimion ward überwunden und gelobtet und auf den Thron zu Jemen ein christlicher König, Namens Abraham, erhoben. S. Allgemeine Welthistorie p. 16. p. 449; Abulftda p. 119. und Jost: Geschichte des israelitischen Volkes Bd. 2. S. 209. Was von dem Ausgange jener, zur damaligen Zeit stattgefundenen, öffentlichen Streitrede der zwei Religionsparteien, die durch Gregentius, Bischof zu Tephra und Herbanus Seitens der Juden zu Hamjar repräsentirt wurden, zu halten sein dürfte, überlassen wir jedem vernünftigen Geschichtsforscher. Allein diese Verfassung in Jemen dauerte nicht lange, denn Jusuf, mit dem Zunamen Du Nawas, wegen seiner Haarlocken so genannt, der ohngefahc siebzig Jahre vor Mohammed lebte und Jude war, bestieg, nach dem Tode Abrahams, den Thron von Jemen, dessen Absicht dahin ging, das Judenthum zu verbreiten: und seiner Verfolgung waren wirklich alle diejenigen ausgesetzt, die keine Neigung, zu diesem Glauben an den Tag legten. Auf ihn bezieht sich daher, wie die Commentatoren behaupten, die Sure 85, deren Inhalt wie folgt lautet: „Bei dem mit Zeichen geschmückten Himmel, bei dem verheißenen Tage, beim Zeugen und Bezeugten, das vertilgt wurden die Herrn der Gruben, des mit Brennzeug unterhaltenen Feuers, als sie um dieselben herum saßen, und sie über das, was sie gegen die Gläubigen unternahmen, Zeugniß geben müssen; und sie plagten sie nur, weil sie glaubten an den allmächtigen, hochgelobten Gott, dem das Reich des Himmels und der Erde gehört; und Gott ist Zeuge eines jeden Dinges. Für alle, welche die gläubigen Männer und die gläubigen Weiber verfolgen und nicht zurückkehren, ist Qual des Gehennam und Qual des Brennens. Für die aber, welche glauben und sich um das Gute bemühen, sind Garten, unter welchen Flüsse strömen. Dies ist große GlückttligkeuSo weit die Sure. Der Sinn dieses Kapitels ist aber keineswegs, wie ein arabischer Schriftsteller will, daß Du 50*

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