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Der Orient · 1842-11-22 · 48 (22.11.1842) · p. Spalte 759-760

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
48 (22.11.1842)
Date
1842-11-22
Page
Spalte 759-760 (sequence 4)
Language
German
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759 Bibel-Exegese. Ernst Meier. Umbreit. 760 zu suppliren; dazu kommt noch die Schwierigkeit von T]?P und DEH^. Sachs nimmt ^Pl in der SSbtg. Heer, also —allem dann muß man sich über diese zusammengezogene'Schreibung wundern, vorzüglich da bei demselben v. 11 und 13 richtig geschrieben vockommt, und endlich wüßte man nicht, warum die Exulanten womit man ja sonst nur' Krieger bezeichnet, benannt werden. Ewald sagt, daß „Sand" ist, und „Sand" stehe für „Küste", als: „die Gefangenen dieser Küste (Palastma's)"; Andere übersetzen Kreis, Bezirk; aber diese Erklärungen passen noch weniger. Um keine Conjectur zu machen, hat Sachs als erstes Glied des Satzes 1. 2. 3. aufgefaßt: ixb nin ^.nn rbn l.j nsns ny.n’jpjs 2.> T1BC2 2W D^-nj rtai 8.) 2i3n'ny n« 4. und das letzte Glied als zweite Hälfte, und dadurch hat er in Glied 2 erhalten können; allein außerdem daß 3 vor supplirt werden müßte, ist durch diese Erklärung der ganze Parallelismus zerstört, da offenbar Glied 1 dem 3. und Glied 2 dem 4. parallel ist. Der Parallelismus zeigt aber deutlich, wo man den Text auszubessern hat. Für T)Ep? in Glied 3. liest die LXX. und dann der Araber^MY^ Hr. M. conjecturirt MO 1^.; allein in dem Worte ""pEp liegt keine Schwierigkeit und es ist daher jede Conjectur überflüssig. Für NIN ^NN liest Hr. M. oder, um die Vertauschung möglich zu machen, ND^Np Kala%dvr}; allein bei dieser Conjectur erscheint nicht nur das 2 sehr ungeschickt, sondern der Parallelismus von V. 1 und 3 ist immer noch nicht hecgestellt; auch das in Glied 2 ist unerklärt und die Vertauschung desselben mit rift unmotivirt. Nach dem Parallelismus könnte die Stelle nur heißen: "nsca qbtifn? nbji 1. 333n ny; nis ’ikh? 2. nSn? 2W H2 rtai 3. ns.*ia njj 00^2 (nj? nx) 4. so daß sowohl den jerusalemischen als den israelitischen oder Zehnstämme-Exulanten eine Erweiterung ihres Gebiets verheißen wird, jenen nämlich ein Stück von Egypten (vergl. Dp Jes. 30, 5. Dan. 11, 5 ff.), diesen ein Stück von Phonicien. Die hiergenannten ersten zwei Glieder sind jedenfalls die ursprünglichen, daher sie voranstehen, die letztem sind entweder erst später eingeschaltet worden oder verdanken ihre Entstehung einer Randglosse. — Ein anderer Aufsatz über Ex. 1, 16. Jer. 18, 3. Prov. 25, 11 beschränkt sich blos auf das Wort DyDK. Bei der Erklärung dieses Wortes werden außer den^in der Concord. aufgezahlten noch folgende bemerkt: 1) die Testikeln, Geschlechtstheile, von Redslob; wie das aber zu Jer. ' 18, 3 passen kann, das kann ich nicht begreifen. 2) Die vom Vers. (Hrn. Meier), nämlich daß □yifc die Unterschiede - Gattungen, Geschlechter, und Jer.' 18, 3 Scheidungen, Spaltungen ^Scheiben bedeute. Die Grdbdtg. von p& ist also —p scheiden, spalten, trennen, verw.; eine Nebenbildung ist bauen, eig. schaffen, bilden" (vgl. urspr. schneidenl^spatten), von der Vorstellung des Scheidens ausgehend. Im Arabischen hat p^ entweder die Bdtg. v. p oder: abschneiden. Ist pft pK so wird p auch j?. sein, wovon py Art, Gattung, also das was von Anderem unterschieden ist. Da man bei Erklärungen der Wurzeln immer von einsylbigen ausgehen muß, so würden die Stamme in folgender Weise zu ordnen sein: 1) p (pp), sy; 2) np) 3) pN, pN\ Ungewiß ist es aber, ob ’pft und Tpjp zu dieser Wurzelgruppe gehört, obgleich die Bdtg. „wenden" (vgl. die Wurzelfylbe in Tpri) von Spalten, Trennen ausgehen kann. 2. Der Knecht Gottes. Beitrag zur Christologie des A. Ls. v. Dr. Fr. Wilh. E. Umbreit. Hamburg, Fr. Perthes. 1840. 8. Der Vers, hat bereits im Jahre 1828 eine Abhandlung „über den Knecht Gottes im letzten Abschnitt der Iesajanischen Sammlung Cap. 40—66" veröffentlicht; .da nun dieselbe, wie der Vers, in der.Borrede der oben angezeigten Schr. berichtet, mehrfache Beachtung und schriftstellerische Berücksichtigung? gefunden, fühlte er sich veranlaßt, eine verbesserte und vermehrte Ausgabe davon zu veranstalten — und diese ist es nun, welche uns vorliegt. Der eigentliche Zweck derselben ist, dem Namen des Stifters der chr. Religion (im Gegensätze zu einer bekannten neuern Richtung) historische Persönlichkeit zu verleihen, daher sie auch einen theils polemischen, theils apologetischen Charakter hat. Von dieser Seite betrachtet, würden wir uns schwerlich geneigt gefühlt haben, uns mit ihrer Beurtheilung zu befassen; in sofern sie aber das exegetische Gebier zu ihrem Kampfplatz wählt und die Version des Chaldäers, die Aussprüche Raschi's, Kimchi's rc. in ihre Operationen verflicht, wollen wir ihr, so weit der beschränkte Raum dieser Blätter cs gestattet, eine Besprechung widmen. Der Vers, leitet die fragliche Schr. mit einer Erörterung in Beziehung auf die Autorschaft des zweiten Theiles des Jesaja ein, und (befremdend genug rückft'chtlich seines Standpunktes) erklärt er sich für den exi li sch en Ursprung des genannten Theiles, weil nur auf diese Weise der sonst ihm unbegreifliche Umstand zu erklären sei, daß der bei den vorexilischm Propheten als König der Könige gedachte Messias in dem fraglichen Theile als ein lehrender und leidender Prophet beschrieben wird. Diese Verwandlung,

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