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Der Orient · 1842-11-01 · 45 (1.11.1842) · p. Spalte 709-710

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
45 (1.11.1842)
Date
1842-11-01
Page
Spalte 709-710 (sequence 3)
Language
German
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700 710 Die neueste Ausgabe des Kusari, beurtheilt von M. Sider. bei der Beurtheilung des Textes der vorliegenden Ausgabe manches Hierhergehörende zu erwähnen haben. -— Manche Form ist rein graphisch, mitunter nur durch den Mangel der Punktation hecbeigefühcr (der bekannte Mißstand der gehausten Vocal du cd staben u. dergl.)"; oder auch verbunden mit dem allgemeinen Streben spätrer Schriften nach phonetischer Starke und Deutlichkeit. — Hierher gehören graphisch aufgelöste aber längere Formen für gleichbedeutende kürzere [f. Ez Chajim 89, 16 v. u. * — ad de (Sa. 3. e. Z. 3.); M"- (ib. 25, a.) > ujdnh (il). 37/ 1). et passim)) imn (II. §. 2. S. SO)*, umd (Lech. I. c. 6); mNif? ijüid w (ib. C. 10. f. 36. ed. F. s. dessen Comment.), welches aber auch 1^113 punktict werden kann et. 8a. .14, e. med. — Man vergl. noch die ausnahmsweise Schreibung des äthiop.? in diesem Falle, und die regelrechte des bei Ewald §. 132. — iriNU' (Sa. 39, a.), für das zweideutige wir], die Conjugation mancher Verb. concav. nach Analogie der gcmin. (Ez CH. 160, 2 Add.)43) und mancher gemin. als perfect, (ib. 92, 27 *, worüber mehr unten bei den Verbalformen).-Weitgreifend ist die Setzung der Endungen mit n, für die mit n, die uns spater (bei den Nominalformen) mehr beschäftigen wird, und selbst auf die Syntax (8tat. constr.) instuirt. Biel davon mag wohl aus die graphische Ähnlichkeit beider Buchstaben zu schieben sein, aber gewiß nicht Alles, da die Analogie der Bibel und der Einfluß der Dialekte (besonders 8 vgl. Ez. Ch. 1/3, 18 *), Manches hinlänglich motivirt. — Die bt=- blische Nebenform des Partie, s. Ez. CH. 175, 9* (vgl. mit Ges. Lehrg. S. 417, 4. (I/O). Tuch ad Gen., 20, i'16); ad.de: nxap (92, 16 v. u.) transit. (ügt. ib. A 4) oder inlrans. (vgl. 64, 8 v. u. *); minn rUDNUH (Bech. I, C. 10. vgl. Sa.); npM (26, 18 *) -noby* (17/ 23) hingegen auch rum (159). Dieses führt auf den Aramaism des fein, w für p," und nn (vgl. Ges. Lehrg. S. 264. 427. 431 und die poetische Form S. 467). Ez. Ch. S. 264. „bei Ahron vielleicht nicht ohne Einfluß des Arabischen." Man hat hierbei zu beachten, daß bei ult. H das geiius des pari, nur vocalisch bezeichnet ist, z. B. (Ez. Ch. 117- 96.) (94, 10 v. u.); daher deutlicher nunra (Bech. I/O. 7. f. 19, b. ed. F.). Diese Form ist daher die herrschende im Partie. Nif'al, wo auch der vocal. Unterschied schwindet, und selbst im praeter, desselben (wo doch wieder eine neue Undeutlichkeit entsteht, da die 2. pers. dieselben Conson. hat — vgl. weiter unten Nitpael—); daher (Ez. Ch. 19. 100); rr&ü (176. — V. §. 2. f. 17, a.); nwi> 43) Ein Beleg zu Benseb's Tertrecension, daher auf LB. 1841. Cot. 346. (Anm. 6) verwiesen ist. WV (V. § 2, f. 1.2): fWiDJ (V. §. 2.?fnf.); mp) (Ez. Ch. 208); (1b. 109), wornach zu corrigiren (V. §. 12. f. 26) so wie ruyin (III. tz. 19, f. 2i, b.). Ein sicheres praeter, ist n'N“U ">331 (Sa. 17/ d.). Praeter. His'il Ez. Ch. 264. aääe: n^N'^n (I. §. 109. S. 65) wo Brecher nnfron hat, wahrscheinlich eine Verbesserung; Nicpael Ez Ch. ib. das angeführte Beispiel findet sich als 2. pers. V. §. 12, f. 31. — Auf der andern Seite führt das wissenschaftliche Streben nach Kürze und Pracision, die verwickeltere Satzbildung (s. Syntax), leicht zur Brach ylogie und Contraction (die Beispiele oben beim Nom. depart.. mno). Ein Purismus des wissenschaftlichen Hebr. ist die Vermeidung des aram. 8tat. demonslr. für den hebr. )lrtikel. Stehende Formeln oder Termen des Rabbinism haben wohl manchmal den 8tat. demonslr. beibehalten. Diese gehören aber in die Klasse der Ci täte und F r e mdw ö rter 44). Die unhebr. aber arabische Construction des Verb, finit, mit rpn bei den Karaiten (Ez Ch. 166, 16*) gehört schon fast in die Syntax, wie überhaupt die 'Anwendung der Flexion. — Hiermit verlassen wir die Fl exio ns formen und gehen zu den Wort formen über. (Fortsetzung folgt.) Liter arische Miseelle. Die E s s ä e r. Die Sekte der Essä'er, welche während des zweiten Tempels unter den Israeliten sich bemerkbar machte, wird auffallender Weise nirgends in der Mifchna und im Talmud erwähnt. Um dieses Näthsel zu lösen, behauptet Asarja de Rosst im Meor Enajim S. 50 a. ed. Wien 1830, daß sie identisch mit der Sekte dcr Baitosim, D^Dirvo sei, welche öfters und nicht zu ihrem Ruhme in Mischna und Talmud vorkommt. Bellermann in seinen „Geschichtlichen Nachrichten über die 44) Der gründliche Sprachforscher Fuchs in seiner Rec. von Ampere Mist, de la forme de la langue frangaise (Berl. Iahrb. Jan. 1842. S. 33) unterscheidet Lehnwörter und Fremd w. Seine angczogene Schrift: „Zur Geschichte und Beurtheilung der Fremdwörter im Deutschen", ist uns aber leider nicht bekannt. — Zur Ergänzung vom LB. Nr. 12 f. setzen wir noch die Bedingungen zur «Aufnahme von Fremdw. aus T sch i r sch n i tz (oben A n m, 28) S. 60. hieher: 1) Aenderung fremder Laute und Lautverbindungen; 2) Des Worttons. 3) Geeignet sind die kurzen besonders einsylbigm, 4) keine allgemeinen Begriffe, daher meist Subst. die gewissermaßen als Eigennamen herübergenommen werden. — 45*

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