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Der Orient · 1842-11-01 · 45 (1.11.1842) · p. Spalte 707-708

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
45 (1.11.1842)
Date
1842-11-01
Page
Spalte 707-708 (sequence 2)
Language
German
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707 708 Die neueste Ausgabe des Kusari, beurcheilt von M. Sider. legung des Inhalts über. Zuerst eine 28 Seiten.. eng gedruckte Einleitung, die in 7 Paragraphen zerfällt, und die in dieser Ordnung aufeinander folgen: 1) Name und Eintheilung des Pentateuchs. mipi Weisung, Lehre, Fünfbuch, sind die einzigen Namen für den Pentateuch, und nur für das 3. 4. 5. Buch giebts außer den Ansangswörtern noch besondere Namen, nämlich cyyiiD THin Scüittcuö, DHpOH trän Numeri, fHin IW'D Deuteronomium. Daß. die Eintheilung in 5 Bücher nicht eine unbestrittene' war, weist Hr. H. aus Sabbat 11b nach, wo man eine Siebentheilung findet. Als Singul. zu dem Pl. rä&hD giebt Hr.' H. an allein er lautet nur nt£HE>, und es ist eine Eigenthümlichßeit des Mischnaischen Hebraismus, aus solchen einfachen Feminalformen einen solchen Plural zu bilden (vgl. Pl. ni^y^'D), um so die echten weiblichen Nomina von so vielen Masculinnomina zu unterscheiden, die ebenfalls im Mischnaischen Zeitalter den Pl. auf. fl5) bildeten. 2) Inhalt des Pentateuchs. 3) Schreibart. In diesem Paragraphen ist Mendelssohns Comm. zu 2 Mos. 15. Joel Lowe's Vorrede zu den Psalmen, Herder's Geist der hebr. Poesie, de Wette''s Einleitung zu den Psalmen, Ewald's poet. Bücher, Saalschutz über die Musik u. Poesie der Hebräer benutzt. 4) Verfasser des Pentateuchs. Diesen glatteisigen Moden, so wenig er noch von jüdischen Exegeten betreten wurde, hat Hr. H. nicht gescheuet, und gerade diesem Paragraphen ist eine vorzügliche Sorgfalt gewidmet. 5) Uebersetzungen (aramäische, griechische, arabische, persische, lateinische). 6) Commentare und Hilfsschriften. In dieser Rubrik vermissen wir fast keine einzige bedeutende Schrift über den Pentateuch bis auf.,, die neueste Zeit. 7) Chronologische Tabelle über den Pentateuch. Schon durch diese Einleitung ist Dr. Herxheim e r 's Bibelwerk der Kinderbibel P,h t l i p p so u 's vorzuzichen, und Hr. Dr. H. mag sich trösten, wenn der neugebackne Magdeburger Rabbiner aus Neid undAergerin seinem Klatschend Schmähblatt nicht anzeigen wollte, daß die Regierung sein Bibelwerk den christl. Predigern empfohlen habe. Läßt doch die Red. dieses Blattes allwöchentlich von diesem rro'^ nn DJ!) yW'l ein ganzes Wörterbuch von Schimpfreden über sich herdonnern! (Fortsetzung folgt.) Jüdisch - philosophische Literatur. Die neueste Ausgabe des Kusari, . beurtheilt - ■ von ' M. Sider. (Fortsetzung.) Haben wir somit den einzigen speeifischen Fortschritt in der Formbildung nach der grcrmmatitcachtung zu genügen, — das gehört in eine specielte Claris, oder in ein Lexicon des Neuhebr. überhaupt. Die nachfolgende allgemeine Betrachtung beschrankt sich auf die Analyse einiger, besonders häufig vorkommender Formen. Die einzelnen Belege sind daher absichtlich nicht blos aus der eigentlichen Terminologie gewählt. Dagegen habe ich. getrachtet, wo möglich, solche Beispiele anzuführen, die an sich Schwierigkeiten darbieten, oder deren Beleuchtung das Verstandniß der Stellen erleichtert, denen sie entnommen sind; um auf diese Weise das Interesse und den Nutzen des dargebotenen zu erhöhen. Je mehr wir dabei ins Einzelne eingehen, desto öfter wird uns auch die Gelegenheit werden, den vorliegenden Kusari-Eomme ntar zu berücksichtigen 4i). Flexions formen. Es finden sich im wissenschaftlichen Hebraismus einige Anomalien in der Beugung (Bezeichnung von Gen. Num. rc.), welche theils biblisch, theils aramäisch oder rabbin i sch sind 4>i). Ihre Aufnahme beruht auf dem histo r.-literarischen Einfluß (oben Nr. 14. Col. 211), oder auf sonstige aus dem Beispielen zu ersehende Gründe, die aber mit dem wissenschaftlichen Inhalt kllum in Beziehung stehen können; weßwegen wir uns auch hier nicht lange bei ihnen aufhalten. Insoweit sie mit den Wortformen Zusammenhängen, werden wir sie bei diesen beachten, und. auch katischen Seite hin beleuchtet: so wenden wir uns nun zum Formgebrauch. Welche besondere Formen an den einzelnen Wurzeln aus den (Nr. 12 — 15) genannten Quellen gewählt, oder, unter dem angegebenen Einflüsse, gebildet worden, um als Ausdruck der wissenschaftlichen Be- 41) Die Abbreviaturen, welche wir beim Ci Liren der am häufigsten im Verlaufe dieser Beurtheilung vorkommenden Werke gebrauchten, sind: Bloße com. Ziffer und §. bezieht sich auf den Kusari, die Seitenzahl bis 11. §. 7 auf die vorliegende Ausgabe, von da weiter auf die Brecher's. — Sa. (Saadja) --- Emunot we Deot hebr. ed. Amsterdam (vgl. die folg. Anm. 43.) — Bech. (Bechaji) — Christ Ha-Lebabot hebr., wo wir t-d. F. hin zu fügen, die Ausgabe Fürste nthal. — Mo. — Moreh Ha-Nebochim. — Log. Milotha-Gigajon. — I. T. (Ibn Tibbon) Samuel, und zwar mit dem Zusätze 8. w, die Worterkl. zum More, Vorr., die Vorrede zum More. — Ir'L. Iikawu Ha-Majim ö«>. Bist. — Mo. Ham. More hammore von Palkeira ec!. Bist. — I g. Iggeret Bcrale ha-Chajim aus dem Arab. von R. Kalonymos, et!. Berlin 1762. 8. —- Ez CH. — Ez Chajim v. Ahron B. E. ed. Delitzsch 1841.' Ein Asteriscus deutet auf die Samml. Krit. u. d. Not., AdfI. auf die AddpocU zu den angef. Stellen; wo Leine Stelle beziffert ist, s. den Index. 42) Unter: rabbinisch, Rabbinism (im eig. S.) verstehen wir stets das Idiom der Halacha und Hagada in Talmud, Midrasch, R. G. A. rc.

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