Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1842
- Issue
- 44 (25.10.1842)
- Date
- 1842-10-25
- Page
- Spalte 691-692 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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691 Ulte hebräische Gedichte, mitgetheilt von S. Meyer. 692 Deutschland gekommen ist, nicht weiter erklärt werden können. — Bevor ich nun zur Mitteilung der Fragmente selbst übergehe, bemerke ich vorher, daß es keineswegs meine Absicht ist, die citirten Schriftsteller literar-historisch zu beleuchten; ich werde vielmehr nur einige Notizen beibringen, indem ich es Kundigem überlasse, einzelne unbekannte Dichter, die in den gewöhnlichen Compendien übergangen sind, näher zu fixiren. Ferner werde ich eine diplomatisch getreue Abschrift des Msk.s geben und das Unlesbare lieber übergehen, als meine ConjecLuren in den Text setzen. — I.-- C |nb binw'ib rrm. -by ns'ptwi ddd O’ — ,33312/3 nanaa U. s. w. Das Papier ist hier in der Mitte durchschnitten; es folgen noch mehrere Zeilen; da sie aber sämmtlich nur halb sind, so will ich sie nicht mittheiten. — Am Schlüsse heißt es DTD (i. e. pDtö) NQN: dieses scheint arabisch zu sein, owp, „es ist zu Ende gekommen". Wer dieser sei, ist ungewiß. Mein gelehrter Freund Dukes, dem ich auch die meisten der folgenden Notizen verdnake, meint in einer brieflichen Mittheilung, es sei Jwtfin Doch findet sich in den NNM kein so beginnendes Gedicht; vielleicht ist es in den von demselben, die mir nur in einem Bruchstücke vorliegen. — Da er in Damaskus lebte und die erste Ausgabe seiner Gedichte in Ssafet erschien, so würde das meine Conjectur von einem orientalischen Ursprung des Msk.s bestätigen, umsomehr, da bei diesem Namen weder '*) nach H steht, wie bei den übrigen, der Schreiber des Msk.s also mit dem Dichter gleichzeitig gewesen sein muß. Dadurch würde das Alter des Msk.s bis c. 1600 heruntergesetzt. — Bei De Rossi Nr. 1377 befindet sich in einem Machasor ein Stück von einem 1) Ueber das pfo theilt mir Herr Dukes folgende Stelle mit, aus dem — wie ich zur Freude aller Kenner der neuhebräischen Literatur mittheilen kann — wahrscheinlich bald erscheinenden zweiten Hefte seines größern Werkes „Zur Kenntniß der neuhebräischen religiösen Poesie": „Das Wort ist proven^alisch en Ursprungs. Chan heißt in der proven^alischen Sprache Gesang. Vgl. Diez, Poesie der Trubadurs. Das Wort jrt? findet sich in allen gedruckten und geschriebenen portugiesischen Machasorim. Es findet sich, damit gleichbedeutend, zuweilen besonders in deutschen rnrr>!?D* Beispiele finden sich in Ooä. Msc. Hamb. Nr. 15 und a. a. O. In den gedruckten portug. Machasorim heißt es zuweilen ^KyD^i „nach einer arabischen Melodie." In den nrTD! findet sich bei jedem Gedichte jn1?, stets mit Angabe der ersten Worte des melodiegebenden Gedichtes. Im ersten Lheil derselben, "ron nbiy, ist dieses häufig arabisch oder türkisch, 'Ofroy und ip-fln; in den beiden letzten Lheilen röitf 'y und 'y werden meistens jüdische Gedichte als melodiegebend citirt; doch konnte ich kein jrfr finden, das mit denen unsres Msk.s übereinstimmte." — 'hxübü p doch ist der Anfang desselben nicht angegeben. Im gewöhnlichen portugiesischen Machasor findet sich eine TP von p — Eine zusammenhängende Reihe beginnt mit der folgenden Seite, in der Mitte eines Gedichtes vom Verfasser des darauffolgenden: IL nyrnn .“iiniD DID raa/bi omob N3'1 33 N313 mis ~ayü nnp m ob ojividi 03'00 bw c DID III. ao (2n'3'n 1330003) )m wipo d°d 033 03'bx FjDl'l idi“id3 ahw nmy D?D O'y oibn'o rba '3 lobixi N'3i 0333 DID 33M 3b OUJ? HD’ b 1DJ? 133' Dlbt£D DID IV. «3ij? ]3 NL'o 'nb mnx 0130 N33 jfl Ä Dieses Gedicht ist gedruckt in dem Machsor von Lripopolis, genannt nw"! Amst. 1648. 4. ok. Dukes Moses ben Esra S. 12. Not. Nr. 89. Doch finden sich daselbst nur die drei ersten Verse und da ausserdem das Machasor sehr 2) Das arabische Loj f „wiederum, nochmals," also von demselben. — ^ißt nach Freytag: nä mensurae «uae notmam fecit carmen, also „nach dem Metrum". Es scheint aber mit gleichbedeutend'zu sein, da es hier )tt und Nr. XIV. ^nnn heißt; ferner Nr. XI. p und Nr. IX. ph. Da sich nun in diesen Gedichten keine Verschiedenheit des Metrums findet, welches doch der Fall sein müßte, wenn und jj-j^ verschiedene Bedeutung hätten, so möchte die von Dukes gegebene Erklärung des jnb einer fernern Prüfung zu unterwerfen sein. Doch könnten auch die beiden Bedeutungen nebeneinander bestehen , da die Melodie in der Regel an das Metrum geknüpft ist, also was nach derselben Melodie auch in demselben Metrum ist. N>3R ->N0 bxm ob'b oisnn 'oop oby3 bN *p3Db obao Nb i'003 obb'i n.. 3133 0'3 .3^N3 03301 nb mriK. f'i -bN w- 1'3033 J30N1 WO 03’3’1N b3 JJ'J3’ D3'013N 'ObN '"' ,333' 'D 01333 '3100 b3 0)312/ 3'L"1 33303 107 1'blOO 333' 13'bi> 1330