Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1842
- Issue
- 43 (18.10.1842)
- Date
- 1842-10-18
- Page
- Spalte 679-680 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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679 Die neueste Ausgabe des Kusari Leurcheilt von M. Sider. Etymologie. 68V und es bedurfte neben diesen, und vielleicht noch andern mir unbekannten, schwerlich eines neuen] — „ xlxjo (a go) communio, essentia, quam plures parlicipant“ [Sclim. ib. Auch diese Bedeutung dürfte erst aus der abstracten: „Gemeinschaftlichkeit" d. L. das Participiren einer 6886utia — nach einem diesen Bildungen eigenen Uebergange — abzuleiten fein.] Derselbe Uebergang ist es auch, vermöge welchem diese sämmtlichen Abstracta individualist'rt werden, und einen Plural bilden, dessen Form, nebst einigen andern hier vorausgesetzten Bemerkungen, weiter unten bei der Form der Nom. abstr. nachzusehen ist» Verba departiculatiya. Von den Partikeln sind auch Verba abzuleiten. Aus 7>N die (denom.) Jntensivf. ‘pw*, das Nom. yerb. “pw*, das passiy. "pitf, am häufigsten im parlio. *piND, sonst gewöhnlich die Reflexivs, -pwnn; s. Jb. Tib. s. v. new und vergl. Moreh K. 652. -pwin ■ nI? D“}DN pjy;\ni bya UW Nk Die Ableitung gehr von aus, wie das chald. D"p von Dip (vergl. oben Nomina, zu Anfang), und 3in Arabischen findet sich auch noch „*4X0, qualitativ 11 s " (Schmölders p. 132), der Form nach wie das part. pass. der Extensivst von einer raci. (vergl. oben beim Nomen); aber im Sinne von MOD da die passiva hierin oft das refiex. vertreten (s. weiter unten: Verbalformen). Vielleicht gehört auch hieher der karairische (?) Term wovon die Jntensivf., act. (Ez. Chajim S. 80-82. 94. 133); pass. (S. 12.100.114.116), das Nomen mit seinem regelmäßigen Plural (S. 12. 13. 15. 85), als Synonym von "p\\, -)9p, (yL>cy odü/'f* 133, 10*); wie es scheint, sichtlich gebildet, um den Begriff 'MQty zu involviren (vergl. die Definition S. 12). Die wichtigsten Stellen sind folgende: HDD 3 mix mm, parallel am inw lmw (S. 81) in Beziehung auf Menschen, wahrend es in Beziehung auf Gott heißt iniN ilsnp, W ttNDp; aber auch D'WND IHIN l!WN. Oer sonst angeführte karaitische Term für die göttlichen Attribute ist jedoch DniDD (S. 83); bei R. Josef D^drin, um sich von den Kelabiten zu unterscheiden (S. 89). Daher (H- §. 2. S. 83) „s0lcher ... daß". Als Pleonasmus, wie es in diesen Schriften mancherlei gibt, erscheint h)a.)n rvtarD (Chob. haleb. 1. K. 10, f. 41 ed. Fürstenthal, s. dessen Comment.). — So übersetzt nun Saadja NL^ N12N ybl (Sef. 25, 8); joU ci-aäJ! „mit vollkommenster Vernichtung" (Ges. Ies. 1, 785). Ob er dadurch „den Sinn zu wildern sucht", wie Ges. glaubt, ist noch sehr fraglich. sagtAhron von den Karaiten: nrvn ny Dnjrntf (S. 83 A. 9), wie schon Ahron der Aeltere: NWN ‘■dtj rüiDD rfe ma xb pi onjn npm DruilD (S. 89, penull.). — Mehr über diese, von den Herausg. des Kusari ad II. tz. 2 bereits benutzten Kapp, in unserm 3. Artikel). Woher hat aber n&yN diese Bedeutung? Das bibl. heißt „preisen" d. r. Gutes pradiciren; sollte davon „pradiciren" überhaupt abgeleitet sein, so hätte man die Grundbedeutung (—^n) aufgegeben, und die bloße Bedeutung der Pielform (zu etwas machen, was der Wurzelbegriff aussagt; für ein solches erklären) festgehalten! — sDie umgekehrte Jdeenverbindung liegt dem latein. praedicare in der Bedeutung „preisen" zu Grunde; und vielleicht auch lau dar e (vgl. uv/r Ruf, Nip bei Ges. s. y., DN'in u. a. m.). Eine paffende arabische Jdeenverbindung (st oben Nr. 15) ist mir nicht bekannt (^o^?), und im Allgemeinen sind die verwandten logischen Ausdrücke vom Gerichte hergenommen, z. B. xax^yoQia pjC^, fH, ddipd, wobei an ein „preisen" des zu Bestimmenden nicht zu denken ijb] — Gehen wir noch weiter und suchen eine arabische Wurzel, die etwa von den Karaiten ausgenommen ware^). Wir thun dieß aber nur, um alle Möglichkeiten zu erschöpfen; denn auch hier bietet sich nichts Ungezwungenes dar. Zuerst eine Lautver- 39) S. oben Nr. 15. Anm. 21., wozu hier Einiges nachträglich. Zn m>DD by vergl. v*JU)t Jliowum „wird dich sicher erreichen" (Q Kind! her. v. Hammer K. 19. p. 44). by mit neg. Bedeutung hat keine Schwierigkeit, und der Satz: N1>ND by nnW n'\Niri ’fybl wäre zu übersetzen : Ohne den Beweis, welcher sicher (über allen Zweifel hinaus od. dergl.) darthut rc. lEnfc7D oder iDDDD (Amos 6, 11) ist nach Juda ben Karisch Mutterbruder, während wn Vaterbruder bedeutet. JbnEsraad Ine., der uns dies berichtet, fügt hinzu: ba HDD DÜ Om vgl. Kimchi ad loc, Raschi erklärt: 931 IDÜVI pi IDHINI lDDp. Hitzig ad 1. und Ges. im Lex. haben das erstere gar nicht beachtet. (In Buxtorfii Concord. finde ich das Wort gar nicht, und Fürst's Conc. habe ich nicht zur Hand). Da wir nicht wissen, wie Ahron B. E. dieß Wort erklärt, so ist aus diesem allein nicht einmal mit Gewißheit anzunehmen, daß R. Jehuda 'sein „naher Verwandter" war, wie es im Onnmastienn S. 312 heißt. Auf jeden Fall gehört nun dies Beispiel in die Anm. 32. Das verglichene arab. Wort (Anm. 21) ist Druckfehler und soll heißen oLLw. Der sonderbare Ausdruck pN^DN (S. 175) läßt sich zwar mit n^D (S. 36) zusammenstellen. Ich zweifle aber nicht, daß es ein bloßer Fehler des Abschreibers ist, der die drei folgenden Buchstaben zweimal schrieb, also: p&p & pN^DNH, für: pöp tö, DND wodurch auch dieses Citat im Ez Chajim verständlich wird. Der Term p^DN ist demnach im Index zu streichen.