Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1842
- Issue
- 43 (18.10.1842)
- Date
- 1842-10-18
- Page
- Spalte 675-676 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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675 Die neueste Ausgabe des Kusari beurtheilt von M. Sider. Etymologie. 676 kn^funAßpunfte in Beziehung auf jene^ Frage nach, eigenem Belieben weiter zu verfolgen, mit ähnlichen Untersuchungen über andere Zweige des Neuhebraism zusammenzustellen, und das Endresultat zu ermitteln. Von der FtzhmH.ihbu.pg.. Wbt.u.ns^ntzch dem- (Nr. 12—15) Vorangeschickten, wenig zu erörtern übrig. Die Bildung von Zeit- und Nennwörtern aus einander (vgl. Schepers Anm. 1, a. J). oben Col. 231.) haben wir als dem wissenschaftlichen Hebr. unwesentlich erkannt. Dieser folgt darin in grammatischer Beziehung der Analogie des Neuhebraismus überhaupt. Fast eigenthümlichaber nu.r auf wenige Worte sich erstreckend, erscheint die Fortbildung von Partikeln (Scheper a. a. O. c.) nach arabischem (wieder dem griechischen nachgeahmten) Vorgänge, deren Erörterung uns Gelegenheit zu der (ibidem) versprochenen Berichtigung gibt, und zugleich als Begründung und weitere Ausführung der kurzen Anm. 4. S. 4 des vorliegenden Commentars betrachtet werden mag. Bepaiticulativa. Die hebräischen (semit.) Partikeln sind gewiß theils verknöcherte Nomina, zum Theil aber auch primitiv. Aeltere Grammatiker haben sich mitunter bemüht, alle Partikeln auf yerba trilit. zurückzuführen; von yerb. und nomin. depart. ist noch jetzt selten die Rede35). — Nach F ü r st (Lehrg. §. 103) gibt es schon im Aram. solche: „z. B. entgegennehmen von gegen; u'ip (neuhebr. s p'np). üon uyg u. a. die aber mehr lexicalische Bedeutung haben". — Wenn es aber auch wahr ist, daß gerade Prapos., welche räumliche Verhaltniffe bezeichnen, am ehesten primitiv sein dürften: so werden es doch schwerlich solche eonsonantisch ausgebildete, wie die angeführten, sein; sondern nur die phonetisch minder entwickelten Partikeln [bie auch meistens auf Pro nominal ia zurückzuführen sind; vgl. Ewald kr. ar. §. 147. Fürst Lehrg. §. 189 sq.] Laßt doch Fürst selbst nicht einmal die Verba trilit. für primitiv gelten! — 35) Nach dem neuesten System (?) des Hrn. Ad. Lethierry Barrois (ilacines hebraiques etc. Paris et Leipsic 1842. 1. partie.) hat man zu unterscheiden „Racines“ und „lladieaux“ (Diso. prel. p. IV. fl). Erstere sind die einfachsten Elemente der Sprache, Buchstaben, die zugleich als graphische Symbole, nach der Bedeutung ihres Namens, dienen, aber auch phonetisch mit Partikeln zusammenfallen. — Wer dazu Lust hat, mag diese Vereinigung der abolirten symbolischen Philologie mit der modernsten babylonischen oder antibabylonisthen Sprachforschung weiter verfolgen. — Ein Muster vom Scharfsinn des Hrn. Barrois ist die Auflösung des nn der Reflexivs, in m und Nin, NM!! (ib. p. VIS.) fl oben Anm. 16. Col. 211. 214. Ditz Fortbildung hebräischer Partikeln zu Nom. und Verb, geschieht folgendermaßen. Nomina departiculatiya. Zuerst wird die Partikel selbst substantivisch gebraucht durch. Vorsetzung des Artikels: (lIDNö)/ '(äÜypo) (cf. Ez. Charlm 198, 1*, Ayicenna bei Schmölders p. 14.), xo nov^ nDD.n, Ttoöov) noiov. Ein Plural von ist dann (I. Tibbon. Wocterkl. s. y. y.) Aus diesen wird ferner ein Nomen abstr. abgeleitet, und zwar durch die im Arabischen und Hebräischen üblichste Abstraktendung, welchem dem Stamme unmittelbar angefügt wird. Diese ist im Arab. dieselbe wie für das fern, des Adj. rel. — h> (Sacy I. 792. ©tvcdb §. 265)3ß); also aus iuÄAS^ Ttoiözrjg qualilas, (Schmölders p. 132); im Hebräischen^ also aus pN, niDW4. Man lasse nicht außer Acht, daß hier das Vals secnnäa rad. betrachtet sein kann (s. unten/Verb, depart.). — Nicht eben so sicher scheint uns die Auffassung der andern, aus HD (Lo) imb dessen Zusammens. (nm) gebildeten Abstrakta. Die Ansicht des H. Scheper haben wir oben (Col. 232) in extenso mitgetheilt, ohne sie recht zu begreifen, woran auch wohl einige Druckfehler Schuld sein mögen, an deren Verbesserung wir aber verzweifelten. Jedenfalls hat er dem Einen seiner Gewährsmänner zu viel getraut, den andern mit Ulnrecht für sich.angeführt. Wenden wir uns also, an. diesig „y&Uo saepissime tan quam iiniim yocabulum (ex et ya compositum) consideraudum est, quod Hebraici etiam Arabicorum pliilosopliorum interpreles scribunt -intt ex HD et in (!). Idem plane respondet Aristotelico xo xi» Ex eodem lioc yocabulo deriyatum est sübstantiyum: a Rabbinis n-IHö conyersum, quod eandein (?), quam antecedens ädjectiyum (!) tenet, nolionem. Accurate respondet Scliolasticorum yocabulnm barbarnm: quidditas, quod 13mo de-, rniiin saeculo in usum receptum et primnm introductumesseyidetur a Vincentio Belloyacensi 36) Die Endungen co (rp), (m) sind Aramai s m e n oder Hebr'aismen, daher fast nur in ch ri stlichen theologischen Schriften (Ewald 1. 1. und Hrn. Prof. Fleischers gründliche Auseinandersetzung im LB. 1841. Nr. 8. Col. 98 ff. — Beide (und vgl. noch Ew. §. 418) führen das Beispiel an, worüber der Commentar des Kusari S. 56. A. 3 eine Unrichtigkeit enthält. — Ueber den Gebrauch der Endung PY). tm wissenschaftlichen Hebraismus sprechen wir erst ausführlich weiter unten bei den Nominalformen, wovon Manches hier vorausgesetzt wird. ■'